Klimaschutz

Schulze schlägt CO2-Steuer mit Klimaprämie vor

CO2 braucht einen Preis. Da sind sich die Experten einig. Umweltministerin Schulze sieht das auch so und will den Bürgern, die beim Verkehr und beim Heizen auf CO2-Reduktion setzen, eine Prämie zahlen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) schlägt eine schrittweise Einführung eines CO2-Preises im Verkehr und beim Heizen vor. Presseberichten zufolge will sie die Mehrbelastung aber mit einer "Klimaprämie" für die Bürger ausgleichen.

Demnach ist sie überzeugt, dass die Politik einen CO2-Preis sozial gerecht gestalten könne. Eine Klimaprämie sei dafür das beste Instrument. Im Durchschnitt bekomme ein Haushalt dann zurück, was er eingezahlt habe. Wer sich für ein klimafreundlicheres Verhalten entscheide, mache ein Plus.

Notwendig ist nach Ansicht Schulzes eine CO2-Steuer, weil es bislang in den Bereichen Verkehr und Wärme noch nicht genügend Preisanreize für einen Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen gebe. Deutschland droht seine Klimaziele für 2030 zu verfehlen.

Twitter-Eintrag (Bildquelle: Screenshot)

Ein konkretes Modell zur CO2-Bepreisung schlug sie am Freitag jedoch nicht vor. Spiegel Online nennt als mögliche Ansätze Steuern, Abgaben oder auch die Ausweitung des Handels mit Emissionszertifikaten, wie es ihn in der EU schon für die Energiewirtschaft und Teile der Industrie gibt. Letzteres sei aber kurzfristig nicht realistisch.

Die Gremien von CDU und CSU sollen am 16. September die endgültigen Beschlüsse fassen. Kommende Woche werden die sogenannten Wirtschaftsweisen ihr Sondergutachten zur CO2-Bepreisung vorstellen.

Deutschland beschreitet mit der Einführung eines CO2Preis keinen nationalen Alleingang, sondern reiht sich ein in die wachsende Zahl auch europäischer Nachbarstaaten, die einen solchen Weg bereits erfolgreich beschreiten oder planen – wie diese Karte zeigt: (Bildquelle: Bundesumweltministerium)

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Andreas Schlueter

Wieder eine so genannte Ökosteuer

Da wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben mit der sich irgend ein Politiker oder Partei profitieren will. Die Wahrheit ist wie kann ich das Volk weiter abzocken. Ich könnte Kotzen über diesen Aktionismus, rennen hinter Meinungen von möchtegern Ökos her wie kleine Kinder.

von Michael Behrens

Ablasshandel für die Klima Religion im 21. Jahrhundert!

Die Eliten und Elitären werden weiterhin sich alles erlauben, mit der CO2 Abgabe werden Sie sich frei kaufen von den Umweltsünden! Ottonormal wird geknechtet bis zum geht nicht mehr! Geschichte wiederholt sich!

von Tobias Rausch

Luft

Aus Luft Geld machen, das kann nicht jeder!

von Alexander Audrit

Und schön weiter...

...dem arbeitenden Bürger das Geld aus der Tasche ziehen. Als ob der Staat dem Bürger mehr zurück geben würde als er zuvor genommen hat. Das ich nicht lache....weiter so! Das ganze wird mit Sicherheit wieder ein Bürokratiemonster. Erst wenn alle die Spinnerei dieser Ökofaschisten am eigenen Leib erfahren wir sich etwas ändern. Weiter so Deutschland! Wir schaffen uns ab und retten damit das Klima.

von Erwin Schmidbauer

Schritte

Was soll eine solche Steuer bringen? Die Preiserhöhungen daraus sind derart moderat, dass kaum jemand etwas ändern wird. Die, die es sich leisten können lachen darüber, fliegen weiter viel, fahren unnötig SUV und sonstige Verschwendungen. Manche bekommen einen Brosamen zurück, doch der geht weitgehend wieder für die Steuer drauf. Am Ende profitiert nur einer: die staatliche Verwaltung baut neue Stellen auf, die die Steuer erhebt, einzieht und wieder ausschüttet. Toller Erfolg!

von Jürgen U. Elke Dippel GbR

So ein Blödsinn kann man ja gar nicht bis zum Ende lesen

von Bernhard ter Veen

blödsinn ...

von Wegen Steuern eintreiben die an die BÜRGER zurückgezahlt werden... die einzigen welche aus dem eingetriebenen Milliardensack bedient werden sind die Politiker selbst und die Verwaltung. Dieser Posten ist im Haushalt der Allergrösste und derjenige welcher NICHT mehr zu wuppen ist für diese Niedriglohngesellschaft. Darum neues Steuergespenst her. wenn das Geld erstmal eingesammelt wird kräht kein Hahn mehr danach was damit gemacht wird. siehe Soli der schon LANGE abgeschafft werden sollte... Selbstbedienungsladen Deutschland... Neuwahlen her und weg mit dem Polittheater der Abzockabgeordneten.

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Klimawandel kennt keine Grenzen

Wenn Herr Esser meint, dass andere Länder das Beispiel Deutschlands übernehmen, dann irrt er!!!. Von den Ländern wo die größten CO² Schleudern stehen wird keines unserem Beispiel folgen. In der Bevölkerung dieser Länder ist der Klimawandel kein Thema und Hysterie ein Fremdwort!!!

von Christian Aukamp

Kerosinsteuer

Frau Schulze spricht von der Ausschüttung der CO2 Steuer als -Klimaprämie- für die Bürger . . . Wie war das denn damals mit der Mineralölsteuer: gedacht war diese für den Bau und Erhalt der Strassennetze in Deutschland - das Geld ist nie angekommen, die Strassen sind ein maroder Sanierungsfall ! Frau Schulze - ehrbare Ziele, aber glauben tut das keiner mehr! Wie wärs erst mal mit der Einführung einer Abgabe für Treibstoffe der Schifffahrt und Luftfahrt (Kerosin) ?!

von Heinrich Esser

CO2-Steuer

Wahrscheinlich dauert es noch Jahre, ehe eine solche Steuer eingeführt wird. Denn beide Regierungsparteien haben mehr Angst Wählerstimmen zu verlieren, als dieses Land voran zu bringen. Das Thema Klimaschutz ist nunmal zur Zeit das am meisten Diskutierte und wird es wohl auch noch auf Jahre bleiben, daher sind vermutlich auch die Grünen im Moment laut Umfragen stärkste Kraft. Der Klimaschutz muss nunmal jetzt verbessert werden und dazu gehört eine CO2-Steuer, dazu gehört eine Besteuerung von Kerosin und man muss sich weiter Gedanken um den Ausbau der Erneuerbaren machen. Und dass Deutschland auf das Weltklima kaum bis gar keinen Einfluss hat (so deute ich Ihre Aussage, Herr Toft), ist Unsinn. Jeder muss bei sich anfangen, sonst würde wählen zu gehen ja auch keinen Sinn machen, weil meine Stimme keine Entscheidung bringt.

von Willy Toft

Wir schaffen das, wieder eine Verteuerung der Produktion!

Und was bekommen wir für all die CO² "Verarbeitung" über die von uns angebauten Pflanzen? Ganz zu schweigen von der "Auswirkung", wenn DE es tatsächlich schafft den Ausstoß zu verringern, wie viel die "Welt" dann wohl besser dasteht?

von Ahrend Höper

Schulze schlägt CO2-Steuer....

Gut recherchierter Artikel Herr Deter, aber egal welchen und wo man einen Artikel über BUM Schulze ließt, sträuben sich einem sämtliche Nackenhaare! Leider hat diese Dame null Fachkompetenz und alles was sie von sich gibt ist pures nachplappern, meistens von ideologisch geprägten NGO Plattetüden. Schade, man dürfte doch von einer Ministerin auch mal eine eigene Meinung erwarten?

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