Agrophotovoltaik

Landwirtschaft unter dem Solardach Premium

Agrophotovoltaik hat großes Potenzial in Deutschland. Doch noch kämpft die Branche gegen viele Hürden, zeigte die Abschlusstagung das bislang größten Forschungsprojekts dazu am 6. Mai in Berlin.

Solarfreiflächenanlagen oder Ackerbau? Schon länger erhitzt diese Frage die Gemüter. Einerseits sind Freiflächenanlagen dringend nötig, damit Deutschland die Energiewende schafft. Der Bundesverband Erneuerbare Energien geht in seinem Szenario für den von der Bundesregierung geplanten Anteil von 65 % erneuerbarer Energien im Stromsektor davon aus, dass ab dem Jahr 2021 jährlich 10.000 Megawatt (MW) neue Solarstromleistung dazu gebaut werden muss. Laut Bundesverband Solarwirtschaft wird die Hälfte davon über Dachanlagen, die andere Hälfte mithilfe von Freiflächen bereitgestellt werden.

Andererseits gehört der großflächige Bau von bodennahen Solarmodulen auf Ackerflächen aus Sicht der Landwirtschaft genauso zum Flächenfraß wie der Bau von Straßen oder Parkplätzen.

Agrophotovoltaik bringt Solar- und Landwirtschaft unter einen Hut

Abhilfe könnte die sinnvolle Kombination von Photovoltaik und Landwirtschaft bietet. Bei dieser „Agrophotovoltaik“ (APV) nutzt man die Vorteile beider Verfahren: Die auf höheren Gestellen montierten Solarmodule beschatten die landwirtschafltichen Kulturen und verbessern den Wasserhaushalt und produzieren gleichzeitig günstigen Strom zur Versorgung des Betriebes – soweit die Theorie. Aber wie sieht das in der Praxis aus? Für welche Landnutzung ist das interessant und welche Herausforderungen gibt es bei der praktischen Umsetzung? Mit diesen Fragen hat sich ...

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Mit der Agrophotovoltaik sollen sich gleichzeitig Strom und Nahrungsmittel auf einer Fläche erzeugen lassen. Mit dem neuen Konzept wollen Wissenschaftler der Diskussion um Landnutzungskonkurrenz ...

Im Jahr 2018 konnten die Landwirte der Demeter-Hofgemeinschaft Heggelbach zum zweiten Mal ihre Ernte unter der Agrophotovoltaik-Anlage einholen. Trotz der Hitze waren die Erträge sehr hoch.

Ein Pilotprojekt zur Agrophotovoltaik zeigt nach einem Jahr, dass auf einer Fläche sowohl Nahrungsmittel, als auch Strom geerntet werden können.

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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Diskussionen zum Artikel

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von Jan-Klaus Gerken

Warum Flächenfraß?

APV ist eine gute Idee. Normale Freiflächen PV möchte ich aber auch nicht verteufeln. Sind wir verpflichtet Nahrungsmittel spottbillig zu erzeugen? Wenn dadurch die Fläche für Tierfutter, Getreide oder Gemüse knapp wird, bekommt dies vielleicht endlich mal einen Preis, der angemessen ist. Bei Freifläche bleibt das Land beim Landwirt und sichert sein Einkommen. Auch bei Dürre!

von Christian Bothe

Photovoltaik

Klingt auf jeden Fall sinnvoll und ist besser als LN mit normalen Modulen ebenerdig zu beschicken und man schlägt „2 Fliegen mit einer Klappe.“Ich bin sowieso ein Fan von der Solartechnologie insbesondere auf Dächern und habe bereits 2001 2000m2 Panels auf einer Lagerhalle montieren lassen (207kwp). Die Anlage arbeitet bis heute ohne größere Ausfälle(Marderverbiss). Besser in die Landschaft passend als diese unsäglichen Windmühlen...

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