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  1. #1

    Guten Morgen.
    Die Bewerbung "Faire Milch" ist Menschenverdummung.
    Eine Irreführung der Verbraucher in eher bevorzugten
    Wohngebieten, wie sie von ausgebufftesten Werbestrategen
    der Lebensmittelindustrie nicht raffinierter gemacht
    werden könnte und rechtlich unantastbar.
    Es wird der Eindruck erweckt, ausgewählte Erzeuger einer
    regionalen nachhaltigen Milchwirtschaft erhalten 10 Cent mehr.
    Entspricht auch in der Preisdifferenz zu Billigangeboten.
    Tatsächlich hängt ein möglicher Mehrpreis entscheidend davon ab,
    wie hoch der Anteil Faire Milch ist und ist sicherlich nur ein
    Bruchteil dieser Angabe.
    Die Bestätigung durch die Landesvereinigung Milchwirtschaft
    als unabhängiges Institut ist höchst fragwürdig.
    Von wem wird das Institut bezahlt und kontrolliert und
    welche Möglichkeiten der Nachprüfung hat das Institut ?

    Mit freundlichen Grüßen.
    Klaus Wittke


  2. #2

    ..................und jetzt was neues bitte. Zeig mir Werbung, die anders funktioniert.


  3. #3

    Eben. Wenn man da erstmal ein Fass aufmachen wollte... Du meine Güte! Wir Bauern wären total angeschi... weil wir gar nichts mehr los werden würden.

    Der Verein Wettbewerbszentrale hatte im Auftrag der lieben Konkurrenz vor Gericht geklagt und gegen Die faire Milch verloren. Damit dürfte es rechtlich ein für allemal sichergestellt sein, dass die Werbung nun, nach ein paar letzten Feinheiten, so erlaubt ist.

    Etwas anderes zu behaupten wäre quasi Missachtung eines Gerichtsurteils und somit Irreführung und Menschenverdummung.

    Wittke: Du jaulst rum und fragst Dich, wer die "Landesvereinigung Milchwirtschaft als unabhängiges Institut bezahlt und kontrolliert" hat? Dann wäre es ja nicht mher unabhängig...
    Frag Dich doch auch gleich, wer den Richter bestochen hat, um zu diesem Gerichtsurteil zu kommen!

    Armselig... ganz armselige Verschwörungstheorien


  4. xf1
    #4

    Inzwischen wird der Konsument bei den meisten Fairtrade- und "Sonder"-Produkten verschaukelt. "Faire Milch" legt da nur noch eins oben drauf, in dem sie beipielsweise die längsten Transportwege als regional preisen. Die im Vergleich zu normalen Produkten ungewöhnlich hohe Handelsspanne würd ich für Fairtrade-Produkte als normal bezeichnen. Jeder will halt vom Kuchen was abbeißen, die Bauern sind die letzten. Mit dieser Vergütung zufriedenzustellen ist sicher nicht einfach, aber man drückt beide Augen zu und meidet den Vergleich.


  5. #5

    Der Witz dabei ist: Solange alle anderen ihre Zahlen veröffentlichen weiß man trotzdem genau, wo man steht. Auch wenn man selbst nichts veröffentlicht.

    Der Unterschied ist halt, ob man sich selber mit anderen vergleichen kann oder ob sich andere mit einem selbst vergleichen können. Letzteres ist nicht unbedingt nötig.

    Was habe ich davon, wenn sich andere mit mir vergleichen können? Nichts!


  6. #6

    Tja, Detmar, ich frage mich trotzdem immer wieder, welche Aufgeregtheit um "die faire Milch" entsteht, während alle anderen Marken sich ohne derartigen Hinterfragungen auf dem Markt tummeln können.

    Paßt eben nicht ins System, denn da wäre man gerne weiter unter sich.

    Wenn Produkte vom Norden nach Süden und umgekehrt transportiert werden - kein Problem - man will doch die Vielfalt im Laden. Nur "die faire Milch" scheint bei dieser Vielfalt zu stören.

    Da wird behauptet, die Bauern würden zu wenig abbekommen. Na, wenn sie für 25 % - 50 % den erhöhten Preis bekommen und für den Rest einen durchschnittlichen Molkereipreis, was ergibt sich daraus? Schlicht und einfach mehr, als der Milcherzeuger bei seiner Durchschnittsmolkerei bekommt.
    Die Bauern wären ja auch nicht gezwungen dorthin zu liefern.

    Und dann wird noch frech ( na, wir sind es ja auch nicht anders gewohnt ) behauptet, dass vom großen Kuchen jeder mal abbeißt. Dass bei gleichem Verkaufspreis im gewohnten System die übergeordneten "Marktpartner" logischerweise wesentlich mehr abbeißen, nachdem dort der Preis an die Bauern niedriger ist ( weil sie tatsächlich die letzten sind ), soll natürlich bewußt falsch geredet werden.

    Ich finde es mehr als amüsant, wie durchsichtig hier "argumentiert" wird. Nachdem es vor Gericht schon so schön abgeschmettert wurde.
    Und wie man noch dabei den Eindruck zu erwecken versucht, dass man im Namen der Bauern sprechen will : )))


  7. #7

    Ich stell das mal dazu .....die Bayern MEG bündelt jetzt die Milch aller EZG?
    http://www.bayerischerbauernverband.de/pm-bayernmeg


  8. #8

    Zitat Zitat von Doris Peitinger Beitrag anzeigen
    Ich finde es mehr als amüsant, wie durchsichtig hier "argumentiert" wird.
    Nachdem es vor Gericht schon so schön abgeschmettert wurde.
    Guten Abend Frau Peitinger!
    Immerhinn wurde untersagt mit dem Argument
    lokaler Herkunft zu werben.
    Was bleibt da noch um sich von den Angeboten
    anderer Hersteller abzusetzen?
    Einzig die außerst peinliche Bettelei
    den armen Milcherzeugern aus Gnade
    und Barmherzigkeit ein paar Cent
    mehr für ihre aufopferungsvolle Arbeit
    zukommen zu lassen.
    So sehr amüsant finde ich das gar nicht,
    eher entwürdigend.
    MfG
    Klaus Wittke

    Geändert von klausjürgenwittke (19.03.2012 um 22:30 Uhr)

  9. xf1
    #9

    Zitat Zitat von Friesenkuh Beitrag anzeigen
    ...die Bayern MEG bündelt jetzt die Milch aller EZG?
    Ja, auch die des Milchboards. Es geht aber in erster Linie um den schnellen Informationsaustausch und die Koordination bestmöglicher Voraussetzungen, in Verhandlungen einzutreten. Dazu zählt beispielsweise, daß die MEG mit den besten Aussichten als erstes in Verhandlung tritt und die Ergebnisse genau im richtigen Moment an die nächsten weitergibt, um privaten Abnehmern im Informationsfluss möglichst einen Schritt voraus zu sein. Passt ganz gut - BDM, AbL, Blutmilch und Fair sowie "Massentierhaltung" sind dort kein Thema.

    Geändert von xf1 (19.03.2012 um 20:05 Uhr)

  10. #10

    Hallo Friesenkuh,

    Die Bayern MEG versucht, möglichst viele Erzeugergemeinschaften zu bündeln.
    Wurde mal vom BBV gegründet ( oder angeschoben ) , so als eine Art Alibi, dass "man" was unternimmt.
    Der hat allerdings anscheinend nicht mit der Vernunft der Verantwortlichen gerechnet, die tatsächlich etwas auf die Füße stellen wollen.
    Hat sich vom BBV gelöst und arbeitet in diesem Zusammenhang auch gut mit dem Milchboard zusammen.
    Ist sicher so, dass EZGs, die im Milchboard sind, auch bei der Bayern MEG Mitglied sind. Umgekehrt Mitglieder der Bayern MEG im Milchboard.
    Dass die Bayern MEG allerdings die Milch des Milchboards vermarktet, ist eine gezielte Fehlinformation.

    Zitat Zitat von Friesenkuh Beitrag anzeigen
    Ich stell das mal dazu .....die Bayern MEG bündelt jetzt die Milch aller EZG?
    http://www.bayerischerbauernverband.de/pm-bayernmeg


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