Zum Füllen des Sommerlochs hier ein Link zu einem Viseo über \"Moderne\" amerikanische Mastschweineproduktion.
http://www.theporknetwork.com/NLA_Fr...39&tid=Archive
Da hat man vielleicht sogar Verständnis dafür, dass Gesellschaftskreise nicht mehr das Wort Inensivtierhaltung bevorzugen, sondern doch relativ empfänglich sind für den von den meisten Medien und in Kreisen alternativer Haltungsverfahren gebrauchten Ausdruck \"Massentierhaltung\".
Für solch primitive Stalleinrichtungen braucht man auch keine Eurotier mehr, um sich etwas anzuschauen, wie man einen tiergerechten, umweltgerechten, ökologischen, enregierelevanten, klimaneutralen (oder sonstigen nötigen Kriterien aus dem Repertoire der Schlagwortliebhaber) Stall nach geltendem EU- und bundesdeutschem Gesetzen gegen den Widerstand sämtlicher Tier- und Umweltschützer und Bürgerinitiativen zu bauen.
Man baut die billigste Stahlhalle, hängt ein paar Vorhänge an die offenen Längsseiten.
Längsteilung in zwei Abteile in der geschätzten Größenordnung 15m x mindestens 75 m.
Dan sucht man sich den billigsten Stahlhändler, besucht einen Grundkurs im Schweissen und fängt an, den erworbenen Stahl zu Gittern zusammen zu schweißen.
Farbe und Spritzpistole verdeln das antstandene Ensemble durch etwas etwas kalte , blaue Farbe (Schweine haben kein Farbsehen, für die ist eh alles s-w und man braucht sich keine GEdanken zur Farbenlehre zu machen).
Zwei Kreisläufe mit Trockenfütterungsanlagen mit dem größten Rohrdurchmesser, der auf dem Markt vorhanden ist, müssen gefunden und installiert werden.
Vielleicht sollte man zumindest bei den Futterautomaten auf ein wenig Qualität achten?
Wasserleitung verlegt, einige Ventilatoren an die Stalldecke, damit man als Alibi für irgendeine Kilmaführung im Stall wenigstens einige Kamine im Dach hat (Schade für den Stromverbrauch für ein niemals funktionierendes lufttechnisches System).
Aber da es ja Klimaerwärmung gibt, macht man eben die Vorhäge auf. Ich habe bei meinen USA Aufenthalten neben extremer Hitze auch schon einige Blizzards miterlebt. Aber dann macht man die Vorhäge eben zu und wartet auf die nächte Erwärmung!
Sechs lange und möglichst breite Flüssigmistkanäle für jedes Stallabteil mit möglichst breiten Splatenböden als Basis für alles.
Sieht (gut ??) aus für ca. 30 min, nachdem die ersten Tiere in diese Arenen getrieben werden.
Wie im Video!
Ich mehme gerne Wetten an für den zu erwartenden grausemen Zustand nach einigen Tagen bzw. Wochen der Produktion.
Der Grausamkeit des \"inside the barn\" entspricht der das Hog-Gilrs aus Missouri.
Den Text braucht man gar nicht zu verstehen, die laufenden Bilder sprechen für sich, gegen Amerika.
Sie zeigen, dass wir vielleicht diesem Volk nicht nur geistig, sondern auch technisch und handwerklich überlegen sind, humaner produzieren, im wahrsten Sinne des Wortes \"kreativer\" denken und handeln und dass eine Eurotier gar nicht so falsch ist.
Ich werde mich dort wieder intensiv informieren.
Schönen Gruß aus Deutschland
F. Berkner
www.fritzberkner
Man sieht doch deutlich ,das Tier ,Mensch und Kinder sich wohl fühlen und entspannt sind !!!
Was soll man Tieren noch geben wenn sie pudelmunter sind ????
Sofas ? Fernsehn ? Kuscheldecken ? :S
Jochen Schulze Pröbsting schrieb:
Lieber Jochen,Man sieht doch deutlich ,das Tier ,Mensch und Kinder sich wohl fühlen und entspannt sind !!!
Was soll man Tieren noch geben wenn sie pudelmunter sind ????
Sofas ? Fernsehn ? Kuscheldecken ? :S
(Dein Benutzername – wenn er falsch sein sollte, bitte ich schon im Voraus um Verzeihung, um damit eventuellen sinnlosen Diskussionen vorzubeugen)
danke für deinen Beitrag.
Es ist immer wieder erfrischend, solche Kommentare zu lesen.
Sie dokumentieren, mit welcher laienhaften Unbekümmertheit ihr Schweine zu halten scheint bzw. selbst aus angeschauten Videos nicht sinnvolle Rückschlüsse ziehen könnt.
Warum behaupte ich das?
Hier kurz die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften zu deinem Kommentar:
Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung vom 22. August 2006
§ 21
Allgemeine Anforderungen an das Halten von Schweinen
(1) Wer Schweine hält, hat sicherzustellen, dass
1. jedes Schwein jederzeit Zugang zu gesundheitlich unbedenklichem und in ausreichender Menge vorhandenem Beschäftigungsmaterial
hat, das
a) das Schwein untersuchen und bewegen kann und
b) vom Schwein veränderbar ist und damit dem Erkundungsverhalten dient;
Richtlinie 2001/88/EG des Rates vom 23. Oktober 2001
5. Unbeschadet der im Anhang enthaltenen Auflagen müssen die Sauen und Jungsauen ständig Zugang zu Beschäftigungsmaterial haben, das zumindest den in diesem Anhang festgelegten einschlägigen Anforderungen genügt.
Richtlinie 2001/93/EG der Kommission vom 9. November 2001
4. Unbeschadet von Artikel 3 Absatz 5 müssen Schweine ständigen Zugang zu ausreichenden Mengen an Materialien haben, die sie untersuchen und bewegen können, wie z. B. Stroh, Heu, Holz, Sägemehl, Pilzkompost, Torf oder eine Mischung dieser Materialien, durch die die Gesundheit der Tiere nicht gefährdet werden kann.
Dass es auch in meinem Augen gelinde gesagt Schwachsinn ist, Schweinen Holz, Sägemehl, Pizkompost, Torf und Mischungen daraus zur Verfügung stellen zu müssen, muss sich wohl nicht betonen?
Und dass diese auch für die Gesundheit der Tiere ungefährlich sein sollen, auch nicht?
Oder?
Die von dir vorgeschlagenen Alternativen können ja entsprechend veranlagte Menschen gern aufstellen, wenn es ihre Ideologie verlangt.
Der normale Schweinehalter muss das Gott sei Dank noch nicht.
Ob herumtollende Kinder, welche sicher nicht unbedingt eine Hygiene-Schleuse durchlaufen haben (zumindestens der eine Junge hat nicht mal Gummistiefel an, siehe min. 1.19 des Videos!), der von dir angesprochenen Sache dienen, lasse ich mal unkommentiert.
Ein Schweinestall muss und sollte kein Kinderspielplatz sein!
Noch ein weiterer Punkt:
Dass wir hier in Europa ganz konkrete Vorschriften zu Schlitzweiten in Betonspaltenböden haben, sollte dir und allen Anderen auch bekannt sein.
Mit nur geringem Fachwissen ausgestattet, sollten auch weniger kompetente Betrachter in diesem Video in mehreren Sequenzen erkennen können, dass diese Spaltenböden viel zu große Schlitzweiten für die gezeigten Tiere aufweisen. Dazu muss man einen pound to kg Coverter aufsuchen und das kommentierte Einstallgewicht 12-15 pounds = 5.4 – 6.8 kg, Austallgewicht 206 Pounds = 113 kgder Sprecherin im Video hören und umrechnen. Schau Dir die Szenen ab min. 1.30 bzw. 2.03 an. Das sind Spaltenböden für Mastschweine, nicht für Ferkel!
Jeder europäische Schweinehalter bekommt dafür ein Bussgeld und baut um!
Abschließend sei gesagt das ich sicherlich kein Freund irgendwelcher sog.“Tierschützer“ bin.
Dennoch finde ich die in diesem Video gezeigte Haltungsvariante nicht so unterhaltend wie Du und weiss, dass sie in Europa normal so nicht erlaubt wäre.
Aber das habe ich ja schon zum Ausdruck gebracht.
Und dass sehr viele die immerhin noch demokratisch beschlossen Gesetzgebung oft relativ wenig interessiert, ist in diesem Treff schon immer sehr drastisch kommentiert und von den mitlesenden Tierschützern sicherlich sehr sorgfältig dokumentiert worden.
Ich das schon öfters entsprechend kommentiert.
Gruß aus Gießen
Fritz
Ich würde vorschlagen wir marschieren in den USA ein und verordnen denen die in Deutschland üblichen Haltungsvorschriften....:silly: Gerechtigkeit muss ein!
Die UPf (united - pic force) wird von Seiten der Uno zur Überwachung der Standards stationiert. B)
R. Seevers
Das würde mich nachdenklicher machen:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/1247952/
R. Seevers
Hallo zusammen,
ich habe den Artikel leider erst jetzt gelesen. Was aber auch kein Unglück ist.
Was will Fritz damit erreichen/bezwecken?
Das ist doch nun wirkich ein Spitzenstall ohne viel Schnickschnack der auch super funktioniert. Viel Licht, hohes Raumangebot und große Gruppen sind doch tiergerecht.
Und auch eifache Ställe funtionieren mindestens genauso gut wie unsere meist hoch technisierten und teueren deutschen Ställe.
Und außerdem ist diese Farm in America und nicht in der EU, also was soll deine Auflistung unserer Auflagen????
Was dieser Stall denn nun mit \"Massentierhaltung\" zu tun hat verstehe ich auch nicht.
Selbst du Fritz wirst mittlerweile Ställe mit 500 bis 1000 Sauen und 3000 bis 5000 Mastplätzen planen.
Gruß
Tobias aus Irland (auf 7000er Sauenfarm im geschlossem System mit einfachen super funtionieren Ställen)
Grüß Dich Tobias,
schon die erste Frage von dir zeigt, wie “einfach super funktionierend“ auch Du glücklich bist.
Gehörst Duauch zu den „Bauern mit den dicken Kartoffeln“?
Bist du schon einmal in Minnesota gewesen? Viel Land, quadratisch, praktisch, gut, wenig Bevölkerung rund um die Ställe. In diesem Farmland gibt es noch nicht so viele Protestierer wie hier in Deutschland! Ich war in Minnesota – zur Information.
Ist doch noch ein paar Meter weiter als Irland!
Schon einmal etwas von globalen Zusammenhängen gehört, in welche die Landwirtschaft hier wie dort verwickelt sein könnte?
Wenn nicht, dann informiere dich mal über die Probleme, welche amerikanische Farmer momentan haben. Ich lese das jeden Tag aus Nachrichtendiensten, z.B. http://nationalhogfarmer.com
Das so etwas Einflüsse haben kann, welche einmal die amerikanischen Kollegen direkt betrifft (Stichwort „pollution“) und sie mit all dem konfrontiert was wir glauben schon hinter uns haben (wir haben nämlich eine etwas härtere Gesetzgebung als die da drüben), wird Dir und anderen wohl nicht mal klar, wenn man Euch die Nase reindrückt?
Mit solchen Videos kämpfen amerikanische Farmer verzweifelt um ihr Image, um welches sich der amerikanische Verbraucher im neuesten Umfragen nach momentan noch nicht so viel schert wie bei uns hier in Europa, wo er ständig mit der Nase auf jedes Problem gestoßen wird.
Wenn man euch auf elementare Dinge hinweist hier selber nicht seht, wird man angegriffen.
Du fragst wenigstens noch, das ist schön.
Dann erzähl mir doch einmal als Praktiker, wie du in diesem deiner Aussage nach super funktionierenden Stall eine Tierkontrolle in einer solchen Bucht durchführen willst?
Ich sehe nur ganz normale Futterautomaten (wahrscheinlich mit Breifutter, eine Wasserleitung kann man wohl erkennen). Dann erzähl doch mal den Treff, wie Du da feststellen willst, ob ein Tier gefressen hat oder nicht. Da könnte sicher alle etwas lernen.
Maybe you watch this video for training the hog-ride?
Dass dies auch um globale Auswirkungen haben kann, welche mit Sicherheit in Zukunft den amerikanischen Schweinepreis beeinflussen werden, ist die andere Seite.
Warum könnt ihr eigentlich euch nicht einmal selber so etwas Fragen und Gedanken dazu machen?
Ein endlich mal positiver Ansatz, in diese Richtung zu denken, ist auch der Beitrag des geschätzten Kollegen Seeger.
Diese seit langem bekannte und immer wieder in den Medien hoch gekaute Problem betrifft nicht nur die Bretagne, sondern damit kämpfen auch schon lange mecklenburgische Bauern und sicher auch die Bauern der norddeutschen Küstengebiete mit ihren vielen scheißenden Rindviechern.
Das hatte also schön erkannt.
Ich versuche hier ab und zu mal, Gedankenanstöße zu geben.
Das Ergebnis ist sehr oft, dass geprügelt wird, weil man glaubt, jetzts kann ich es dem Berkner mal wieder geben.
D u fragst wenigstens, das ist die bessere Methode.
Hoffe, dir weitere Gedankenanstöße gegeben zu haben, die dich veranlassen, nicht nur alles schön zu finden, sondern kritisch zu hinterfragen.
Ins grüne Irland
Fritz
sorry, hier ist der hog-ride link :woohoo:
www.youtube.com/watch?v=XgMjsHia8Vw
Gruß
Fritz
Fritze, ich kann immer noch nicht erkennen, was du uns eigentlich sagen möchtest.
Hinterfragst du die Landwirtschaft allgemein oder die Amerikanische im Besonderen?
Stellst du die amerikanischen Haltungsbedingungen den unsrigen gegenüber, was nicht geht?
Fragst du dich, ob du in der Vergangenheit vielleicht den falschen Beruf gehabt hast und doch lieber dem Umweltschutz hättest dienen sollen?
Zu Mecklenburgs Bauern: Was haben die für ein Problem?
Meinst du den Anteil Stickstoff und Phosphor in der Ostsee? Wenn dem so sein sollte, empfehle ich den \"Baltic Sea Action Plan 2007\" zu lesen, wo die Minderungserfordernisse hinsichtlich P und N aufgestellt wurden. Der Anteil Deutschlands beträgt bei P = 1,6% und bei N = 4,2% und der Anteil der Landwirtschaft daran beträgt geschätzte 30%.
Wo also stellst du ein Problem fest?
Waren das genug Fragen, statt Behauptungen?
R. Seevers (nicht Seeger)
Hallo Fritz,
ja ich war auch schon in America in Indiana auf Schweine und Ackerbaubetriebe und finde nach wie vor american agriculture als das Beste das ich bisher erlebt habe. Ich finde nicht alles einfach schön, ich bin überzeugt von einfachen, funktionierenden Konzepten der Agrarpoduktion.
Tierkontrolle sehe ich nicht als das große Problem. Muss man natürlich in die Buchten und sich Zeit nehmen, und man sieht sehr schnell welche Tiere krank sind bzw. nicht fressen.
Auf unserem Betrieb haben wir Mastbuchte zwischen 17 und 150 Tieren und die \"Großbuchten\" sind Tierkontrollmäßig eher noch zu bevorzugen, da man in die Buchten muss um zu kontrollieren. Fast alle Tiere stehen auf wenn man in die Bucht geht, die restlichen 5-10 % muss man sich näher ansehen. Gibt meines Erachtens keine bessere Tierkontrolle.
Kranke Tiere müssen natürlich in eine Krankenbucht ausselektiert werden.
Großbuchten sind nach meiner Erfahrung auch tierfreundlicher.
Viele unserer Auflagen sind schlichtweg Schwachsinn die sich Bürokraten ausdenken. Amerikanische Schweineställe kann man dem Verbraucher verkaufen, sofern man sachlich bleibt oder was ist bei uns in Europa so viel besser?? Das einzige wäre evtl. der Spaltenboden. Was ich als Praktider schon in einem wean to finish Stall gesehen habe gibt aber keinen Anlass zum Verbot solcher Schlitzbreiten - wir haben sie aber trotzdem.
So wie ich deine Behauptungen und Gegenargumente lese befürwortest du unsere oft schwachsinnigen Haltungsauflagen.
Im Sinne von Produktwerbung- und marketing muss man diese Auflagen natürlich differenzierter betrachten und bringen mit Sicherheit Wettberwerbsvorteil. Produktionstechnisch aber viel zu überzogen. Ich kann hier leider nicht schreiben in wie weit die Auflagen hier in Irland eingehalten werden (Freunke könnten mitlesen), aber deutsch ist deutsch (strikt nach Skript)
Fritz ich kann nicht beurteilen wie viel Praxis du im Umgang mit Schweinen hast, aber was ich oft so lese von dir, wäre mal ein Schweinepraktikum kein Schaden.
Viele Grüße aus Irland
Tobias
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