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  1. #1251
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Slowfoot Beitrag anzeigen
    so wie es der Kunde wünscht!
    Hm, bei meinem letzten Supermarktbesuch brauchte das Geflügel in der Tiefkühltruhe nur noch etwa ein Drittel des früheren Platzes. Ob man also tatsächlich so produziert, wie "der Kunde" es sich wünscht?

  2. #1252
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    Tiefkühlhähnchen gelten allgemein zwar nicht als Zugvögel, können aber, man glaubt es kaum, in kurzer Zeit beträchtliche Entfernungen überwinden. Vermutlich liegt es jetzt zu Ostern auf irgendeinem anderen Telller!

  3. #1253
    Erfahrener Benutzer
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    Schon komisch, Doris. Hier oben bei mir ist es eigentlich das selbe wie offenbar bei Dir im Süden. Früher waren die Kühltruhen wesentlich voller mit Geflügel. Und das liegt nicht daran, dass so ein reissender Umsatz wäre, sondern weil dem gerupften Federvieh gleich weniger Liegefläche zugewiesen wurde. Und auch beim mobilen Drehspießgrill ist die Kundenschlange bedeutend kürzer geworden, bestenfalls noch die Hälfte. Und dabe tut mir der Kerl da noch richtig leid. Ist für den kein Vergnügen und über seine Marge möchte man lieber nicht nachdenken. Wahrscheinlich ähnlich hoch wie bei uns mit der Milch?

    Vielleicht kümmert sich Noch-Agrarministerin Aigner ja um das Geflügel, im Rahmen ihrer Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung. Vielleicht wurde es auch schon nach Afrika verschifft, um den Geflügelhaltern dort das Leben zu erschweren. Oder wird das etwa zu Tiermehl verarbeitet und der nächsten Generation Hähnchen einverleibt? Quasi als Perpetuum Mobile der Nahrungsmittelerzeugung?

    Nein, der Kunde will nicht billig. Das ist ein uraltes Vorurteil. Der Kunde nimmt gerne billig, wenn es ihm dargeboten wird. Natürlich tut er das. Wenn es denn schon da ist. Was der Kunde aber _will_, das sin doch eher gesunde nachhaltig erzeugte Lebensmittel. Und mittlerweile verstehen es auch immer mehr Kunden, dass solche Lebensmittel eben nicht immer zum billigsten Spottpreis im Discounter zu haben sein können.
    Dort findet man eher die Billig-Massenware, die dem Handel und der Industrie so lieb sind, weil die Produktion so einfach ist und die Marge so hoch dabei, und überall kann man die gleiche standardisierte Ware in bequem ausreichenden Mengen in die Regale stellen. Und wenn der Absatz leidet, dann kann man notfalls das MHD verkürzen, dann kann früher neu verkauft werden, weil früher weggeschmissen wird.
    Oh, hoffentlich wird das nichts mit Aigners Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung. Was für ein übler Markteingriff das doch wäre...

  4. #1254
    Erfahrener Benutzer
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    Hallo Detmar,

    die Diskussion darum, dass DER Verbraucher IMMER nur billig will, ist eine never ending story.

    Würde DER Verbraucher aufhören, Kuhmilch zu kaufen, wenn die Milch ganz unten im Regal nicht 58, sondern 68 oder 78 Cent kosten würde? Muss ja nicht gleich 1,08 Euro sein. DASS nach unten gegriffen wird, ist legitim und normal.

    Das Argument, der mündige Verbraucher könne sich ja aufgrund all seiner Informationen entscheiden, wird auch immer wieder gerne bedient. Es setzt allerdings voraus, dass alle Marktteilnehmer und somit auch der Verbraucher vollständige Transparenz über die Produkte hat.

    In diesem Fall ist er also bestens darüber informiert, welche Kleidungsstücke mit Kinderarbeit hergestellt werden und welche nicht. Welche Tomaten mit illegalen Nordafrikanern gepflückt werden und welche nicht. Welche Stoffe unter großer Umweltverschmutzung hergestellt werden und welche nicht.

    JA - und nun kann er sich entscheiden, ob er zum billigen Produkt greift oder zum teureren, welches geringere externe Kosten verursacht.

    Ironie beiseite - ich bin der Meinung, wir können erwarten, dass in der EU gewisse Standards garantiert werden, ohne dass wir als Verbraucher zwei Stunden Internetrecherche betreiben darüber müssen, zu welchen Bedingungen ein Nahrungsmittel hergestellt worden ist.

    Der Anteil an den Ausgaben der Verbraucher für Nahrungsmittel ist so gering und sinkt ständig. Da dürfen gewisse Ansprüche gestellt werden.

    Kirsten

  5. #1255

  6. #1256
    Erfahrener Benutzer
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    Na siehste es geht noch billiger bei Müller!!!
    ha zwar nichts mit den Hähnchen zutun.......

  7. #1257
    Erfahrener Benutzer
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    Hallo Detmar und Kirsten,

    ich denke, hier wurde jahrelang sehr gut daran gearbeitet, die Produkte zu vereinheitlichen und den Verbraucher zu verwirren und die ganzen Produkte und Produktionsweisen immer intransparenter zu machen. Dass der Verbraucher zum Billigsten greift, wenn er sich nicht auskennt, ist logisch. Und genau dies wird ihm dann auch noch vorgeworfen.
    Dass gleichzeitig auch die Erzeuger austauschbar sind, ist auch klar und gewollt, denn so kann man Druck nach unten aufbauen.

    Dass ein großer Teil der Verbraucher nicht mehr gewillt ist, alles zu schlucken ( immerhin befinden wir uns nicht mehr in der Nachkriegszeit ), zeigt sich gerade an eben diesen Tiefkühltheken.
    Wäre man intelligent, würde man sich nach den Verbraucherwünschen richten, anstatt diese entweder zu ignorieren oder eben diese Verbraucher als dumm zu bezeichnen.

    Sehr bezeichnend in diesem Zusammenhang, wie manche reagieren, wenn Verbraucher auf die Straße gehen, weil sie faire Erzeugerpreise und ein System fordern, das für sie transparenter ist. Und von Bauern, die auch noch mitgehen und für eben ihre eigenen Erzeugerpreise kämpfen, distanziert man sich auch.

    Hat man sich doch in diesem Billigsystem samt seinen Verwirrspielen inkl. netten werbewirksamen Verpackungen so vorteilhaft eingerichtet...

    Eigentlich gäbe es ein Verbraucherministerium, das für die nötige Transparenz zu sorgen hätte. Bis auf vorgetäuschten Aktionismus und Lippenbekenntnisse habe ich jedoch noch nichts aus dieser Richtung vernommen...

  8. #1258
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Friesenkuh Beitrag anzeigen
    Na siehste es geht noch billiger bei Müller!!!
    ha zwar nichts mit den Hähnchen zutun.......
    Nö, so gar nichts mit Hähnchen. Reinhard sollte sowieso lieber Werbung für landwirtschaftliche Erzeugnisse mit höherer Wertschöpfung machen, wenn er hier als Bauer angesehen werden möchte. Stattdessen hält er uns nur immer vor, wo der Handel uns die Preise kaputt machen kann. Komisch. So doof wäre ein Bauer doch nun wirklich nicht, ausser er will gerne immer billiger produzieren, um seine Nachbarn wirtschaftlich ins Straucheln zu bringen.

    Kirsten, Deine Frage ist eigentlich keine. Natürlich würde der Verbraucher auch noch Milch für 10 oder 20 Cent mehr kaufen. Solange er die Wahl hat, sie günstiger zu bekommen, ja da greifen einige dann eben zur günstigeren. Ist doch ganz normal und machen wir fast alle so. Aber wenn das gesamte Preisniveau angehoben werden würde, die Verkaufszahlen würden sich nicht viel ändern. Milch ist ein Grundnahrungsmittel, dass immer gekauft werden wird. Jedenfalls solange, wie man ihren Wert nicht komplett ruiniert hat.

    Was die Ansprüche und Standards angeht: Mich wundert es des öfteren, dass sich bei Diskussionen um eine Produktionsmengenanpassung zwecks Kostendeckung und marktwirtschaftlichen Verhaltens gerne auf dem Aussenschutz, der dann auch nötig wäre, herumgehackt wird. Ein Aussenschutz dürfe es angeblich nicht geben, da wir dann nicht mehr international wettbewerbsfähig wären.

    Doch wie wettbewerbsfähig sind wir, wenn wir die höchsten Produktionsauflagen hierzulande haben, aber fleissig Dinge importieren, die so hier bei uns gar nicht hätten produziert werden dürfen?
    Man könnte ja einfach schon mal auch auf Importwaren die selben Standards festlegen, wie sie für inländische Ware gelten. Dann wären wir schon ein ganzes Stück weit wettbewerbsfähiger, international gesehen.

  9. #1259
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    Zitat Zitat von detmarkleensang Beitrag anzeigen
    Jedenfalls solange, wie man ihren Wert nicht komplett ruiniert hat.
    Bioanteil <5%

  10. #1260
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Friesenkuh Beitrag anzeigen
    Na siehste es geht noch billiger bei Müller!!!
    ha zwar nichts mit den Hähnchen zutun.......
    nichts, FK, aber wir dürfen heute weil Ostern ist wohl eine Ausnahme machen?

    In diesem Fall ist er also bestens darüber informiert, welche Kleidungsstücke mit Kinderarbeit hergestellt werden und welche nicht. Welche Tomaten mit illegalen Nordafrikanern gepflückt werden und welche nicht.
    Hmmm, was bitte sind noch mal "illegale Nordafrikaner" ???

    langsam mach ich mir Sorgen....tz, tz, tz..

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