Faktencheck: CO2-Einsparungen der Energiewende Premium

Immer wieder argumentieren Kritiker, dass mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland kein Gramm CO2 eingespart werde. Schuld seien fossile „Schattenkraftwerke“, die wegen der unregelmäßigen Stromerzeugung von Wind- und Photovoltaikanlagen weiter kontinuierlich am Netz seien.

Immer wieder argumentieren Kritiker, dass mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland kein Gramm CO2 eingespart werde. Schuld seien fossile „Schattenkraftwerke“, die wegen der unregelmäßigen Stromerzeugung von Wind- und Photovoltaikanlagen weiter kontinuierlich am Netz seien. Außerdem würde die Stromerzeugung nach dem Ernerneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht zur CO2-Einsparung beitragen, sondern sie lediglich in andere Sektoren bzw. europäische Länder verlagern, kritisiert beispielsweise die Expertenkommission „Forschung und Innovation“ der Bundesregierung. Die Begründung: Produzieren erneuerbare Energien mehr Strom, sinkt der Verbrauch von fossilen Brennstoffen und damit auch von Emissionszertifikaten nach dem europäischen Zertifikatehandel. Die frei werdenden Zertifikate könnten dann verwendet werden, um in anderen Industriezweigen mehr CO2 auszustoßen. Unterm Strich würde der CO2-Ausstoß also gleich bleiben. Wir sind der Kritik auf den Grund gegangen und haben Experten dazu befragt. Folgende Argumente widerlegen die Argumente: Nach den jährlichen Auswertungen des Umweltbundesamtes sinken die Gesamtemissionen im deutschen Stromsektor auch im europäischen Umfeld trotz steigendem Stromverbrauch seit Jahren. Und das, obwohl die erneuerbaren Energien zurzeit vor allem Strom aus Atomkraftwerken ersetzen, die wenig CO2-Emissionen verursacht haben (https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/emissionsbilanz-erneuerbarer-energietraeger). Laut Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) sorgen sinkende Volllaststundenzahlen bei Kohlekraftwerken für steigende Kosten. Auch würden Kohle- und Zertifikatekosten ansteigen. Künftig werden sich laut Fraunhofer ISE nicht die günstigsten Kraftwerke durchsetzen, sondern diejenigen, die sich am flexibelsten an- und abfahren lassen. Das wären Gaskraftwerke, die weniger CO2-Emissionen verursachen als Kohlekraftwerke (https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/2018/studie-zu-stromgestehungskosten-photovoltaik-und-onshore-wind-sind-guenstigste-technologien-in-deutschland.html) Kohlekraftwerke laufen auch ...

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