Ratgeber

Mais: Mehrertrag dank variabler Aussaatstärke Premium

Je besser die Maissorten und Aussaatstärken an die Flächenverhältnisse angepasst sind, desto höher ist das Ertragspotenzial. Wir haben uns umgehört, wie viel Musik in diesem Thema steckt.

Seitdem wir die Aussaatstärke und Sorte exakt auf die Bedingungen der Teilflächen abstimmen, ernten wir rund 10% mehr Mais“, so Landwirt Christian Beckmann aus Höne im niedersächsischen Dinklage. Der Landwirt bewirtschaftet einen 85 ha Gemischtbetrieb und baut auf Sand- bis sandigen Lehmböden rund 45 ha Mais an.

Um die variable Aussaat technisch umsetzen zu können, arbeitet er mit dem Lohnunternehmen Hubert Schillmöller aus Bakum im Kreis Vechta zusammen. Doch wie funktioniert das System genau?

Karten zeigen Ertragsunterschiede

Zunächst geht es darum, Karten zu erstellen, welche die Ertragsunterschiede innerhalb der Schläge möglichst genau aufzeigen – das ist die Voraussetzung für variables Säen. „Wir haben von allen Flächen recht umfangreiche Bodenkarten erstellt, die neben den Bodenarten auch Parameter wie nutzbare Feldkapazität und Kationen-Austauschkapazität zeigen“, so Beckmann. „Mit dieser einmaligen Bestandsaufnahme erhält man einen sehr guten Überblick über seine Flächen.“ Bei den Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalten (Lufen) kosten die Karten – je nach Untersuchungsumfang – rund 100 €/ha.

Allerdings, so Adrian Beverborg vom Lohnunternehmen Schillmöller, reichen für das Umsetzen der variablen Aussaat die Ertragskarten aus. Je mehr Karten, desto genauer lassen sich unterschiedliche Ertragszonen auf den Flächen erkennen.

Eine zusätzliche Hilfe können auch Biomasse-Karten von Sentinell-Satelliten oder Drohnen-Karten sein. Anhand von hellen und dunklen Stellen zeigen sie das Ertragspotenzial der Teilflächen an.

Die ...

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