Direkt einspeisen statt anmischen Premium

Für den teilflächenspezifischen Pflanzenschutz ist die Direkteinspeisung ein Muss. Ohne Satellitentechnik ermöglicht sie einen schlagindividuellen Mitteleinsatz und spart Reinigungszeit. Über erste Erfahrungen berichten Praktiker und Entwickler.

Der häufige Mittelwechsel und dann immer das aufwendige Säubern der Spritze. Reinigen ist bei uns im Gemüseanbau einfach ein riesen Thema“, sagt Carsten Vorsatz, pflanzenbaulicher Leiter des Gemüsebetriebes Mählmann. Er fügt hinzu: „Das war einer der Hauptgründe, uns mit der Direkteinspeisung zu beschäftigen.“ Da er bei dieser Technik keine Tankmischung mehr ansetzt, muss er jetzt nur noch das Gestänge und die Dosiereinrichtung spülen. Gleichzeitig kann er verschiedene Mittel mitführen und unabhängig voneinander einsetzen. Das erspart ihm Arbeit und Zeit.

Diese Aspekte spielen auch für Kartoffelbauer, die häufig zwischen Sikkation und Fungiziden wechseln müssen, eine Rolle. Ebenfalls ist die Technik interessant für Ackerbaubetriebe, die beim Pflanzenschutz oft verschiedene Kulturen parallel behandeln.

Um den Ansprüchen der Praktiker weiter gerecht zu werden, hat das Julius Kühn-Institut (JKI) und die Firma Dammann die Technik auf zwei Projektbetrieben im laufenden Betrieb weiter entwickelt.

Sauberer und schneller:

Das eigentliche Ziel der Direkteinspeisung ist die sensorgestützte, teilflächenspezifische Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln. Dennoch bietet die Technik für den Praktiker Carsten Vorsatz auch ohne Sensorerkennung von Unkräutern viele Vorteile:

  • Wachstumsregler lassen sich schlagindividuell dosieren.
  • Auf Teilflächen mit Problemunkräutern lassen sich weitere Herbizide zu- und abschalten. Gleiches gilt für Insektizide z.B. bei der Herbizidmaßnahme im Herbst im Getreide. Auch hier ist nun keine extra Tankmischung für befallene Flächen mehr nötig.
  • Muss man unterschiedliche Kulturen zeitgleich behandeln, kann man zwischen verschiedenen Mitteln wechseln.
  • Da ein ...

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