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  1. #1

    Ich stelle mir schon lange die Frage, wie man in milchviehhaltenden Betrieben erfolgreiche Kooperationsmöglichkeiten umsetzen kann. Das Finden von Kooperationspartnern ist natürlich eine Hürde, aber welche Möglichkeiten in Art und Umfang von Kooperationen bieten sich denn an, wenn man nicht gleich die Kühe zusammenschmeißen möchte?! Der Trend hier im Norden sieht doch eher so aus, dass ein Milchviehhalter jemanden sucht, der nicht mehr melken will, und ihm die Jungviehaufzucht in Lohn überläßt... Und Maschinenarbeiten werden eh an den Lohnunternehmer vergeben, weshalb das gemeinsame Güllefaß sicherlich auch nicht mehr der Renner ist... Der überbetrieblich genutzte Futtermischwagen -gerne als Selbstfahrer- wäre sicherlich noch interessant, wenn da nicht der Nachbar wäre, der lieber mehr für seine eigene "Fütterkette" zahlt, als dass der andere vielleicht "mehr gut" an der Kooperation hätte...

    So, ich glaub, ich hab alles angeschnitten:
    1. "weiche Kooperationen"
    2. Finden von Kooperationsmöglichkeiten
    3. Finden von Kooperationspartnern
    4. Wann ist eine Kooperation günstiger als der LU
    5. Wie verhindert man Neid


  2. #2

    Kooperationen laufen nur dann gut,wenn sich die Ehefrauen der beteiligten Parteien gut miteinander verstehen.Diese sind es meistens die bisherige Kooperationen auseinander gebracht haben.Männer sehen Kooperationen mit anderen Augen,Frauen ticken da ein wenig egoistischer.Bei Kooperationsbesichtigungen auf einer Lehrfahrt in Frankreich (vor Jahren schon) kristallisierte sich das bei den Gesprächen heraus.
    Eine Kooperation lief wirklich klasse,da war eine Frau der "Chef" und die andere Frau wollte von Landwirtschaft nicht so viel wissen und war froh dass die "Chefin" für sie mit dachte. was will ich damit sagen:? lass deine Frau die Entscheidung treffen bzw.den Kooperationspartner suchen,dann laüft die Partnerschaft stabiler.


  3. #3

    Ich glaube Du solltest in erster Linie Dir selber klar vor Augen halten, was wer wie in einer möglichen Koop machen soll. Was willst Du an Kompetenzen/Arbeiten abgeben, aus welchem Grund suchst Du die Koop, und wie soll der mögliche Kooperatiosnbetrtieb in fünf Jahren aussehen? Alles Fragen die, neben der gegenseitigen Akzeptanz der Frauen (diese sind immer um den familiären Vorteil besorgt!!) im Vorfeld zu klären sind. Dann bekommt man auch in etwa eine Vorstellung von einem möglichen Partner.


  4. #4

    Okay, das Thema Ehepartner hab ich noch nicht angeschnitten...
    Altenteiler können da allerdings auch zum Störfaktor werden...
    (Ich hab beides durch...) ;-)

    Aber wie kommt man denn überhaupt mit kooperationswilligen Landwirten zusammen?!

    Ich hab vor zwei Jahren mal 'ne Anzeige in unserer ldw. Wochenzeitung gehabt...
    "Suche Kooperationspartner z. überbetrieblichem Füttern"... Dafür wird man dann fast ausgelacht... Und anschließend kaufen sich dann Leute einen neuen Mischwagen und nen großen Radlader genau in Deiner Nachbarschaft...

    Mir geht es ja gar nicht dadrum, mit denen zusammen zu füttern. Vielmehr wollte ich nochmal verdeutlichen, wie schwer es ist, jemanden zu finden, der dieser Thematik offen genug gegenüber steht...


  5. #5

    Man kann hier ggf. mit Beratungsunternehmen oder "ofiziellen" Stellen in Kontakt treten, z. B. LBB Göttinge, Futterkamp, etc. Eine weitere Variante wäre auch der Hoflieferant, der kennt eigentlich die Probleme in der Region am besten bei den Betrieben.


  6. #6

    -Flächentausch- ist zumindest bei uns ohne nennenswerte Flurbereinigung ein muss

    -Maschinengemeinschaften- tja der Trend weg von den eigenen Maschinen ist wohl unübersehbar insbesondere dann wenn dafür keine AK mehr frei sind , was noch gut geht sind Grünlandpflegegeräte wie ein Mulchgerät das läuft bei uns im Moment mit allen 6 Betrieben im Dorf gemeinsam und kommt so überhaupt erst in nen bezahlbaren Rahmen, Güllefass wenigstens zum hin und wieder Gülle umpumpen wird auch kaum einer dran vorbei kommen der noch ein paar ältere Ställe dabei hat.

    -Finanzen - tja die sind im Moment wohl bei allen sehr angespannt (lange Verlustphase nur ein paar Monate gutes Milchgeld) und wenn dann mal nen gutes Jahr kommt dann wird erst mal bei sich selbst investiert um ja keine Steuern zu zahlen, wie soll man da noch gemeinsame Maschinenanschaffungen planen...

    - Futterkooperation Selbstfahrer ist ne feine Sache einer füttert morgens einer mittags einer abends , lohnt sich vor allen dingen wenn die Silos weit voneinander weg liegen aber die Betriebe dicht beieinander (Selbstfahrerstellplatz mit Fahhrad erreichbar)




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