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Kühler Boden: Mit Maisaussaat besser noch warten

Die gegenwärtigen Wetterprognosen deuten auf eine Nord-Ostströmung mit trockenen aber kühleren Temperaturen hin. Daher muss mit Nachtfrösten und dadurch bedingt sinkenden Bodentemperaturen gerechnet werden, die für den empfindlichen Maiskeimling gefährlich werden.

Nach Angaben der Agrarmeteorologischen Forschungsstelle des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Braunschweig hat die Bodentemperatur im Osten Deutschlands flächendeckend Werte von 10 °C und mehr erreicht. Wie das Deutsche Maiskomitee e. V. (DMK) mitteilt, liegt die Bodentemperatur im Norden und Westen sowie in Bayern ebenfalls über dem für die Maisaussaat kritischen Wert von 8 °C. Lediglich in den Höhenlagen und in weiten Teilen Baden-Württembergs liegt die Bodentemperatur knapp unter 8 °C.

Die gegenwärtigen Wetterprognosen des DWD bis Mitte April deuten jedoch auf eine Nord-Ostströmung mit trockenen aber kühleren Temperaturen hin. Daher muss mit Nachtfrösten und dadurch bedingt sinkenden Bodentemperaturen gerechnet werden, die für den empfindlichen Maiskeimling gefährlich werden. Daher sollte mit der Aussaat noch bis nach der zweiten Aprildekade gewartet werden, siehe Abbildungen zur Vorhersage der Bodentemperatur und –feuchte am 16. April 2019 des Deutschen Wetterdienstes, Zentrum für Agrarmeteorologische Forschung, Braunschweig.

Durch die Trockenheit im Jahr 2018 sind die Wasservorräte im Boden noch nicht wieder komplett aufgefüllt. Diese liegen im Osten gegenwärtig zwischen 30 und 80 % nutzbarer Feldkapazität (nFK), in Süddeutschland bei 50-80 % nFK. Die ergiebigen Regenschauer der letzten Wochen haben die Wasservorräte insbesondere an der Nordseeküste und den Westdeutschen Bundesländern wieder aufgefüllt, diese liegen fast flächendeckend oberhalb von 80 % nFK, in Niedersachsen teilweise über 105 % nFK. Die vorhergesagte trockene Witterung wird allerdings weiter an den Wasservorräten zehren.

Aussichten (Bildquelle: DWD)

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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