BMEL fördert Einsatz von Drohnen im Ackerbau

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) fördert die elektronische Beobachtung von Getreidebeständen zur besseren Planung von Pflanzenschutz- und Düngemaßnahmen. Der BMEL-Staatssekretär Peter Bleser sieht darin eine Verbesserung der Ressourceneffizienz. An der Universität Bonn startet ein Forschungsvorhaben.

Mit Hilfe von Drohen sollen Pflanzenbestände beobachtet und Pflegemaßnahmen optimiert werden. (Bildquelle: MULTIROTOR service-drone.com)

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) fördert die elektronische Beobachtung von Getreidebeständen zur besseren Planung von Pflanzenschutz- und Düngemaßnahmen. Der Staatssekretär im BMEL, Peter Bleser, sieht darin eine Verbesserung der Ressourceneffizienz in der Landwirtschaft. An der Universität Bonn startet ein entsprechendes Forschungsvorhaben.

Bleser übergab in dieser Woche an die Universität Bonn die Zuwendungsbescheide zum Forschungsvorhaben „CropWatch“. Das Projekt arbeitet an einer elektronischen Beobachtung von Getreidebeständen zur besseren Planung von Pflanzenschutz- und Düngemaßnahmen. „Die Digitalisierung landwirtschaftlicher Produktionsprozesse gewinnt immer mehr an Bedeutung. Einen wichtigen Beitrag zur technischen Revolution in der Landwirtschaft leisten dabei unbemannte Flugsysteme. Die Drohnen sind mit speziellen Sensoren und Kameras ausgestattet und liefern wichtige Daten, zum Beispiel über den Pflanzenbestand. So können wir die Ressourceneffizienz in der Landwirtschaft deutlich verbessern“, sagte Bleser.

Aus Blesers Sicht kann eine digitalisierte Landwirtschaft eine umweltschonende und nachhaltige Agrarproduktion gestalten. Das BMEL fördert Innovationen in der Agrartechnik zur Steigerung der Ressourceneffizienz insgesamt mit rund 29 Millionen Euro. Das Gesamtvolumen des Forschungsvorhabens „Crop Watch“ beträgt bei einer Laufzeit von 3 Jahren rund 1 Mio. € und wird vom BMEL mit Mitteln aus dem Innovationsprogramm in Höhe von rund 766.000 € gefördert.

Ziel von „Crop Watch“ ist die Entwicklung eines Datenmanagementsystems zur Kontrolle und Analyse des Pflanzenproduktionsprozesses, heißt es beim BMEL. Für das Projekt werden zwei Messplattformen konstruiert. Die erste Messplattform bekommt die Daten von einer Digitalkamera, die an einem Traktoranbaugerät installiert wurde. Die zweite Messplattform wird mit Daten von einer an einem unbemannten Fluggerät montierten Digitalkamera versorgt. Aus diesen Aufnahmen werden geometrische und radiometrische Daten gewonnen und wichtige Vegetationsparameter wie z.B. Deckungsgrad, Pflanzenhöhe, Ährendichte, Lager oder Abreifegrad abgeleitet. Dies geschieht mittels neu programmierter Algorithmen, die auch Informationen zu Wetterdaten, Eigenschaften des Pflanzenstandortes, Bewirtschaftung und der Ernteergebnisse verrechnen. So werden Hinweise darüber gewonnen, welche Witterungsszenarien wachstumslimitierend wirken können und wie der Pflanzenzustand ist.

Dem Landwirt oder Züchter werden die generierten Informationen anschließend automatisch, bedienerfreundlich und internetgestützt zur Verfügung gestellt. Eine abschließende Visualisierung der komplexen Variation des Ackers oder Zuchtgartens gibt Aufschluss über die Reaktionen von Pflanzenbeständen auf Umweltwirkungen und demonstriert den Einfluss von Bewirtschaftungsmaßnahmen auf die Ertragsbildung der Nutzpflanzenbestände.

Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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