Biomassehof veredelt Hackschnitzel Premium

Im Bergischen Land ver-arbeiten BiomassehöfeWaldholz zu hoch-wertigem Brennholz und Hackschnitzeln. Das nutzt auch den privaten Wald-besitzern. Auf dem Biomassehof der Energiegenossenschaft Lieberhausen ist heute viel Betrieb. Ein Radlader füllt frische Waldhackschnitzel in einen Container. Monteure richten die neue Sternsiebmaschine. Und Bernd Rosenbauer koordiniert das Aufstellen der neuen Trocknungscontainer. „Die Nachfrage nach Energieholz ist in den letzten Jahren stark gewachsen, wir investieren jetzt noch einmal kräftig, um den ständig wachsenden Markt mit seinen gestiegenen Qualitätsanforderungen bedienen zu können“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Energiegenossenschaft Lieberhausen (EGL) in der Nähe von Gummersbach im Bergischen Land (Nordrhein-Westfalen). Die EGL betreibt seit 2001 ein Holzheizwerk und versorgt damit 91 von 106 Häusern in dem kleinen Bioenergiedorf mit 330 Einwohnern. Im Jahr 2004 hatte die EGL eine Lagerhalle für die eigenen Hackschnitzel errichtet. „Aber dann haben immer mehr kommunale Heizwerke nach Hackschnitzeln gefragt, weshalb wir nach und nach auch in den Energieholzverkauf eingestiegen sind“, berichtet Rosenbauer. Mit der Nachfrage sind auch die Ansprüche der Kunden gestiegen. Denn die ungesiebten Hackschnitzel aus Kronen- oder Industrieholz besitzen jede Menge Feinanteile, aber auch Übergrößen. Auch haben die Schnitzel bei Lufttrocknung in der Halle immer noch einen Restfeuchtegehalt von 35 %. Nicht alle Hackschnitzelheizungen kommen damit klar, musste Rosenbauer feststellen. „Damit die Anlagen möglichst störungsfrei, verschleißarm und sauber laufen, wollten die Kunden gesiebtes und getrocknetes Material“, schildert er. Seitdem siebt die EGL die Hackschnitzel vor der Trocknung. Die neue Sternsiebmaschine für 320 000 € holt Feinanteile und Übergrößen heraus. Eine Magnetwalze fischt zudem noch Metallgegenstände heraus. Das Feinmaterial will Rosenbauer zu Briketts oder Pellets pressen, eine Maschine dafür soll demnächst installiert werden. Die Übergrößen verheizt die EGL in der eigenen Anlage. „Damit haben wir eine optimale Verwertung auch von diesem Material sichergestellt“, beschreibt ...

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