Zweites Leben für Biogasanlagen Premium

Rohstoffe für die Kunststoffproduktion, Trockeneis oder Fischfutter könnten künftige Produkte aus Biogasanlagen sein. Das zeigte die Tagung „Bioraffinerie – Schnittstelle zwischen Landwirtschaft und Chemie“ gestern in Straubing.

Autoreifen aus Löwenzahnkautschuk, Vanillearoma aus Holz, Milch aus Lupinen: Es gibt viele Verwertungspfade für Biomasse neben der Nutzung zu Futter, Nahrung oder Energie. Zur Produktion dieser Stoffe werden komplexe Anlagen benötigt, in denen aufwändige chemische Prozesse ablaufen. In Anlehnung an Erdölraffinerien, die den fossilen Rohstoff fast vollständig verwerten, wird dieser neue Anlagentyp Bioraffinerie genannt.

Rund 60 davon gibt es heute in Deutschland. Sie produzieren aus Rohstoffen wie Holz, Gras oder Biomüll wertvolle Rohstoffe für die chemische Industrie. Doch meist handelt es sich dabei um großtechnische Anlagen wie das Verbundunternehmen der Südzucker in Zeitz (Sachsen-Anhalt), bei dem eine Zuckerfabrik, eine Bioethanolanlage und eine Stärkefabrik  Energie- und Rohstoffströme optimal verknüpft sind.

Auch für Biogas interessant

Doch auch landwirtschaftliche Biogasanlagen könnten künftig zu Bioraffinerien werden, die aus Rohstoffen verschiedene Produkte herstellen und so die Wertschöpfung aus der Landwirtschaft erhöhen. Welche Möglichkeiten es dazu heute schon gibt und welche  in der Zukunft denkbar sind, zeigte gestern (13.3.18) die das 25. C.A.R.M.E.N.-Forum in Straubing mit dem Thema „Bioraffinerie – Schnittstelle ...

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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