Hardegesen gewinnt Bioenergie-Bundesliga

Preise für Verdienste rund um nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie hat Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner gestern abend in Straubing überreicht. Preisträger waren u.a. die Schnell Zündstrahl Motoren AG, Ministerialdirigent a.D. Dr. Theodor Weber und die niedersächsische Stadt Hardegsen.

Auszeichnungen für Verdienste auf dem Gebiet der nachwachsenden Rohstoffe und der Bioenergie hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner gestern abend in Straubing im Rahmen des 21. C.A.R.M.E.N.-Symposiums überreicht: Der mit 10 000 Euro ausgestattete Förderpreis des Landwirtschaftsministeriums geht an Hans-Jürgen Schnell von der Schnell Zündstrahl Motoren AG & Co KG in Amtzell (Baden-Württemberg) für die Entwicklung eines Biogas-Blockheizkraftwerks mit einem sehr hohen elektrischen Wirkungsgrad von 47 Prozent. Hans-Jürgen Schnell habe durch eine ausgeklügelte Technik zur Nutzung der im Abgas von Motoren enthaltenen Bewegungsenergie einen enormen Fortschritt bei der Steigerung des elektrischen Wirkungsgrads von Biogas- Blockheizkraftwerken erreicht. Diese Leistungssteigerung sei durch eine dem Abgas-Turbolader nachgeschaltete Mikrogasturbine mit extrem hoher Drehzahl erzielt worden, die mit einem schnell laufenden Generator gekoppelt ist.

Den ebenfalls mit 10 000 Euro dotierten Ernst-Pelz-Preis erhält Dr. Theodor Weber aus Freising für seine Verdienste um die Verankerung der nachwachsenden Rohstoffe in der bayerischen und europäischen Agrarpolitik. Brunner lobte, dass Weber bereits 1990 das „Gesamtkonzept Nachwachsende Rohstoffe“ in Bayern etabliert habe, das noch heute die Grundlage der bayerischen Politik in diesem Bereich darstelle. Zur Umsetzung vernetzte er Wirtschaft, Politik und Verwaltung in der bayerischen Koordinierungsstelle C.A.R.M.E.N. e. V. „Als Referent für Agrarforschung und nachwachsende Rohstoffe im bayerischen Landwirtschaftsministerium leistete Weber einen maßgeblichen Beitrag dazu, dass der Freistaat heute eine Spitzenstellung im Bereich nachwachsende Rohstoffe in Deutschland und Europa einnimmt“, betonte Brunner bei der Preisverleihung.

Sieger in der Bioenergie-Bundesliga-Saison 2012/2013 mit einem Preisgeld von 3 000 Euro wurde die Stadt Hardegsen in Niedersachsen. Hardegsen hat durch den Zubau eines weiteren Wärmenetzes an einer insgesamt stark biomasseorientierten Energieversorgung die Spitzenposition errungen. Den zweiten Platz mit einem Preisgeld von 2 000 Euro erreichte die Gemeinde Stephanskirchen (Lkr. Rosenheim) und der dritte Platz mit 1 000 Euro Preisgeld geht an den Markt Eichendorf (Lkr. Dingolfing-Landau). Weitere Informationen zu diesem bundesweiten Wettbewerb gibt es unter www.bioenergie-bundesliga.de
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