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Bewerbungstipps

Liebe Berufseinsteiger,

Ihre Wahl ist auf einen Beruf in der Grünen Branche gefallen? Nun gilt es interessante Stellenangebote zu finden und eine erfolgreiche Bewerbung zu erstellen. Wir haben Tipps für eine perfekte Bewerbung für Sie zusammengestellt:

Medium: Ob eine Bewerbung per Post oder digital in Form einer E-Mail oder eines Online-Bewerbungsformulars auf der Internetseite eines Unternehmens erwünscht ist, steht meistens in der Stellenanzeige. Die digitale Bewerbung wird immer beliebter, daher haben wir am Ende der Seite zusätzliche Tipps für eine erfolgreiche E-Mail-Bewerbung aufgelistet.

Zeitpunkt: Wer eine Ausbildung beginnen möchte, sollte spätestens im ersten Halbjahr des vorletzten Schuljahrs mit dem Bewerben beginnen. Studienabsolventen sollten ca. ein halbes Jahr vor Abgabe der Abschlussarbeit anfangen. Tipp für Studenten: Aus der Zusammenarbeit mit einem Unternehmen für die Abschlussarbeit, einem Studentenjob oder Praktikum kann sich eine Übernahme entwickeln. Haben Sie noch Kontakt zu ehemaligen Kollegen? Dann fragen Sie nach offenen Stellen!
 
Vollständigkeit: Eine Bewerbung besteht aus Deckblatt (wahlweise), Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnissen und anderen Bescheinigungen, z. B. über Praktika und Kurse. Das Foto wird mittig auf das Deckblatt oder rechts oben in den Lebenslauf eingeklebt. Tipp: Benutzen Sie Fotoecken, die schmieren nicht!
 
Betreff: Hier nehmen Sie in fett Bezug auf die Stelle, z. B. Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Landwirt. Sie helfen dem Empfänger, Ihre E-Mail leichter zuzuordnen.
 
Anschreiben: Nennen Sie Ihren Ansprechpartner in der Begrüßung unbedingt bei seinem Namen, z. B. Sehr geehrter Herr Mustermann. Falls Sie den Ansprechpartner nicht kennen, rufen Sie ruhig an. So können Sie schon mal einen ersten Kontakt herstellen.
Ein gutes Anschreiben kommt mit einer Seite aus. Hier kommt es darauf an, knapp und präzise darzustellen, warum man für die Stelle der geeignete Kandidat ist. Das können Erfahrungen und Kenntnisse aus Praktika, Schule, Studium oder Studentenjob sein: Was haben Sie dort für Tätigkeiten ausgeübt? Was haben Sie dort gelernt? Warum macht Sie das zum perfekten Kandidaten? Warum bewerben Sie sich bei diesem Betrieb für genau diesen Job bzw. Ausbildungsstelle? Wählen Sie eine schnörkelfreie Schrift in Ihrem Textverarbeitungsprogramm und je nach Schriftart eine Schriftgröße zwischen 9 und 12 pt.

Tabellarischer Lebenslauf: Schüler die einen Ausbildungsplatz suchen, geben folgende Informationen an: Angaben zur Person (wenn nicht schon auf dem Deckblatt erwähnt), praktische Erfahrungen, Schulbildung, persönliche Fähigkeiten und Kompetenzen sowie Ort, Datum und Unterschrift. Hier geht es zu einem Musterlebenslauf.
 
Studienabsolventen präsentieren in ihrem tabellarischen Lebenslauf ihre persönlichen Daten, Schule und Studium, Praktika und Berufserfahrung, weitere Informationen, wie Sprachkenntnisse sowie Soft Skills, ggf. Hobbys und Soziales Engagement. Erwähnen Sie nur Ihre Hobbys, wenn Sie damit Ihre Soft Skills (Soziale Kompetenz), z. B. Teamfähigkeit, Flexibilität und Belastbarkeit „belegen“ können. Ort, Datum und Unterschrift dürfen natürlich auch nicht fehlen...mehr Infos. Hier finden Sie Musterlebensläufe zum downloaden.
 
Bewerbungsfoto:
Es sollte auf jeden Fall von einem Fotografen oder Fotografin aufgenommen werden. Das kann zwischen 30 und 90 Euro kosten. Ausbildungsplatz-Suchende tragen zum Fototermin, je nach Betrieb und Job ein Hemd mit Krawatte bzw. Bluse. Nehmen Sie am besten mehrere ausgewählte Kleidungsstücke mit zum Fotografen.
Männliche Studienabsolventen sollten auf dem Foto ein Hemd mit Krawatte und Jackett tragen, Frauen eine Bluse mit Blazer. Lassen Sie sich die Fotos auch digital für Online-Bewerbungen geben.
 
Form:
Eine kostspielige Bewerbungsmappe ist nicht nötig und darüber hinaus bei den Arbeitgebern eher unbeliebt durch ihre sperrige Form. Besser: Klemmhefter! In den Hefter kommen in zeitlich chronologischer Reihenfolge von unten nach oben (wobei das älteste Dokument ganz unten eingefügt wird) Bescheinigungen, Zeugnisse, Lebenslauf und gegebenenfalls ein Deckblatt. Lose auf die Mappe legen Sie das Anschreiben. Benutzen Sie einen weißen Umschlag mit Fenster. Vergessen Sie nicht auf dem Anschreiben und dem Lebenslauf zu unterschreiben.

Stolpersteine:

Verwenden Sie keine fertig formulierten Sätze aus Bewerbungsratgebern oder dem Internet im Anschreiben, sondern formuliere Sie die Sätze selbst. Die Personalchefs wollen kreative Mitarbeiter!
 
Schreiben Sie Adresse, Ansprechpartner und Firma richtig. Einem selber würde es wahrscheinlich auch nicht gefallen, den eigenen Namen falsch geschrieben zu sehen. Außerdem könnte beim Empfänger Gedanken aufkommen wie „wenn der/die noch nicht mal unsere Adresse richtig schreiben kann, wie soll der dann anspruchsvollere Aufgaben erledigen?!“
 
Verwenden Sie keine „flapsige“ Sprache, z. B. Ich hätte voll Bock bei ihnen zu arbeiten oder ich liebe Trecker.
 
Vermeiden Sie auf jeden Fall Rechtschreibfehler. Wir empfehlen Ihnen den Text von hinten nach vorne, Wort für Wort durchzulesen. Führen Sie die Rechtschreibprüfung Ihres Textverarbeitungsprogramms durch und bitten Sie jemanden Ihre Texte zu überprüfen, z. B. Eltern, Geschwister, Lehrer, Studienkollegen oder Freunde.
 
Lesen Sie jede Bewerbung vor dem Versenden noch Mal in Ruhe durch: Achten Sie hier auf Vollständigkeit, Ordentlichkeit und Richtigkeit! Keiner ließt gerne Texte mit Fettflecken oder Eselsohren.

Checkliste für Ihre E-Mail-Bewerbung:

Bitte lesen Sie auch die Tipps für die schriftliche Bewerbung oben durch. Die meisten Hinweise, z. B. für das Anschreiben, den Lebenslauf und das Foto gelten auch für die E-Mail-Bewerbung.
 
Vollständigkeit: Eine E-Mail-Bewerbung besteht wie eine schriftliche Bewerbung aus Deckblatt (wahlweise), Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnissen und anderen Bescheinigungen, z. B. über Praktika und Kurse. Das Foto wird auch mittig in das Deckblatt oder rechts oben in den Lebenslauf eingefügt.
 
E-Mail:
Hier begrüßen Sie Ihren Ansprechpartner mit „Sehr geehrter Herr...“ oder „Sehr geehrte Frau...“, und nehmen in ein bis zwei Sätzen Bezug auf die Stelle und verweisen auf die Bewerbungsunterlagen im Anhang. Sie können gegebenenfalls auf ein vorangegangenes Telefonat Bezug nehmen. Danach folgt die Verabschiedung „Mit freundlichen Grüßen“ und Ihr Name.
 
Betreff:
Nehmen Sie in der Betreffzeile Bezug zur Stelle, z. B. Ausbildung zum Landwirt oder Betriebsleiter für Großbetrieb.
 
Unterschrift: Wenn Sie möchten, können Sie Ihre Unterschrift einscannen und unter Ihren Text im Anschreiben und Lebenslauf platzieren. Alternativ können Sie Ihren Namen auch tippen.
 
Anhang: Ihre Bewerbungsunterlagen sollten zu einem Dokument zusammengefügt der E-Mail angehängt werden. Möchten Sie Ihre Unterlagen lieber getrennt anhängen, dann beschränken Sie sich bitte auf maximal drei Anhänge: Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Benennen Sie die Anhänge sinnvoll nach dem Inhalt, z. B. Lebenslauf. Die Dateigröße der Anhänge darf insgesamt 2 MB nicht überschreiten. Wir empfehlen Ihnen Ihre Bewerbungsunterlagen als PDF-Dokument zu verschicken.
 
Online-Bewerbungsformular:
Dies ist eine weitere Art der digitalen Bewerbung und ist bei vielen, vor allem größeren Unternehmen auf der Internetseite zu finden. In den vorgesehenen Feldern tragen Sie ein, was die Firma wissen möchte, z. B. Schulnoten oder Praktika. Meistens gibt es aber auch hier die Möglichkeit, Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse zusätzlich im PDF-Format hochzuladen.

Achtung:

Verschicken Sie bitte nicht ein und dieselbe E-Mail an mehrere Empfänger. Nehmen Sie sich die Zeit für jedes Unternehmen und jeden Betrieb ein individuell angepasstes Anschreiben zu erstellen. Der Empfänger wird Ihre Sorgfalt bemerken! Sollten Sie ein Grundgerüst für Ihr Anschreiben haben, vergessen Sie nicht den Ansprechpartner, Firma und Adresse auszutauschen!
 
Bleiben Sie sachlich: Benutzen Sie eine seriöse E-Mail-Adresse, z. B. vorname.nachname@googlemail.com, anstatt Fendtfavorit1989@gmx.de, wenn Sie sich bei John Deere bewerben wollen.