Stromnetz

Neue Stromleitung bringt Windstrom in den Süden

Tennet verlegt eine 30 km lange Höchstspannungsleitung von Wilhelmshaven nach Conneforde (Landkreis Ammerland). Auf rund 5,3 Kilometer Länge wird die Leitung in zwei Teilabschnitten als Kabel unter der Erde verlegt.

Den symbolischen ersten Spatenstich zum Bau des Netzausbauprojektes Wilhelmshaven – Conneforde (Landkreis Ammerland) haben am 8. November gemeinsam TenneT-Projektleiterin Dr. Maren Bergmann sowie Rolf Neuhaus, zuständiger Fachbereichsleiter beim Landkreis Friesland, und Wilhelmshavens Bürgermeister Andreas Wagner ausgeführt. 
 (Bildquelle: Tennet)

Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT baut im Norden Niedersachsens eine neue 380-kV-Leitung zum Abtransport von Windstrom gen Süden. Nach Fertigstellung der Leitung wird die elektrische Energie über das neu zu bauende Umspannwerk Fedderwarden (Wilhelmshaven) zum Umspannwerk Conneforde im Landkreis Ammerland transportiert. Geplant ist, dass Leitung und Umspannwerk im Jahr 2020 in Betrieb gehen.

Auch Erdkabel auf 5,3 km

Die neue Leitung wird rund 30 Kilometer lang werden und 60 Freileitungsmasten umfassen. Auf rund 5,3 Kilometer Länge wird die Leitung in zwei Teilabschnitten als Kabel unter der Erde verlegt. Dafür wird TenneT vier Kabelübergangsanlagen herstellen.

Der Abschnitt ist laut Tennet wichtig für den Anschluss von Strom aus den windreichen Küstenregionen Niedersachsens wie auch für dessen Abtransport in Richtung der verbrauchsstarken Räume im Süden und Westen Deutschlands.

Neun Informationsveranstaltungen für die Bürger

Mit umfangreicher Bürgerbeteiligung war es gelungen, die Belange der Menschen vor Ort in die Planungen einzubinden. Zahlreiche Hinweise konnten in die Planung einfließen. Dazu gehörten Anwohnergespräche und Informationsveranstaltungen. TenneT hat in drei Jahren neun Informationsmärkte entlang der Trasse veranstaltet und zahlreiche Einzelgespräche geführt. Dies geschah, um Transparenz in der Planung zu schaffen und Bürger sowie Träger öffentlicher Belange wesentlich stärker zu beteiligen als es das formelle Beteiligungsverfahren vorgeschrieben hätte.

Die 380-kV-Leitung ist eines der deutschen Pilotprojekte für die Teilerdverkabelung im Drehstrombereich und ist im Bundesbedarfsplan ausgewiesen. Zwischen den Umspannwerken Fedderwarden und Conneforde umfasst die rund 30 Kilometer lange Trasse zwei Erdkabelbereiche.

Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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