Biogas

Biogas und Wasserstoff können die Hälfte des importierten Erdgases ersetzen Premium

Eine vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) beauftragte Studie sieht großes Potenzial für Biogas und Power-to-Gas als Grundpfeiler für die Energiewende.

Mit einem inländischen Erzeugungspotenzial von bis zu 414 Terawattstunden (TWh) können regenerative Gase in allen Sektoren dazu beitragen, die Klimaschutzziele in Deutschland schnell, sicher und kosteneffizient zu erreichen. Erneuerbarer Strom und klimaneutrale Gase könnten die Grundpfeiler der zukünftigen Energieversorgung bilden. Je nach Menge der Biogasproduktion und der installierten Leistung von Power-to-Gas-Anlagen kann das Potenzial zwischen 214 und 414 TWh schwanken. Das entspricht knapp der Hälfte des aktuellen Gasbedarfs in Deutschland, der heute zu über 90 Prozent importiert wird. Das sind die Kernergebnisse einer vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) beauftragten Studie des unabhängigen Energieberatungsunternehmens Navigant/Ecofys.

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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Diskussionen zum Artikel

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von Peter Held

Schneckentempo

Die Wasserstofftechnologie sei praxisreif so ist es an vielen Stellen zu lesen, aber wir kommen nicht recht voran. Im Norden werden wir aufgrund von Stromüberschüssen dauernd heruntergeregelt und abgeschaltet. Die Entschädigungszahlungen wären weitaus sinnvoller und akzeptanzfördernder in die Entwicklung und Produktion von Wasserstofftechnologien investierbar. Im Grunde genommen vernichten wir permanent Energie! Leider ist mir bisher nicht bekannt wie der Ausbau von Produktionsstätten vorangetrieben wird - in SH haben wir nur 2-3! - , wie das Versorgungsnetz - das es bisher nicht gibt - ausgebaut werden kann und wie man die Produktionskosten in den Verkehrssystemen senken kann. Nach meinen Recherchen kostet ein PKW derzeit zwischen 60.000 bis 70.000 € und ähnliche Dimensionen gelten für die Anschaffung von Bussen und Bahnen. Da müssen die Stückzahlen rauf und die bisherige Förderung (Steuerbefreiung und Investitionskostenzuschuss durch den Staat) reicht noch nicht aus für eine Initialzündung in dem Wasserstoffproduktions- und Verbrauchssektor.

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