Ratgeber

Bodennahe Gülleausbringung: Das Konto entlasten Premium

Die bodennahe Gülleausbringung entlastet das Nährstoffkonto. Der Umstieg vom klassischen Prallteller kann sich schon jetzt lohnen.

Vor allem Milchviehhalter stehen vor der Entscheidung, ob sie jetzt in bodennahe Gülleausbringtechnik investieren wollen oder den Prallteller auf Grünland noch bis 2025 weiter nutzen. Doch die Investitionskosten sind hoch. Häufig ist eine Eigenmechanisierung nur im Rahmen einer Maschinengemeinschaft zu stemmen. Dass sich der Schritt dennoch lohnen könnte, zeigt ein Blick in die Nährstoffbilanz eines Beispielbetriebes.

Schon bei der Berechnung wird klar: Eine effiziente Technik entlastet auf dem Papier die Nährstoffbilanz – und spart in der Praxis Mineraldünger.

Bilanz schafft Klarheit

Vor der Düngung ist zunächst der Düngebedarf zu errechnen. Dieser basiert auf dem Ertrag und der N-Nachlieferung aus dem Boden. Diese Düngebedarfsermittlung entscheidet, wie viel ein Landwirt düngen darf.

Der Moment der Wahrheit kommt jedoch am Ende des Düngejahres. In der Nährstoffbilanz ist darzulegen, ob die (bereits durchgeführte) Düngung zum tatsächlichen Nährstoffentzug passte. Aufgrund der Betriebsgröße (30 melkende Kühe, 20 ha Grünland) unseres Beispielbetriebes reicht hier die Nährstoffbilanz nach dem Feld-Stall-Ansatz. ...

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Die Düngeregeln der Nachbarn

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Artikel geschrieben von

Claus Mayer

Redakteur SÜDPLUS

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Diskussionen zum Artikel

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von Reinhard Schnell

@Karl-Heinz Gruber

Herr Gruber, das mit der Pflanzenkohle sollte Sie uns vielleicht mal erklären. Das würde mich doch sehr interessieren. Für vernünftige Alternativen sollten wir immer Wachsam sein.

von Bernhard ter Veen

wenn ich ein Tier wäre

möchte ich das Futter welches von Flächen die mit Schleppschlauch/-schuh begüllt worden sind nicht fressen müssen. Die Breitverteilung kann gar nicht so schlecht laufen, das Pflanzenverschmutzungen beim nächsten Mähtermin mit ins futter wandern. Das sieht bei der teuren Technik aber anders aus. Güllewürste wachsen mit dem Gras hoch und werden mit dem Mäher und Schwader mit ins Futter einsiliert. Lecker. Der einzige Grund warum wir solche Technik haben sollen ist "das die Hersteller daran gut Verdienen und Arbeitsplätze gesichert werden". Gülle besteht nun mal zu 90% aus Wasser. und das ist auch das einzige was verdunsten kann. kann... der Geruch gehört nun mal dazu. Landluft halt. mir schein das einige Wissenschaftler und möchtegern Solche Ihre eigene Sch... nicht riechen können. Sollen sie halt in die Stadt ziehen.

von Bernd Schmitz

Schleppschlauchverteilung verunreinigt das Futter

Die im letzten Oktober mit dem Schleppschlauchverteiler ausgebrachte Gülle war hier im Februar noch auf den Grünlandflächen wieder zu finden. Es muss unbedingt ein alternatives Verfahren für die Emmisionsminderung nach Ausnahmegenehmigung durch §6 Abs 3 der DÜVO diskutiert werden. Dabei geht es nicht nur um Schwefel, wie ihn das 7-Punkte Programm von den Ministerinnen Klöckner und Heinen-Esser vorgeschlagen hat, sondern auch um das Zusetzen von Pfanzenkohle und Gesteinsmehl in einer Mischung. Emmissionsminderung muss im Stall beginnen und nicht nur den Schwenkvereiler verurteilen, dann haben wir die TA-Luft und die DüVo mit einem Verfahren gepackt. Siehe https://www.ig-gesunde-gülle.de/2019/03/01/unsere-vision-und-umsetzung-der-ammoniakreduktion/

von Karlheinz Gruber

Das Pferd wurde von

Seiten der Mechanisierung aufgezäumt. Ich habe mir auch nun einen Schleppschuh gekauft/ kaufen müssen. Bin aber so ganz nebenbei durch kleine Versuche zu der Überzeugung gekommen, daß man noch ganz anders den N Verlust stoppen kann. Das zu berichten ist hier zu lange. Aber auf meinen Feldern hat mich ein Archäologe darauf gebracht. Allerdings hat die Wissenschaft eine Begleitung des Versuches bisher abgelehnt (ich bin kein Esoteriker so nebenbei und glaube an die Wissenschaft und deren Erkenntnisse und nicht an Hirngespinnste). So kann ich hier nur mit den eigenen Subjektiven, und daher nicht Nachweisbaren Werten aufwarten. Ich habe ganz einfach Pflanzenkohle ausprobiert und bin von einem Anwohner gefragt worden, wann ich auf dem Feld Gülle fahre. Würde sagen, zumindest Geruchsmäßig ein Vorteil, wie mir heuer diese Person ohne Hintergrundwissen bestätigt hat. In wie weit nun die N Werte von Ammoniak zu organisch N gewandert sind, werden die Untersuchungsergebnisse der Gülleproben liefern. Diese Methode erscheint mir persönlich derzeit besser und vor allem auch billiger als diese schweren Gülleverteiler. Und man würde mit dieser Methode, sofern sich die ersten Eindrücke über längere Zeit bestätigen, effektiv das Übel an der Wurzel packen und so nebenbei noch was für die Bodenstruktur machen. Aber ob das Politisch gewollt ist, steht halt auf einem anderen Blatt. Denn hier hätten die Bauern Vorteile und nicht die Landmaschinenfirmen

von Harald Finzel

Postillon?

Die Überschrift hätte der Postillon nicht besser hinbekommen: Gerade bei kleinen Betrieben entlasten die Kosten für eine bodennahe Gülleausbringung das Bankkonto ganz enorm. Bei manchen sogar so weit, dass sie ihren Betrieb für immer dicht machen.

von Albert Maier

Milchmädchenrechnung!

Die Realität sieht anders aus: Wenn bei Eigenmechanisierung (Prallteller) optimale Ausbringzeitpunkte genutzt werden können, sind die Ausbringverluste auf 30% zu drücken. Bei überbetrieblicher Schleppschlauchtechnik und durchschnittlich ungünstigeren Ausbringzeitpunkten betragen die Verluste 52% bei gleichzeitig problematischer Futterverschmutzung!

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