Ölförderung

Opec-Einigung: Heizölpreise dürften steigen

Die Ölpreise steigen angesichts der Aussicht auf ein verlängertes Förderlimit. Der Barrel-Preis für das in den USA geförderte Öl der Marke WTI kletterte zeitweise über die Marke von 60 Dollar.

Das Ölkartell Opec hat sich am Montag auf eine Verlängerung der gemeinsamen Erdöl-Förderlimits um neun Monate bis 31. März 2020 geeinigt. Dass die 24 Staaten umfassende „Opec+“-Runde inklusive Russland der Strategie der Opec folgt, gilt als Formsache, meldet die dpa.

Zuvor hatten sich Russland und Saudi-Arabien beim G20-Gipfel im japanischen Osaka auf ein gemeinsames Vorgehen und weitere Förderbegrenzungen geeinigt. Analysten rechnen damit, dass die Verlängerung der Förderlimits zu höheren Preisen beim Kauf von Heizöl und Benzin führen wird. Der weltweite Ölmarkt wird im zweiten Halbjahr 2019 voraussichtlich unterversorgt, prognostizierte die Internationale Energieagentur (IEA) mit Sitz in Paris.

Die aktuellen Förderlimits der Opec+-Runde sind seit Dezember 2018 in Kraft. Nach langen Verhandlungen hatten sich die Kooperationspartner damals darauf verständigt, 1,2 Millionen Barrel (159 Liter) Öl pro Tag weniger als im Oktober 2018 aus dem Boden zu pumpen. Diese Kürzung wurde in den vergangenen Monaten nach Angaben der IEA übererfüllt. Der Ölpreis bewegte sich in dieser Zeit wild auf und ab, stieg zuletzt aber wieder. Am Montagabend kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 65,19 US-Dollar nach zwischenzeitlich 66,75 US-Dollar am Montagmorgen.

Die Redaktion empfiehlt

Das Umweltbundesamt empfiehlt höhere Steuern auf Kraftstoffe und Heizöl, um den CO2-Ausstoß zu verringern bzw. für dessen Ausstoß Steuergeld einzunehmen. Strom soll dagegen günstiger werden.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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