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  1. #31

    Herr Wittke,

    ich weiß nicht, vor welchem Hintergrund Sie aufgewachsen und wessen Geistes Kind Sie sind. Ihr ständiger Namenszusatz "von der Memel" läßt da allerdings die eine oder andere Frage offen, da Sie sich weigern, diese zu beantworten.

    Ich weiß nicht, was Sie mir mit Erbhofmentalität vorwerfen wollen, da mein Mann und ich nicht in der glücklichen Lage waren, einen landwirtschaftlichen Betrieb zu erben. Wir haben ihn käuflich erworben, bzw. werden unseren Abtrag noch viele Jahre leisten.

    Dass Bauern über Generationen denken und so auch ihre "Produktionsfaktoren" wie den Boden so behandeln, finde ich keineswegs verwerflich.

    Ihre Unterstestellungen, Allgemeinplätze und Pauschalisierungen sind bisweilen wirklich unterträglich.

    Wenn Sie etwas über ihren Tellerrand hinaus schauen würden, dann würden Sie selbst von Ihrem kuschelig warmen Schreibtisch aus erkennen können, was uns die Studien der Rabobank sagen: in der gesamten Nahrungsmittelkette sind die Margen der Landwirte am weitaus niedrigsten. Wir brauchen uns doch nicht einzubilden, dass sich unsere Marktpartner für Mutter Theresa halten! Nein, sie wollen Geld an der Sache verdienen.

    Nur wir Landwirte, wir sollen unsere Kühe 365 Tage im Jahr für Spaß und "einen Gotteslohn" melken.

    Wer hat Ihnen eigentlich diesen Quatsch eingetrichtert?

    Kirsten


  2. #32

    Zitat Zitat von Kirsten Wosnitza Beitrag anzeigen
    Nur wir Landwirte, wir sollen unsere Kühe 365 Tage
    im Jahr für Spaß und "einen Gotteslohn" melken.
    Wer hat Ihnen eigentlich diesen Quatsch eingetrichtert?
    Kirsten
    Guten Abend Frau Wosnitza!
    Frau zu verstehen schein mir ein gar
    schwierig Ding zu sein.
    Wenn 150 000 Euro Lohn- und Zinsanspuch,
    wie im letzten Jahr, nur ein Gotteslohn sind,
    wo liegt dann nach Ihrer Sicht der Dinge
    der kostendeckende Milchpreis?
    MfG
    Klaus Wittke


  3. #33

    Herr Wittke,

    den "Gotteslohn" habe ich einfach mal Ihren eigenen Kommentaren entnommen. Ersparen Sie uns jetzt bitte die Suche, wo er überall schon vorgekommen ist.

    Dafür erklären Sie uns lieber, was Sie mit den 150 t Euro sagen wollen?

    In S-H lag der Gewinn bei 10,72 ct bei den Beratungsbetrieben. Bei Vollkostenbetrachtung immerhin bei + 1,5 ct wobei in den letzten beiden Jahren dieser Beitrag bei -4,55 und -6,53, der Gewinn bei 5,8 und 4,01 ct lagen.

    Und wer ein wenig Ahnung hat, der weiß auch, was nun mit dem schönen Gewinn passiert. Da werden keine Kreuzfahrten gemacht, sondern dringend notwendige Investitionen in Güllelager, Siloplattenrenovierung, Kälberställe getätigt.

    Wie viel Prozent schaffen es nach diesen Ausgaben noch die empfohlenen drei Milchgelder zur Risikominderung auf dem Konto zu haben?

    All das hat nichts mit Jammerei zu tun, sondern mit realistischer Betrachtung der Situation auf den Betrieben.

    Die Grundfutterleistung ist im Übrigen auf unter 4000 kg gesunken und die Kuhverluste sind gestiegen.

    Kirsten


  4. #34

    @Kirsten das hier fand ich aber auch interessant:
    Volatile Milchmärkte, hierzu sprach Herr Prof. Isermeyer (vTI, Braunschweig). Die Preisentwicklung auf dem Weltmarkt ist aus seiner Sicht revolutionär. So ist der Weltmarktmilchpreis derzeit doppelt so hoch wie vor 2005, wobei die EU-Milchproduktion heute am Weltmarkt angekommen ist (Touch-down). Er geht davon aus, dass die hohen Erdölpreise dazu führen, dass das gesamte Weltagrarpreisniveau künftig doppelt so hoch sein wird, wie in der Vergangenheit. Vom Erdölpreis leitet sich der Ethanolpreis ab, vom Ethanolpreis die Zahlungsbereitschaft für Mais, Zuckerrohr etc.. Das bedeutet hohe Agrarpreise, auch langfristig, obwohl nur sehr wenig Bioenergie gemessen am Weltenergiemarkt erzeugt wird. Anhaltend hohe Erdölpreise werden die Weltlandwirtschaft an ihre Leistungsgrenze bringen. D.h. die Weltagrarpreise und Milchpreise werden sich weiter günstig entwickeln. Der Strukturwandel bei den Molkereien geht weiter. Hohe Milchpreise bedeuten nicht zwangsläufig "mehr Milch in Deutschland", es zählen Preisrelationen und Biogas stört. Hier sollte aus Sicht von Herrn Prof. Isermeyer gegenüber der Politik deutlich gemacht werden, dass mit zu hoher Biogasförderung eine Gefahr für die Zukunft der Milcherzeugung besteht.


  5. #35

    Zitat Zitat von Kirsten Wosnitza Beitrag anzeigen
    Dafür erklären Sie uns lieber,
    was Sie mit den 150 t Euro sagen wollen?
    Kirsten
    150 000 Euro ist der mittlere Lohnanspruch
    im letzten Jahr (der 25% +) Milcherzeuger in
    SH für 2 bis 3 AK.
    Davon können zur Zeit auch noch Rücklagen
    gebildet werden.


  6. #36

    Zitat Zitat von klausjürgenwittke Beitrag anzeigen
    150 000 Euro ist der mittlere Lohnanspruch
    im letzten Jahr (der 25% +) Milcherzeuger in
    SH für 2 bis 3 AK.
    Davon können zur Zeit auch noch Rücklagen
    gebildet werden.
    Das scheint Dich aber echt zu wurmen, was? Brauchst nicht neidisch sein! Die Renten sind sicher!

    Was soll uns nun aber diese eine Zahl sagen? 150'000 Euro vor oder nach was? Ohne den dazugehörigen Rechenweg sagt diese Zahl doch überhaupt nichts aus!

    Da könnte ich genauso gut damit angeben, dass ich gedenke, in diesem Jahr 5 Millionen Euro zu investieren.
    Woher ich das Geld habe oder kriege sage ich aber nicht und auch nicht wann und wie oder ob ich das Geld jemals wieder reinbekommen/zurückzahlen werde (können)...
    Und nu? Bin ich nicht ein ganz toller Bauer? Investitionswillig wie Sau! Zukunftsorientiert wie nur was! Unternehmergeist par excellence!

    Traumtänzerei ist sowas! Wittke, Du fällst der Traumtänzerei anheim, wenn Du meinst, solch eine Zahl würde irgendetwas beweisen, aussagen oder bedeuten.

    Ich habe zwei Zahlen:
    Milchproduktion Vollkosten-Durchschnitt 2011: 43 Cent per Kilo
    Meierei- Auszahlungspreis- Durchschnitt 2011: 34 Cent per Kilo

    Ich wünsche Dir eine gute Nacht und süsse Träume. Nachrechnen bitte aber erst morgen, in ausgeschlafenem Zustand!


  7. #37

    Hallo Herr Wittke,

    in Ihrem vorletztenPosting waren die 150.000 noch Lohn- und Zinsanspruch. Ein feiner kleiner Unterschied. Nur Betriebsvermögen im Eigentum bringt noch keine Entlohnung und wenn da erst 3Mann werken ergibt sich eine verdammt schlechte Entlohnung. Also, erst Zinsanspruch abziehen dann Entlohnung auf die Knechte aufteilen und dann sich über ca. 4-5 Euro Stundenlohn freuen! In der Milchkuhhaltung. Ok die Besten haben 2 Euro mehr die Stunde und wenn sie 25 Stunden/ Tag arbeiten haben sie soviel Kohle, dass sie die gar nicht mehr ausgeben können, weil der Tag um is! Und am Sonntag zählen sie die Kohle anstatt zum Frühschoppen zu gehen!

    WK


  8. #38

    Herr Wittke,

    vor kurzem noch waren 150 t Euro bei Ihnen Lohn- und Zinsanspruch, jetzt nur noch Lohnanspruch.

    Was denn nun?

    Woher nehmen Sie diese Zahl?

    Und warum reden Sie nur über 25% der Milchviehhalter?

    Warum argumentieren Sie mit der Minderheit der Betriebe? Da könnten Sie doch genauso gut die 25% abfallenden Betriebe als Maßstab nehmen. Welchen Sinn würde das machen? Gar keinen, genau.

    Nennen Sie uns die Höhe "Ihrer" Zahl doch einfach mal über die letzten 3 oder 5 Jahre.

    Und dann nennen Sie bitte dieselbe Zahl in Bezug auf die Branchen Vorleistungen und Verarbeitung in der Milchproduktion.

    Dann können wir weiter darüber diskutieren, wie viel IN und wie viel AN der Milchproduktion verdient wird. Denn genau davon wollten Sie ja ablenken.

    (Wie - da haben Sie keine Zahlen? Stehen die etwa nicht öffentlich im Internet zur Verfügung? Und wenn nein - warum nicht?)

    Kirsten


  9. #39

    Karl,

    anscheinend stellt sich der Herr Wittke nicht die Frage, warum auch die Milchproduktion immer mehr zum Billiglohnsektor verkommt.

    Welche Löhne werden gezahlt? Warum ist es so schwierig, gute Mitarbeiter/Fachkräfte zu finden und anschließend auch zu binden? Sind etwa die Alternativen besser? Warum wird so viel in Automatisierung investiert?

    Wie viele Betriebe wurden in der Vergangenheit mit polnischen Arbeitskräften (welche Entlohnung?) aufgebaut und erweitert?

    In Dänemark werden mittlerweile auf vielen Betrieben osteuropäische Praktikanten beschäftigt. Die dürfen 18 Monate bleiben und sind um einiges billiger als die einheimischen Kräfte. Wer in den USA melkt, das wissen wir alle schon lange.

    Das hat nichts mit Pessimismus und Schlechtreden zu tun.Dem muss man ganz einfach ins Auge sehen und den Bauern keinen Sand in die Augen streuen, wenn es um Entlohnung von Arbeitskraft in der Milchproduktion geht. Sollen wir nun Unternehmer sein oder nicht?

    Kirsten


  10. #40

    Und am Sonntag zählen sie die Kohle anstatt zum Frühschoppen zu gehen!
    Karl, da kann geholfen werden:
    Lieber Bürger, es besteht jetzt die Möglichkeit, einen Griechen gegen eine einmalige Zahlung von 500,- Euro zu adoptieren. Der Grieche macht für Dich alles, wofür Du keine Zeit hast, und zwar: schlafen bis 11 Uhr, mehrmals täglich Kaffee trinken, Siesta genießen und jeden Abend in einer Kneipe sitzen. Viele haben das bereits ausprobiert, haben dadurch große Freiräume gewonnen und können jetzt rund um die Uhr arbeiten! Die Einzahlung kann unbürokratisch über die Europäische Union erfolgen. Deine Regierung


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