Energiefirmen fürchten feindliche Übernahmen

Deutsche Hersteller von Anlagen für Neue Energien fürchten feindliche Übernahmen durch Firmen aus dem Ausland.

Deutsche Hersteller von Anlagen für Neue Energien fürchten feindliche Übernahmen durch Firmen aus dem Ausland. Wie der Chef des Hamburger Windradbauers Nordex, Thomas Richterich, im Interview mit der Financial Times Deutschland (FTD) betont, könnte Deutschland damit technologische Errungenschaften verlieren und die jungen ihr enormes Wachstumspotenzial nicht ausschöpfen.

Nach Ansicht des Blattes gelte die Ökoindustrie als eine der wenigen Zukunftsbranchen, in denen deutsche Unternehmen zu den Weltmarktführern gehören, was das Interesse aus dem Ausland begründe. Erst kürzlich ist der Hamburger Windradbauer Repower von dem indischen Rivalen Suzlon komplett übernommen worden. Repower gilt etwa bei der zukunftsträchtigen Offshoretechnologie als einer der weltweit führenden Hersteller. Mit der jüngsten Übernahme des Erfurter Solarzellenherstellers Ersol durch den Stuttgarter Mischkonzern Bosch dürfte nach Ansicht von Analysten der Startschuss für weitere Akquisitionen gefallen sein, so die FTD.

Neuesten Spekulationen zufolge interessiere sich General Electric für den Solarzellenhersteller Solarworld. Auch andere ausländische Energietechnikkonzerne wie Alstom oder ABB gelten als mögliche Aufkäufer von Solarunternehmen. Auch Nordex galt lange als ein Übernahmekandidat.

Die junge deutsche Ökoindustrie profitiert vom weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien und verstärkten Investitionen in die Energieeffizienz. Bis zum Jahr 2030 könne die Branche mit einem Umsatz von rund 1000 Mrd. Euro sogar mehr Erlöse erwirtschaften als die Autoindustrie oder der Maschinenbau, prognostiziert die Unternehmensberatung Roland Berger in einer Greentech-Studie für Deutschland. Einer der Vorreiter ist die deutsche Windindustrie, die einen Anteil am Weltmarkt von knapp 30 Prozent hat. Aber auch in der Solartechnik gehört Deutschland noch zu den Spitzenreitern.

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