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  1. fberkner #1

    Nutzt irgendjemand von Euch aufgefangenes Regenwasser zur Reinigung von Stallabteilen?

    Meine Fragen dazu:
    - aus welchen Auffangflächen stammt das Regenwasser (z.B. Dach)?
    - wo sammelt Ihr das Regenwaser (z.B. offener oder geschlossener Behälter)?
    - wird das Wasser vor Entritt in den Lagerbehälter gereinigt?
    - wie lange ich die Verweilzeit im Lagerbehälter?
    - wird das Wasser in irgendwelcher Form behandelt?
    - habt Ihr irgendwelche hygieneischen Probleme?

    Es wird immer wieder behauptet, dass das in geschlossenen Behältern unter dem Stall gelagerte Dachregenwasser (z. B. unter dem Büro bzw. anderen Nebenräumen eines Stalls mit Ganzperforation) z. B. durch Vogelkot auf dem Dach verseucht sein könne und dadurch die Gefahr einer Verseuchung gegeben sei. Rfagt man nach Belegen dafür, wird es sofort ruhig.
    Gibt es \"Wissen\" darüber oder ist das - wei so oft - nur \"Glaube\" oder \"meining\"?
    Ich plane so etwas seit Jahrzehneten in meinen Ställen, wo Regenwasser gesammelt wird und habe noch nie \"feedback\" für so etwas, geschweige denn einen konkrteten Nachweis für diese angebliche \"Verseuchung\" erhalten.
    Im Internet finden sich diesbezüglich auch keine negativen Berichte.

    Vielleicht habt Ihr ja Erfahrungen?
    Schönen Sonntag
    Fritz


  2. #2

    Kann man sich eigentlich auch totsparen ? :P

    Gruß , Gerhard


  3. #3

    Hallo Gerhard
    ich vermute mal aus deiner Äußerung,du hast einen eigenen Brunnen.
    Wenn jemand am öffentlichen Wasserversorgungsnetz hängt,und ist nicht von den Abwassergebühren befreit,der hat schon mit ganz anderen Kosten zu kämpfen.
    Brunnenbohren ist auch nicht so einfach (kommt auf die Lage an) und wenn in der Nähe deiner Hofstelle genügend undichte Abwasserkanäle rumliegen,dann überlegst du dir zweimal sowas überhaubt in Angriff zu nehmen. Rechne mal die vorhandene Dachfläche deines Betriebes hoch mal jährlichem Niederschlag,da kommt schon was zusammen,oder warum meinst Du hat sich der DBV so vehement gegen die \"Regensteuer\"für versiegelte Flächen eingesetzt.
    Als Friedrichs Anfrage kann also durchaus Sinn haben.


  4. fberkner #4

    gerhard seeger schrieb:

    Kann man sich eigentlich auch totsparen ? :P

    Gruß , Gerhard
    Lieber Gerhard,
    danke für die hochintelligente und aufschlussreiche Antwort, welche die Fragen umfassend berücksichtigt und mir zeigt, dass es zumindest Dir noch zu gut geht.

    Sie läßt weitere Rückschlüsse auf das Niveau zu, auf welchem sich die meisten Deiner Antworten hier befinden.
    Für mich ein weiterer Beitrag zum Beweis der These der \"Nachhaltigkeit\".

    Vielleicht solltest Du für das \"tot\"sparen selber mal den Beweis antreten?:P

    Gib Bescheid vor dem Ableben, ich lege eine Gedenkminute für Dich ein.
    Um vieles schlauer
    Fritz
    www.fritzberkner.de


  5. fberkner #5

    Hermann-Josef Schaller schrieb:

    Hallo Gerhard
    ich vermute mal aus deiner Äußerung,du hast einen eigenen Brunnen.
    Wenn jemand am öffentlichen Wasserversorgungsnetz hängt,und ist nicht von den Abwassergebühren befreit,der hat schon mit ganz anderen Kosten zu kämpfen.
    Brunnenbohren ist auch nicht so einfach (kommt auf die Lage an) und wenn in der Nähe deiner Hofstelle genügend undichte Abwasserkanäle rumliegen,dann überlegst du dir zweimal sowas überhaubt in Angriff zu nehmen. Rechne mal die vorhandene Dachfläche deines Betriebes hoch mal jährlichem Niederschlag,da kommt schon was zusammen,oder warum meinst Du hat sich der DBV so vehement gegen die \"Regensteuer\"für versiegelte Flächen eingesetzt.
    Als Friedrichs Anfrage kann also durchaus Sinn haben.

    Hallo Hermann Josef,

    danke!
    Die Bedeutung des Wassers wird schon in den antiken Wissenschaften, der Philosophie und Religion erkannt. Wasser gehört zu den Urelementen des Lebens und man sollte auf eine sinnvolle Fragestellung auch sinnvolle Antworten erhalten.
    Die Versorgung der Menschheit mit sauberem Wasser stellt Menschen überallvor ein großes logistisches Problem. Nur 3,6 Millionen Kubikkilometer, das sind weniger als 0,3 % der weltweiten Wasservorräte von insgesamt ca. 1,38 Milliarden Kubikkilometern, sind als Trinkwasser verfügbar.
    Zur Linderung einer Wasserknappheit sind daher angepasste Technologien mehr als wichtig.

    1,2 Milliarden und mehr Menschen haben kein Trinkwasser, wie viele es genau sind, kann nur geschätzt werden.Schaut man sich die Weltbevölkerungsuhr an (http://www.weltbevoelkerung.de/info-...hr.php?navid=3), dann erkennt vielleicht sagar Gerhardden Sinn meiner Fragen?
    Unter http://mitglied.multimania.de/mili04 kann man Wetterdaten von den Jahren 1500-1800 einsehen. Das ist ein Bericht von 1478 Seiten. Sucht man z.B. nach den Kriterien Durst, Hitze Dürre Trockenheit, dann weiß man, wie es früher in diesem Land aussah. Ich selber habe eine Chronik aus 1714 aus Königsberg in der Neumark, wo ich auf 39 Seiten noch ältere Wetter-Daten finde.

    Lieber Gerhard,
    um Dir noch einmal frei von Ironie und Sarkasmus zu antworten:
    Ehe man so leichtfertig über etwas urteilt, sollte man sich vorher informieren und daraus Schlüsse ziehen.
    Ich zumindest bemühe mich ziemlich oft darum. Sonst hätte ich auch die Frage nicht gestellt - ich möchte nämlich gern Eure eventuellen Praxiserfahrungen zusätzlich zu eigenem \"feedback\" aus so geplanten Ställen.
    Mit der Maßnahme, Regenwasser zu sammeln, kann man wertvolles Trinkwasser einsparen.
    Da ist es, wie aus den kurz angerissenen Fakten ersichtlich ist, völlig nebensächlich, ob ich einen eigenen Brunnen habe. Denn sogar dieses Wasser gibt es nicht kostenfrei, lieber Gerhard.
    Aber zu rechnen brauchst (oder kannst?) Du ja offensichtlich nicht? Und Dich informieren auch nicht?

    Solltest Du das vielleicht vorhaben, schau unter den 2480 Ergebnissen der Suche mit dem Stichwort „mikrobiologisch hygienische Aspekte zur Regenwassernutzung“.
    Die Österreicher sind hier sehr aktiv, schau Dir als Beispiel unter www.ig-regenwassernutzung.at/download.htm
    die Vet. Med. Studie zur Regenwassernutzung an.
    Dann dämmert Dir vielleicht, warum ich noch mehr wissen will.

    Dieses Regenwasser kann man nicht nur zum Reinigen, sondern z. B. bei entsprechender sog. „wandsturzfreier Entnahmestelle, wie es die Brandschutzvorschriften verlangen“ auch als Löschwasser nutzen.

    So long in der Hoffnung, noch mehr zu erfahren. Tut mir Leid, dass Ihr wieder etwas mehr lesen müsst – eine fruchtbare Diskussion geht nun eben mal nicht im „Bildzeitungsstil“. Außerdem regt das ja vielleicht auch den Wissensdurst an.
    Gruß aus Gießen, speziell an Hermann Josef
    Fritz
    www.fritzberkner.de


  6. #6

    Hallo an alle miteinander ,

    insbesondere an Herrn Berkner , es freut mich , Ihnen eine Steilvorlage geliefert zu haben , die Ihrem Mitteilungsbedürfnis zu neuen Höhenflügen verhilft ( bitte nicht böse sein , ist wirklich nicht zu ernst gemeint ) .

    Mal ehrlich : Was ist Regen ?

    Regen ist in höheren Gefilden kondensierte Feuchtigkeit , die sich in Tropfenform niederschlägt und auf ihrem Weg nach unten so ziemlich alles mitninnt , was sich dort an Stäuben und Aerosolen befindet . Diese Tropfen landen auf einem Dach und tragen alles was sich dort absetzt , wie Staub , Pollen , Tauben- und Spatzenkot , bis hin zu Blättern und Zweigen mit sich fort . Wer mal gelegentlich seine Dachrinnen säubert , weiß , was sich dort alles ansammelt .
    Das ganze fließt in eine Zisterne , verbleibt dort eine gewisse Zeit und wird dann , grob gefiltert oder auch nicht , mit einem Hochdruckreiniger im ganzen Stall verteilt .
    Darf man da wirklich drüber nachdenken ?

    Würde , wenn überhaupt , Regenwasser nur dann zur Reinigung einsetzen , wenn absolut keine andere Möglichkeit bestünde , an einwandfreies Wasser zu gelangen .
    Hat auch nichts mit \" was kost die Welt \" zu tun , geht einfach nicht .

    Gruß , Gerhard


  7. fberkner #7

    gerhard seeger schrieb:

    Hallo an alle miteinander ,

    insbesondere an Herrn Berkner , es freut mich , Ihnen eine Steilvorlage geliefert zu haben , die Ihrem Mitteilungsbedürfnis zu neuen Höhenflügen verhilft ( bitte nicht böse sein , ist wirklich nicht zu ernst gemeint ) .

    ........

    Gruß , Gerhard
    Lieber Gerhard,
    Du bist kein Gegenstand für irgendjemandes, nicht einmal für meinen Zorn, denn deine Steilvorlagen gehen schlicht und einfach ins Aus.
    Speziell, wenn Du versuchst, Dich mit Berkner anzulegen, fehlt es Dir schlicht und einfach an Klasse – smile.:P
    Meine Anfrage mit relativ präzise formulierten Fragen diente nicht meinem Mitteilungsbedürfnis, sondern mein Wissensbedürfnis in einer offenen Diskussion zu erweitern. Im Gegensatz zu Dir scheine ich zu glauben, dass dies der primäre Zweck dieses Chats sein könnte.

    Meine Fragestellung war eigentlich relativ eindeutig.
    Deswegen interessiert mich auch nicht die Bohne, was du „machen würdest“.
    Mein Interesse gilt den Erfahrungen derjenigen, die etwas „gemacht haben“.

    Regen ist sicherlich auch etwas komplexer, als Du es schilderst. Wikipedia hilft Dir da gern mit einem in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen Beitrag sicherlich weiter: http://de.wikipedia.org/wiki/Regen Musst es halt nur mal lesen, wennman Dir schon Links setzt!
    Schaust Du Dir die dort in der Zusammensetzung des Regenwassers aufgeführten Bestandteile an, so schluckst Du die selber jeden Tag beim einatmen.
    Sie kommen mit der klimatechnischen Anlage in den Stall, wo pro Schwein - auf die Lebenszeit eines einzigen Mastschweins gerechnet - weit mehr als 200.000 m³ mit diesen Stoffen belastete Luft durch das Stallabteil gezogen werden. Und sich dann dort ablagern!

    Werden Schweine dadurch krank, lagern sie von diesen Stoffen im Körper so viel ab, dass sie als Grundlage zur Produktion von Lebensmitteln untauglich werden?

    Das in Zisternen mit Überlauf gelagerte Wasser besitzt natürlich Sink- und Schwebestoffe. Die Schwebestoffe werden nach Erreichen des Wasserhöchststandes abgegeschwemmt, die Sinkstoffe setzen sich am Grund ab.
    Bei richtig gewähltem Entnahmepunkt benutzt man also schlicht und einfach Wasser, welches natürlich keine Trinkwasserqualität hat (wonach sich dennoch sicherlich Millionen auf diesen Erdball prügeln würden, wenn sie es denn überhaupt bekommen könnten).

    Das Hauptproblem ist sicherlich Vogelkot, hier speziell der von Tauben.
    Und explizit dazu habe ich die letzte meiner Fragen spezifiziert.
    Es könnte also sein, dass einer der Kollegen hierzu wirklich für mich eine den geistigen Horizont erweiternde Antwort hätte.

    Abschließend sei Dir gesagt, dass die Landbevölkerung im Gegensatz zu den Städtern meistens sehr viel später an eine zentrale Wasserversorgung mit garantierter Trinkwasserqualität angeschlossen wurde. Genauso verhält es sich mit der Kanalisation.

    Höheres Lebensalter beinhaltet meistens auch einen größeren Erfahrungsschatz. Vielleicht bin ich die auch hier überlegen?
    Auf dem Hof meines Großvaters südlich von Hannover, auf dem ich aufgewachsen bin, gab es diese mit Dachwasser gespeiste Regenwasser-Zisterne bis in die Siebzigerjahre. Bis zum Aufkommen der ersten vollautomatischen elektrischen Waschmaschine wurde aus ihr das Wasser zum Waschen im Waschkessel entnommen - mit verzinkten Blecheimern. Der Auslauf war so hoch über dem Fussboden, dass man diese Eimer direkt unter einen Ablasshan stellen konnte. Am Fussboden war ein Ablassloch, welches mit einem Holzstopfen geschlossen war.
    Gelegentlich wurde der Behälter durch Ziehen deieses Stopfens völlig entleert und von der am Boden abgelagerten Sinkschicht gereinigt. Da das Wasser im Gegensatz zu dem aus dem eigenen Brunnen kalkfrei war, war es sogar sehr begehrt. Das zudem in manchen heißen und damit trockenen Sommern Wasser extrem knapp, rationiert und primär einmal zur Versorgung des Viehs wichtig war, weiß ich noch aus dieser Zeit.
    Das alles habe nicht nur ich , sondern Generationen vor mir überlebt!

    Abschließend sei Dir gesagt, der Du Dich offensichtlich „nicht tot sparen willst“, Dich vielleicht schon eher, als ich es Dir und uns Allen wünsche, Dich „gesund sparen musst“.

    Schönen Gruß
    Fritz
    www.fritzberkner.de

    der den nächsten Kommentar mit Geduld erwartet


  8. #8

    Hallo an alle miteinander

    Was spricht eigentlich gegen eine Verwendung von Regenwasser zur Stallreinigung.
    In der Hygieneverordnung konnte ich nichts gegenteiliges finden.
    Mir ist jedenfalls,ein mit Regenwasser ordentlich gereinigter Stall lieber als ein schlecht gereinigter mit Leitungswasser.Mit Leitungswasser versucht man sich immer Reich zu sparen.
    Zum Vogelkot im Regenwasser:
    So gefährlich kann dieser gar nicht sein,wurde mit dem Wasser, früher damit das Vieh getränkt.
    Mit einem entsprechend großen Sammelbehälter und einem leistungsfähigem Hochdruckreiniger kann man eine gute Leistung erreichen.Ist mit Leitungswasser nicht immer möglich.
    Und nun zur der Kostenfrage?


  9. #9

    Hallo zusammen,ich finde das Für und Wider in der Diskussion sehr interessant.Man erhält immer neue Anregungen.In einem Fernsehbericht über die Spanische Alhambra wurde das jahrhunderte alte Wassersystem der Mauren erklärt die es mit genialen Einfällen geschafft hatten Regenwasser zu klären um es für ihre Zwecke nutzbar zu machen.Sie taten es mit hilfe von Wasserruhebecken unterschiedlichen Zu und Abläufen sowie verschiedenen Leitungsquerschnitten mit deren Hilfe sie die Strömungsgeschwindigkeiten regeln konnten.
    Ich meine in der heutigen technisierten Zeit muß es doch möglich sein z,B.mit Zeitgesteuerten Zweiwegeklappen (Ventiele) den ersten Wasserschwall aus der Dachrinne in die Kanaliesation gelangen zu lassen und dann das Restwasser aufzufangen.Ähnlich dem Vorlauf beim Schnapsbrennen,wo der Methyl-alkohol auch ausgesondert wird.
    Der Umweltstaub mit dem Vogelkot wäre ja dann zum gröbsten Teil weggefiltert.
    m.f.G.Hermann-Josef


  10. fberkner #10

    Friedrich Greßmann schrieb:

    Hallo an alle miteinander

    Was spricht eigentlich gegen eine Verwendung von Regenwasser zur Stallreinigung.
    In der Hygieneverordnung konnte ich nichts gegenteiliges finden.
    Mir ist jedenfalls,ein mit Regenwasser ordentlich gereinigter Stall lieber als ein schlecht gereinigter mit Leitungswasser.Mit Leitungswasser versucht man sich immer Reich zu sparen.
    Zum Vogelkot im Regenwasser:
    So gefährlich kann dieser gar nicht sein,wurde mit dem Wasser, früher damit das Vieh getränkt.
    Mit einem entsprechend großen Sammelbehälter und einem leistungsfähigem Hochdruckreiniger kann man eine gute Leistung erreichen.Ist mit Leitungswasser nicht immer möglich.
    Und nun zur der Kostenfrage?

    Hallo Friedrich,

    Es ist, wie immer, eine nicht ganz klare Gesetzeslage, die den Verbraucher zwingt Regenwasser Nutzungsanlagen anzuzeigen und genehmigen zu lassen. Hier die entsprechenden Paragraphen:
    Die Errichtung der Regenwassernutzungsanlage ist dem Wasserversorger, § 3 Abs. 2 AVBWasserV (http://www.gesetze-im-internet.de/bu...erv/gesamt.pdf anzuzeigen..
    Hast Du offizielle Wasserversorgung und keinen eigenen Brunnen, dann wird hier gesagt:
    Das Wasserversorgungsunternehmen hat dem Kunden im Rahmen des wirtschaftlich Zumutbaren die Möglichkeit einzuräumen, den Bezug auf den von ihm gewünschten Verbrauchszweck oder auf einen Teilbedarf zu beschränken. Den restlichen Wasserbedarf muss er im vereinbarten Umfange aus dem Verteilungsnetz desWasserversorgungsunternehmens decken.
    Vor der Errichtung einer Eigengewinnungsanlage hat der Kunde dem Wasserversorgungsunternehmen Mitteilung zu machen. Der Kunde hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, daß von seiner Eigenanlage keine Rückwirkungen in das öffentliche Wasserversorgungsnetz möglich sind.

    Auch dem Gesundheitsamt musst Du das nach § 13 Abs. 1 TrinkwV melden.(http://bundesrecht.juris.de/bundesre...001/gesamt.pdf) Die Missachtung der Anzeigepflicht gegenüber dem Gesundheitsamt ist eine Ordnungswidrigkeit.

    Das ist aber mit Sicherheit keine Verwendung von Wasser im Sinne de TinkwV, denn es sind ja beim Reinigen keine Tiere im Stall, die es während des Vorgangs (und auch danach nicht) konsumieren können!
    Ich werde mich diesbezüglich mal beim hiesigen staatlichen Veterinäramt erkundigen, was sie in einem solchen Fall konkret verlangen und wie sie zu der Problematik stehen.
    Die werden mit Sicherheit erst einmal überhaupt nichts wissen, dann wohl irgendwelche Paragraphen ausgraben. Man sollte sie also schon vorher mit den Schlagworten \"Nachhaltigkeit, ökologische Relevanz\" und anderem tagesaktuellen populistischem Gedankengut soweit geistig gefügig machen, damit sie anschließend das Gefühl haben, eine für das Volk sinnvoll und höchst populäre Entscheidung getroffen zu haben – smile.Dafür muss man sie dann aber auch artig loben und ins nachtgebet aufnehmen.

    Grundvoraussetzungen für Regenwassernutzung sollten sein:
    - nur geeignete Dachflächen ohne besondere Belastung (z.B. durch Vogelkot) verwenden
    - Filtersystem zwischen Auffangfläche und Regenwasserspeicher
    - beruhigten Zulauf über Zulauftopf am Tankboden im Speicher
    - Regenwasser im Speicher gegen Lichteintritt und Kanalgase schützen (Überlaufsiphon)
    - regelmäßiger Speicherüberlauf durch einen Überlaufsiphon schützt gegen Ungeziefer und Rückfluss
    aus der Kanalisation, dabei sollte der Überlauf oberhalb der Rückstauebene der Kanalisation liegen.
    Gegebenenfalls eine Rückstauklappe installieren!
    - Entnahme oberhalb der Sohle des Regewasserspeichers, dabei befindet sich die beste
    Wasserqualität ca. 10 cm unter der Wasseroberfläche
    - Frischequalität des gesammelte Regenwasser in Tanks/Zisternen:
    Erdtanks eignen sich ideal zur Speicherung von Regenwasser, da das Erdreich den Tank vor Licht
    und Wärme schützt. Frostfreiheit sollte gewährleistet werden. Die Temperatur von Wasser aus
    Erdtanks beträgt ganzjährig nur 6 bis 8° C.
    Aufgrund der Dunkelheit und der Temperatur können sich keine Algen oder Mikroorganismen bilden.
    So wird eine konstante Wasserqualität sichergestellt.
    - regelmäßige Inspektion und Wartung
    - Reinigungsintervalle für eine Regenwasser-Nutzungsanlage:
    Regenwasser-Tanks, denen ein Filter vorgeschaltet ist und die über einen beruhigten Zulauf sowie
    einen Überlaufsiphon verfügen, sollten alle 10 bis 15 Jahre gereinigt werden. Am Boden des Tanks
    bildet sich im Laufe der Zeit eine Sedimentschicht. Diese ist für die Wasserqualität sehr wichtig. Zu
    häufiges Reinigen würde sie zerstören. Durch das regelmäßige Überlaufen des Tanks über den
    Überlaufsiphon wird der Tank von schwimmenden Stoffen (z.B. Blütenpollen) gereinigt.

    Zu den Kosten:
    Wenn Du einen Stall auf die Wiese neu errichtest, so hat der in der Regel Nebenräume wie z. B. Hygieneschleuse, Büro, Besamungslabor und für Geräte.
    Baust Du für eine einstreulose Haltung, hast Du entsprechende Kanalhöhen für den Flüssigmist. Die liegen bei meinen Planungen bei 150 cm Tiefe, anderswo etwas geringer.
    Dann ergibt sich genug Volumen unter diesen Räumen, die man als Regenwasserzisterne nutzen kann.
    Da man den Stall sinnvollerweise nicht in die Erde wühlt, sondern auf den abgeschobeben Mutterboden setzt, den man anschließend an den vier Seiten des Stall wieder anschüttet, ist im Prinzip die Frostsicherheit gewährleistet. Ebenfalls sind diese Zisternen völlig dunkel.
    Also allerbeste Voraussetzungen, diesen Lagerraum total kostenfrei mitzubauen.
    Oder wollt Ihr ihn etwa zuschütten?!

    Die Kosten für Filterung; Überlauf und Siphon halten sich in erträglichen Grenzen.
    Unter http://www.regenwasser.edingershops....::297_756.html findet man z. B. dazu Info, ebenfalls unter www.fbr.de Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung. Sowie unter unzähligen anderen Links. Das soll keine Werbungsein!
    Das sind mit Sicherheit deutlich unter 2000 €.

    Gruß
    Fritz
    www.fritzberkner.de


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