Windenergie

Neue Studien: Abstand zu Drehfunkfeuern überzogen Premium

Wie Untersuchungen in anderen Ländern zeigen, sind Abstände von 15 km von Windparks zu UKW-Drehfunkfeuern zwecks Flugsicherung völlig überzogen.

Derzeit geltende Abstandsregelungen für Windenergieprojekte zu UKW-Drehfunkfeuern der Deutschen Flugsicherung sind deutlich zu hoch. Das zeigen zwei Kurzstudien, die der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) veröffentlicht hat. Neben den Hindernissen in den Bereichen Regionalplanung sowie Natur- und Artenschutz stellen Schutzbereiche um Drehfunkfeuer einen bedeutenden Einschnitt in die für den Windenergiezubau zur Verfügung stehende Flächenkulisse dar. Dies müsse nicht zuletzt angesichts der abnehmenden Bedeutung von UKW-Drehfunkfeuern dringend geändert werden, fordert der Verband.

UKW-Drehfunkfeuer (DVOR - Doppler Very High Omnidirectional Radio Range und VOR - Very High Omnidirectional Radio Range) gehören zu den bodengestützten konventionellen Funknavigationsanlagen. Sie werden von den Luftraumnutzern zur Positionsbestimmung im Rahmen von Instrumentenflugverfahren verwendet.

Abstände verursachen Genehmigungsstau

Die aktuelle Abstandsregelung ist laut BWE eine der Ursachsen für den aktuellen Genehmigungsstau: Eine BWE-Abfrage aus dem Jahr 2015 kam etwa zu dem Ergebnis, dass 2.300 MW Windenergieleistung wegen Drehfunkfeuerkonflikten nicht realisiert werden konnten. Aufgrund der hohen Brisanz der Problematik hat der BWE in Zusammenarbeit mit dem ...

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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