+ Antworten
Seite 3 von 6 12345 ...
Ergebnis 21 bis 30 von 53
  1. #21

    Woher kommt die Misere?? Zuvile ferkel-zuwenig Schweinefleischabsatz oder sind/waren die Preise zu hoch?
    wie sich die Bilder doch gleichen mit den Milchbauern!!


  2. #22

    Hallo

    wer sind denn "die Verantwortlichen"? Und welche Verantwortung tragen sie mit welchen Konsequenzen? Werden sie unter den Folgen auf den Betrieben leiden, wenn die Ställe leerstehen, die Zinsen bezahlt werden und die Sauenhalter ihre Ferkel für jeden Preis abgeben müssen?

    Oder sind diejenigen die Verantwortlichen, welche diese Leute in ihre Positionen gewählt haben und regelmäßig für ihre Tätigkeiten bezahlen? Diejenigen, welche die Möglichkeit haben, außerordentliche Versammlungen einzuberufen und mit den Berufskollegen und Betroffenen zu diskutieren?

    Woher wissen die "Verantwortlichen", wieviele mitmachen? Haben sie denn alle ihre Mitglieder befragt, für die sie die "Verantwortung" tragen?

    Unternehmer sein, heißt am Markt zu sein, dort zu handeln, den Markt zu beeinflussen. Tönnies und die anderen "Marktpartner" machen dies täglich.

    Und die Schweinebauern sitzen die Krise aus?

    Es wäre auch noch interessant zu fragen, für wen es denn 2013 besser wird? Für diejenigen, die übrig geblieben sind oder für die, die aufgehört haben?

    Ist es ein Erfolg einer Interessenvertretung, wenn ihre Mitgliederanzahl ständig sinkt?

    Viele offene Fragen, Kirsten

    Die Frage mit der wir uns beschäftigen trifft bei der ISN auf taube Ohren!
    Nach einem Gespräch mit den Verantwortlichen habe ich den Vorschlag gemacht alle Schweine mit 80 kg SG an den Haken zu bringen und dann 4 Wochen nichts zu liefern!!!
    Der finanzielle Nachteil solltekeinen Mäster in ernste schwierigkeiten bringen!
    Die Antwort war nur : Es machen eh nicht alle mit usw. Der Marktpreis würde in der Zeit der Lieferung zusammenbrechen und die Schweine wären nicht alle an den Haken zu bringen...

    In dem Gespräch wurde eins deutlich, die Lage wird von unseren Berufsvertretern ausgesessen und auf das Jahr 2013 verwiesen! Dann wird alles besser!!!!!

    Meine Meinung ist wenn von der Vertreterseite nichts kommt bleiben die Mastställe diesen Winter leer und die Ferkelerzeuger haben das Nachsehen!
    Preisverfall bei Ferkeln! Dann kommen die Mäster auf den Geschmack ihr Getreide für 20 € zu verkaufen und stellen die Produktion ein .Somit ist D dann bald bei 80 % Selbstversorgung??
    Ich hoffe es wird nicht soweit kommen....
    MfG


  3. #23

    Liebe Schweinebauern,
    ich kenne mich in Schweinehaltung überhaupt nicht aus, deshalb sollte ich hier wahrscheinlich auch nicht schreiben.
    Aber es ist offensichtlich, dass Ihr ganz ähnliche Probleme habt, wie wir Milchviehhalter.
    Wie Ihr wißt, kämpfen wir seit Jahren um eine flexible Mengensteuerung, die das Angebot an die Nachfrage anpassen soll und damit den Preis hoch halten, so dass die Vollkosten eines Durchschnittsbetriebes gedeckt werden können. Dabei geht es um Mengenschwankungen im geringen Prozentbereich, den wir leicht innerbetrieblich managen könnten. Für einen 4-Personen Verbraucherhaushalt würde ein vollkostendeckender Preis etwa 2,-- Euro mehr im Monat ausmachen.
    Leider interessiert dies niemanden, außer uns selbst. Und Ihr solltet Euch auch im klaren sein, dass Euch dabei niemand hilft, außer Ihr tut es selbst.
    Wir Urpoduzenten sollen möglichst viele und billige Nahrungsmittel herstellen - möglichst immer zu viele, damit der Preis auch billig ist und angeblich macht dies dann der Markt. Wesentlich entscheidender ist jedoch, was Molkereien bzw. Eure Schlachtereien an Euch weitergeben und dies könnt Ihr als Einzelne vermutlich genauso wenig beeinflussen, wie wir. Und ob Familienbetriebe hopps gehen, interessiert nur wenige Politiker und den Bauernverband schon gar nicht, auch wenn die Reden immer so schön anders klingen - gebt Euch nur nicht dieser Illusion hin - es ist eine reine Hinhaltetaktik!
    Denkt daran, nur Ihr könnt die Situation ändern. Redet miteinander und schließt Euch zusammen!

    So, jetzt gehe ich wieder zurück in den Milchbereich, wo ich hingehöre...

    Zitat Zitat von aheumer Beitrag anzeigen
    Man braucht nicht vier Wochen nicht zu liefern. Wenn die vier großen Schlachthöfe die Gewichtobergrenzen um 4 kg senken, und die Untergrenzen um 6 kg, könnten die Schlachtgewichte von 96 auf 92 kg sinken. Dann würde das Schweinefleischangebot um satte 4% sinken. Die kleineren Schlachter werden nachziehen.

    Ich glaube auch nicht an die "böse" rote Seite. Wir sind vom Export abhängig. Diese Länder haben einen Betrag x für Fleisch über. Ist der Preis bei uns niedrig, geht eine große Menge raus, ist der Preis bei uns hoch, verringert sich die Ausfuhr. So einfach ist das. Also bekommt man nur gute Preise durch eine geringere Produktionsmenge. Die Politik muß sich nur entscheiden, ob man Familienbetriebe vor die Wand laufen läßt, oder ordnungspolitisch was ändert.

    Was uns natürlich richtig das Geschäft versaut,ist die Hähnchenmast. Das Fleisch läßt sich einfach billiger erzeugen. (Futterverwertung)


  4. #24

    Da droht der wahre Horror,

    nicht nur den Schweine- sondern auch den Kuhbauern.

    http://www.topagrar.com/news/Markt-N...rt-438146.html

    MfG WK


  5. #25

    Denkt daran, nur Ihr könnt die Situation ändern. Redet miteinander und schließt Euch zusammen!

    So, jetzt gehe ich wieder zurück in den Milchbereich, wo ich hingehöre...[/QUOTE]

    @Doris Peitinger
    Woher der Optimismus?? Noch nie waren sich Bauern so uneinig. Wenn die neuen Bauernpräsidenten gewählt sind, geht es erst richtig rund. Der wahrscheinliche Nachfolger von Herrn Möllers sagte 2008 in die Richtung der Milchbauern:"Die müssen die Marktwirtschaft erst noch lernen".

    Es gibt von diesen Leuten Null Bestrebung, eine gewisse Einheit wieder herzustellen. Das könnte auch nur eine Persönlichkeit (kein Bauer) schaffen, der von einem Großteil der Landwirte akzeptiert wird. Mir würden da Namen einfallen.


  6. #26

    Hallo aheumer,

    Noch nie waren die Bauern so uneinig, schreibst Du. Dies sieht vielleicht vordergründig so aus.
    Wie gesagt, ich kenne mich nur im Milchbereich aus, aber ich bin mir sicher, dass es einige Parallelen gibt.
    War davor Einigkeit unter den Bauern, als es nur den Bauernverband gab? Sicher, es war ruhig, jeder kümmerte sich um seinen Betrieb, scherte sich um nichts anderes und dachte, der Bauernverband wird schon das Bestmögliche für uns tun.
    Jedoch einig in Deutschland waren wir Milchbauern uns nie, da wurde bewußt sehr nach Himmelsrichtungen differenziert. Uns in Bayern wurden immer die großen Wachstumsbetriebe im Norden und Osten vorgehalten, die ja viel billiger könnten, als wir.
    Bis gerade in der Milchpreiskrise ( und nachdem Süden. Norden, Osten und Westen endlich mal miteinander sprachen ) ganz deutlich wurde, dass nirgens der Milchpreis paßt. Im Gegenteil, gerade in Krisenzeiten sind kleine Höfe mit weiteren Einkommensquellen stabiler, da sie querfinanzieren können.
    Und dann waren da noch die "bösen" Holländer und Franzosen, die zu uns reinliefern, falls wir nicht billiger produzieren. Auf gemeinsamen Veranstaltungen wurde klar, dass es diesen auch nicht anders ergeht, als uns. Im Gegenteil, denen wurde immer mit Deutschland als größtem Milcherzeugerland gedroht, das ihnen den Markt wegnimmt
    ( was auch den Tatsachen entspricht, da deutsche Billigmolkereiprodukte tatsächlich im Ausland den Preis drücken, nur haben die deutschen Lieferanten natürlich preislich auch nichts davon ).
    Kurz gesagt, wir wurden immer gegeneinander ausgespielt, obwohl wir alle im gleichen Boot sitzen und es für keinen paßt. Nach dem Motto "Teile und herrsche".
    Überlegt mal, ob es bei Euch nicht ähnlich ist.

    Ja, und ihr Schweinebauern wurdet uns immer als großer Vorbild dargestellt "die sind am Markt angekommen und verdienen richtig Geld". Bis zu uns durchdrang, dass in den letzten 10 Jahren 50 % der Schweinebauern das Handtuch geworfen hatten. Und unser Herr Folgart mal sagt, dass von den Milcherzeugern 85 % - 90 % aufhören müßte, mit dem Rest könne man dann vernünftig arbeiten. Was ist das für eine Berufsvertretung, die sagt, dass die Mehrheit erst mal weg muß?
    Und noch eine andere Frage: Seid Ihr tatsächlich am Markt angekommen? Wenn sich die Schlachtereien mit Hauspreisen gegenseitig unterbieten, obwohl der Schweinemarkt geräumt ist? Ich denke, Ihr habt ebenso wenig Einfluß auf den Markt, wie wir Milchbauern.
    Ich denke, dies ist unser gemeinsames Problem: Wir produzieren, aber die Bezahlung entscheiden andere, die erst mal selbst für ihren eigenen Gewinn sorgen. Dies ist für mich keine Marktteilnahme.
    Dies wird sich nur ändern, wenn wir uns nicht auf andere verlassen, sondern selbst aktiv werden. Die Möglichkeit wurde uns durch das Marktstrukturgesetz gegeben.

    Dass es aus Richtung der Spitze des Bauernverbandes keinerlei Bestreben gibt, Einigkeit herzustellen, da gebe ich Dir recht. Weil dort, meiner Meinung nach, hintergründig ganz andere Ziele verfolgt werden, als uns, was die Preise betrifft, zu vertreten.
    Der Bauernverband wurde übrigens nach dem Krieg eingesetzt, um für die hungernde Bevölkerung für ausreichende und billige Nahrungsmittel zu sorgen. Wenn man es unter diesem Aspekt betrachtet, erfüllt er seine Aufgabe hervorragend ( jedenfalls bei uns im Milchbereich ).

    Und, wie oben gesagt, Einigkeit gab es noch nie und jetzt ist die Aufteilung einfach anders, denke ich mir.

    Falls Du die Namen sagen magst, die Dir dazu einfallen: Es würde mich interessieren.

    Zitat Zitat von aheumer Beitrag anzeigen
    @Doris Peitinger
    Woher der Optimismus?? Noch nie waren sich Bauern so uneinig. Wenn die neuen Bauernpräsidenten gewählt sind, geht es erst richtig rund. Der wahrscheinliche Nachfolger von Herrn Möllers sagte 2008 in die Richtung der Milchbauern:"Die müssen die Marktwirtschaft erst noch lernen".

    Es gibt von diesen Leuten Null Bestrebung, eine gewisse Einheit wieder herzustellen. Das könnte auch nur eine Persönlichkeit (kein Bauer) schaffen, der von einem Großteil der Landwirte akzeptiert wird. Mir würden da Namen einfallen.

    Geändert von Doris Peitinger (04.08.2011 um 15:16 Uhr)

  7. #27

    Welche Marktwirtschaft?

    Allerhöchstens eine Marktwirtschaft, die nicht funktioniert. Voraussetzung dafür ist ein funktionierender Wettbewerb. Und den kann ich höchstens in der Theorie, nicht aber in der Praxis zwischen Urproduzenten und Abnehmern erkennen.

    Ebenfalls erkannt wurde dies schon früh in der BRD. Daher hat man damals das Marktstrukturgesetz geschaffen. Anscheinend sind die Bauern zu wenig Unternehmer, als es in ihrem Sinne zu nutzen.

    Na, vielleicht hatte der oben zitierte Herr dann doch recht... (obwohl, ich bin mir sicher, in diesem Sinne meinte er es nicht...)

    Zitat Zitat von aheumer Beitrag anzeigen
    Woher der Optimismus?? Noch nie waren sich Bauern so uneinig. Wenn die neuen Bauernpräsidenten gewählt sind, geht es erst richtig rund. Der wahrscheinliche Nachfolger von Herrn Möllers sagte 2008 in die Richtung der Milchbauern:"Die müssen die Marktwirtschaft erst noch lernen".


  8. #28

    Wenn die Ferkelerzeuger die menge an Ferkel nicht begrenzen geht der Preis nicht nach oben. Der Vorschlag mit dem 4-wöchigem Lieferstopp hat einen Haken. Die Mäster stallen dann 4 Wochen keine Ferkel ein und die Ferkelerzeuger bleiben wieder auf ihre Ferkel sitzen und baden die ganze Misere wieder aus.Es bibt nur eine Möglichkeit und das ist die Menge herunterzufahren und das fängt bei den Ferkelerzeugern an.


  9. #29

    Hm,

    aber den Ferkelerzeugern wird doch bestimmt gesagt, sie müßten zur Finanzierung ihrer neuen großen Ställe alles dafür tun, um ihre Stückkosten zu senken!? Was wohl die Banken dazu sagen würden?

    In diesem Fall müßten Mäster und Ferkelerzeuger schon gemeinsam an einem Strang ziehen.

    Anscheinend denken aber immer noch 70% der Betroffenen sie würden zu den 30% Besten gehören, die die nächsten 10 Jahre überleben.

    tschüss Kirsten


  10. #30

    Vielleicht interessiert Euch dies:

    http://specht.over-blog.de/article-s...-80488067.html


+ Antworten
Seite 3 von 6 12345 ...


SEO by vBSEO 3.6.1