Kirsten Wosnitza schrieb:
Wie Du dir sicher denken kannst, hab ich kein Jura studiert, aber ich würde es begrüssen, wenn rechtliche Bedenken innerhalb eines Jahres ausgeräumt oder aber auch bestätigt werden. Und eine Kommune, die mit im nachhinein haltlosen Planungen Verzögerungen erzwingt, sollte Schadenersatzpflichtig sein.Hallo Enno,
was würdest Du konkret ändern?
Gruss Kirsten
Hallo Enno
ich gebe Dir Recht, Entscheidungen sollten viel schneller getroffen werden. Dennoch lege ich viel Wert darauf, dass Bürger ihre demokratischen Rechte wahrnehmen können.
Kirsten
Die Verzögerungen wirken sich ja nicht nur auf die Schlachtanlage aus, sondern auch auf die Stallbauvorhaben. Dazu kommen Fakelzüge und co.... Bedenken sollten die Kritiker auch, dass die Firma Rothkötter uber 1000 SOZIALVERISCHERUNGSPFLICHTIGE Arbeitsplätze geschaffen hat innerhalb von 7 Jahren!!! Ich war schon zweimal im Schlachthof bei denen, derzeit wird neuer Betriebskindergarten gebaut! Das ist Turbokapitalismus pur oder?? Und wenn man den Mästern mal spricht und nicht nur mit dem unteren Drittel, die sonst auch nichts gesch.... kriegen, dann sind ziemlich zufrieden, auch mit ihrem Kontostand!!! Trotz oder vielleicht gerade wegen der starken Integration??
Und der Vorwurf Massntierhaltung...naja kann man sehen wie man will, aber die Bestandsgrößen haben sich nicht sonderlich verändert, 40000 pro Stall ist Standart. Wenn man wirklich ne extensive Haltung wollte, dürftens vielleicht 500 sein. Die Besatzdichte an sich, da sind die meisten Betriebe sich einig, könnte Problemlos geringer sein, wenn es Europa weit gilt, kein Problem, da das geringere Angebot die höheren Kosten bequem auffangen würde und zusätzlich die Mastleistung etwas höher sein könnte.
Ich versteh jedenfall die Diskussion nicht wirklich, im Emsland kräht kein Hahn wenn 4 Ställe in Reihe gebaut werden und in Wietze wird so getan als wenn der Untergang des Abendlands bevorsteht. Gerade im Emsland und Raum Clp, Vechta wissen die Leute, welche Branche der Region zu wirtschaftlichem Erfolg verholfen hat. Und so unglücklich scheinen die dort auch nicht sein, obwohl es dort mehr Güllefäser gibt als sonst wo im Lande, sonst wäre die Geburtrate dort nicht am höchsten... Ende meiner Lobhymne auf die Veredelungswirtschaft!
@Christian 3009
Zitat:Und so unglücklich scheinen die dort auch nicht sein, obwohl es dort mehr Güllefäser gibt als sonst wo im Lande, sonst wäre die Geburtrate dort nicht am höchsten... Ende meiner Lobhymne auf die Veredelungswirtschaft!
Nun muß ich schmunzeln, meine Schwester hat dort EL ihe Refrendarzeit absolviert, die hatte genug von Hähnchen u. Schweinemastställen.
Zur Geburtenrate da weiß ich zu wenig aber die sind dort so.........
die werfen sogar noch schatten im Kohlen.........![]()
![]()
![]()
Ich will ja nicht unbedingt die Verhältnisse, vielleicht etwas übertrieben, aber wenn man sich die Viehdichte in Südniedersachsen sieht, dann ist da noch viel Luft und ich finde es Schwachsinn den Weizen ins Emsland zu fahren und den Mist wieder zurück. Was mit dem gleichen LKW aus Hygiene gründen nicht geht...
Es geht bei dem bau von Hähnchen oder anderen großen tierställen nicht nur um Landwirtschaft. Diese Ställe haben auch große Auswirkungen auf die Umgebung. Immerhin lassen die sich nun mal nicht verstecken und geruchslos sind die auch nicht. Also resultieren daraus negative Auswirkungen auf den Tourismus. Da ich aus Westniedersachsen komme weiß ich von was ich rede. Stehen diese Ställe erstmal sind sie nicht mehr so leicht abzubauen und dann kommen weitere hinzu.
Zum anderen sucht ja nicht nur Rothkötter noch mehr Hähnchen sondern auch die anderen wollen in gebiete die bisher Gottseidank davon noch befreit sind.
detert
Wer in letzter Zeit mal an etwas größeren landwirtschaftlichen Bauvorhaben beteiligt war, der weis ganz genau das kein Bürger durch ein Bauvorbaen für Tierhaltung belästigt wird! Hier wird ja so getan als ob jeder wie er gerade Lust hat bauen kann. Und die möglich Einflussnahme durch Bürger ist doch schon sehr groß! An den Gründen die dann dort angeführt werden kann man jedoch sehr Zweifel! Häufig ist wohl auch etwas Neid dabei. Und am Besten finde ich dann die Frage, \"Und was haben wir davon?\" Frage doch auch niocht jeden in meiner Nähe was ich davon hätte wenn er etwas baut, bzw wenn ich davon nix hätte sollte er das Bauen doch bitte sehr bleiben lassen!
Vielleicht werden Bürger nicht durch Bauvorhaben belästigt, anscheinend fühlen sie sich jedoch vom Resultat gestört. Sonst würden sie ja nicht dagegen protestieren.
Ich würde so eine Hähnchenmastgroßanlage auch nicht vor meiner Haustüre wollen.
Und hier jetzt sämtliche Bauvorhaben in diese Diskussion einbringen zu wollen, sowie Neid unterzuschieben, finde ich arg weit hergeholt.
Ich hatte Sie außerdem schon mal gefragt, wieso derartige große Hähnchenverarbeiter die Mästerei nicht selbst übernehmen, wenn es angeblich so lukrativ ist? Ist doch widersinnig, dann andere zwischenzuschalten?
Viehställe werden in der heutigen Zeit bei niemanden vor der Tür gebaut, auch Hähnchenställe nicht!
Und genau, ich sehe da keinen Unterschied zwischen einem Hähnchenstall, einem Schweinestall und einem Kuhstall. Wo sollen da denn Unterschiede sein? Wonach soll definiert werden was gut und was böse ist?
Verstehe jetzt nicht warum das ein Problem sein soll das der Geflügelschlachter nicht selber mästet! Tönnies mästet ja auch nicht selber Schweine und Müller melkt nicht selber Kühe! Jeder konzentriert sich auf sein Kerngeschäft! Und gerade in der Geflügelmast scheint das ja auch recht gut zu funktionierten. Beklagen sich denn die Geflügelhalter über ihre wirtschaftliche Lage, wie zum Beispiel die Milchviehhalter oder Schweinehalter?
Also wenn meinereiner solch große Schlachtanlage für Hähnchen bauen wollte, weil es sich so exorbitant lohnen würde, dann würde ich auch die Mast sicherstellen wollen.
Was mich davon abhalten könnte, es selber zu machen, wären die nötigen Investitionen für die Mastanlagen. Der Schlachthof wird ja schon teuer genug. Außerdem könnte es Probleme mit der Mist-/Gülleentsorgung geben. Lasse ich die nötigen Hähnchen von Landwirten mästen, dann könnte ich gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen:
1. Landwirte können ohne Probleme die Exkremente auf ihren Flächen aufbringen. Als gewerblicher Unternehmer könnte das durchaus komplizierter werden.
2. Mastanlagen zu bauen kostet Geld. Das man selber aufbringen müsste. Landwirte dagegen haben die Möglichkeit, aus dem EU-Topf ein paar Erleichterungen abzuschöpfen, ebenfalls leichter als ein Gewerbetreibender, würd ich meinen.
3. Das unternehmerische Risiko verteilt sich auf externe Zulieferer.
4. habe ich bestimmt noch einige wesentliche Dinge vergessen.
Es dürfte schlicht billiger sein, die Mast auszulagern auf Vertragslandwirte, die einen großen Teil des Risikos mittragen. Wenn sich das Konzept solch einer riesigen Schlachtanlage wirklich so dermaßen auszahlen würde wie propagiert, ich würde um die komplette Kontrolle zu behalten die Mastanlagen selber bauen und Landwirte gegen festes Monatsgehalt anstellen, die die Arbeit machen. Futtermittel etc. laufen ja eh über Vertrag, also könnte ich die gleich selber zur Verfügung stellen in meinen eigenen Anlagen. Nur die Abnahme von Mist und Gülle könnte man vertraglich mit den Landwirten absichern. So behielte ich die absolute Kontrolle, maximale Sicherheit, auch über die Einnahmen.
Das ausgelagert werden soll deutet für mich eher darauf hin, dass es eben doch ein riskantes Geschäft ist, bei dem längst nicht jeder gut verdienen kann.
Ob Fachbücher, DVDs oder die beliebten Cartoons von Uli Schnitkemper als Bettwäsche oder Badetuch. Im top agrar-Shop gibts alles auf einen Klick... Eingang
Unsere Aktion: Eine Woche Praktikum auf den top-Betrieben Mehr...
Die kostenlose Karrierezeitschrift für junge Agrarier. Zum epaper oder zur pdf...
Wir machen Schluss mit den Vorurteilen über die Bauern! Mehr...
Die praktischen Helfer für das Smartphone. Mehr...
Vier Teams, fünf Entdecker und vier spannende Landtechnik-Ziele. Jetzt entdecken...