Klimaanpassungsfähigkeit von Weizen in der EU lässt nach

Die Ertragsleistungen von Weizen hat sich bei anhaltendem Regen als instabil erwiesen. Forscher warnen daher, dass die heutigen Weizensorten Schwächen bei der Anpassung an die kommenden Witterungsbedingungen aufweisen.

Die Fähigkeit von Weizen, sich an den Klimawandel in den EU-Ländern anzupassen, hat in den vergangenen fünf bis 15 Jahren überwiegend abgenommen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die von europäischen Wissenschaftlern durchgeführt wurde.

Demnach gewährleisten die aktuellen Zuchtprogramme und das Vorgehen bei der Sortenselektion - unter anderem auch in Deutschland - meist keine ausreichende Vorbereitung auf Klimaschwankungen. Vor allem die Ertragsleistungen der Pflanzen bei reichlichem Regen hätten sich als instabil erwiesen. Züchter, Saatgut- und Weizenhändler und Farmer widmeten dem Thema zu wenig Aufmerksamkeit, kritisierten die Forscher mit Blick auf die Ernährungssicherheit. Deshalb seien in den einzelnen Ländern und im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union neue Anreize und Regeln für mehr Sortenvielfalt erforderlich.

Die Studie mit dem Titel „Decline in climate resilience of Eruopean wheat“ wurde am 24. Dezember 2018 im Wissenschaftsmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America“ (PNAS) veröffentlicht.

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Diskussionen zum Artikel

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von Paul Siewecke

Anpassung der Sorten...

Wenn man in der Sortenvermehrung die Pflanzen jedes Jahr aufs neue verhätschelt und nur auf möglichst hohes TKG aus ist (dann muss der Bauer mehr Masse kaufen, der braucht ja Körner je m²!), dann passiert genau so etwas: Frosthärte, Trockentoleranz und Nässetoleranz nehmen sukkzessive ab. Da helfen auch keine noch so guten PSM mehr....

von Gerhard Steffek

Stimme Wilhelm Grimm voll zu-

da ich im regenreichen Süden zu Hause bin, weiß ich aus eigener Erfahrung das Weizen besonders bei hohen Niederschlägen einen guten Fungizidschutz braucht. Wenn es u.U. jede Woche regnet, schwül-warm ist, dann hilft nicht einmal die beste ökologische Anbaumaßnahme nach Demeter, Naturland oder gar Mondphasen. Das Getreide bekommt seinen Pilz. Ich habe einmal bei zwei Kollegen deren Weizen- und Gerstenfelder gedroschen, die komplett schwarz waren vor lauter Mehltau. Wer so etwas mal mitgemacht hat, weiß was Pflanzenschutz bedeutet. Einer Bekannten die mal sagte, sie hätte immer so ein ungütes Gefühl, wenn sie sieht wie die Bauern spritzen, hielt ich mal so eine schwarze Ähre unter die Nase und wünschte ihr guten Appetit. Seitdem ist Ruhe. Ihr Kommentar dazu war: So was will man auch nicht gerade Essen. Es ist dann aber nicht nur der Fungizidschutz. Auch die Unkrautbekämpfung funktioniert nicht mehr "biologisch". Was soll es denn bringen zu hacken, oder zu striegeln, wenn am nächsten Tag schon wieder Regen kommt? Es ist vergebliche Liebesmüh, denn das Unkraut wächst weiter. Noch dazu kommt man in das nasse Feld nicht rein ohne erheblichen Schaden zu verursachen. Egal ob man dann Getreide, Mais, Kartoffeln oder Rüben anbaut. Das sollen erst einmal diese "siebengescheiten Besserwisser" vormachen. Schulze und Co. würden schnell "katholisch" werden, müßten sie es besser machen. Frei nach Konfuzius: Es gibt drei Wege zu lernen: durch nachahmen, daß ist das Einfachste, durch nachdenken, das ist das Edelste, durch eigene Erfahrung, das ist das Bitterste... Laßt Schulze und Co. mal ran, ihre eigenen Erfahrungen machen - aber die beschränken sich lieber nur auf dummes Geschwätz

von Volker Niemeyer

Überflüssige Diskussion!

Nach Daten des IPCC und des Deutschen Wetterdienstes gibt es seit 150 Jahren keinerlei Neigung zu mehr Extremwetterlagen. Alles ist ganz normal! Alles was uns für die Zukunft prophezeit wird, hat als Grundlage Computersimulationen, die bereits die letzten 20 Jahre falsch vorhergsagt haben.

von Wilhelm Grimm

Weizen braucht Sonne und gute Fungizide.

Aber gerade die Fungizide stehen auf der Abschusslinie der Politik. Das kann die Politik ändern, aber unsere Parteien zeigen sich unfähig.

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