Forscher wollen Pflanzen fit für den Klimawandel machen

Ein Forscherteam der Universität Würzburg arbeitet derzeit daran, Gerste zu züchten, die auch bei Hitze und Trockenheit gute Erträge liefert. Das Projekt ist Teil des neuen bayerischen Verbundes „BayKlimaFit - Strategien zur Anpassung von Kulturpflanzen an den Klimawandel“.

Getreidefeld (Bildquelle: Archiv)

Ein Forscherteam der Universität Würzburg arbeitet derzeit daran, Gerste zu züchten, die auch bei Hitze und Trockenheit gute Erträge liefert. Das Projekt ist Teil des neuen bayerischen Verbundes „BayKlimaFit - Strategien zur Anpassung von Kulturpflanzen an den Klimawandel“.

Ziel des Vorhabens ist es laut Hochschulangaben, Nutzpflanzen züchterisch so zu verbessern, dass sie besser mit Wasser haushalten können und dadurch unempfindlicher gegen Trockenheit und Hitze sind. Damit sollten Ernteeinbußen oder sogar ‑ausfälle vermieden werden, mit denen im Zuge des Klimawandels zu rechnen sei.

Zunächst wollten die Wissenschaftler an einer Referenzsorte herausfinden, welche molekularen Schalter in der Pflanze für das Wassermanagement bei Hitze und Trockenheit zuständig seien. Gleichzeitig starteten Feldversuche in Freising, und zwar in Kooperation mit der dort beheimateten Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Beteiligt seien außerdem die Universität Erlangen-Nürnberg und verschiedene Saatzuchtfirmen.

Bei den Feldversuchen würden aus rund 100 Zuchtlinien der Gerste besonders stresstolerante und -empfindliche Sorten aufgespürt, erläuterte die Universität Würzburg. Über den Vergleich dieser Linien mit der Referenzsorte wollten die Forscher dann mögliche Markergene für Hitze- und Trockentoleranz identifizieren und den beteiligten Firmen für die Zuchtauswahl zur Verfügung stellen. Gentechnisch veränderte Pflanzen seien dabei nicht das Ziel, stellte die Hochschule klar. Vielmehr sollten die Züchter anhand der Markergene gezielt die gewünschten Eigenschaften in ihren vorhandenen Sorten selektieren können. Finanziert wird BayKlimaFit vom bayerischen Umweltministerium; an das Würzburger Projekt gehen rund 260 000 Euro.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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