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  1. #11
    Erfahrener Benutzer
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    Martin dem stimme ich voll zu.
    Gerd

  2. #12
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    Denn mal los!

    Kirsten

  3. #13
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    Hallo Kirsten,

    leider funktioniert Dein Link nicht und auf die Schnelle habe ich den Artikel nicht gefunden.

    Aber ich denke, dass Herr Sonnleitner den LEH bittet ( oder rügt ), dass er gefälligst mehr Geld nach unten reichen soll.
    Hat er bei uns doch auch gemacht. Hat nur nichts genutzt. Ist halt mal wieder der typische Aktionismus, den man an den Tag legen muss, um den Bauern vorzugaukeln, dass man sich ja bemüht und für sie eintritt.
    Aber es ist tatsächlich ein recht merkwürdiger "freier" Markt, auf dem sich die Schweinebauern bewegen. Ein leerer Markt und trotzdem Preisverfall? Da scheint die Neoklassik wohl ein paar Einflußfaktoren ( z. B. das Machtgefälle ) vernachlässigt zu haben?

    Zitat Zitat von Kirsten Wosnitza Beitrag anzeigen
    Mensch Doris,

    prima Idee! Es ist ja inzwischen wirklich verwirrend, in welchem Bereich kostendeckende Preise gefordert werden dürfen und in welchem nicht.

    Also die Milchbauern dürfens ja auf keinen Fall.

    Die Biogasbauern brauchens nicht zu fordern, denn die bekommen von alleine mehr.

    Aber die Schweinebauern, für die fordert es nun der Bauernpräsi:

    http://www.topagrar.com/news/Markt-News-Sonnleitner-Ruinoese-Schweinepreise-gefaehrden-landwirtschaftliche-Betriebe-431217.html

    Die Ferkelpreise gaben mittlerweile um weitere 3 Euro auf 38 Euro nach. „Diese Preise für die Schweinehalter und Ferkelerzeuger liegen unter den Gestehungskosten und gefährden die Existenz der Veredelungsbetriebe in Deutschland. Eine Kehrtwende in der Preisgestaltung durch die Unternehmen der Lebensmittelkette ist bitter notwendig“, forderte Bauernpräsident Sonnleitner.

    Verstehe ich gar nicht, denn hier wirkt doch schon längst der freie Markt - und der solls doch für uns richten?!

    Das soll mal einer verstehen....

    Kirsten

  4. #14
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    Mich interessiert nun aber noch immer, welchen Wert unsere Milch hat und wer diesen bestimmt.

    Wir Milchbauern sind es jedenfalls nicht.

    Die Verbraucher? Glaube ich auch nicht. Wie stand kürzlich in TA? Während der Hochpreisphase hat ein durchschnittlicher Haushalt etwa 2 Euro mehr für Milchprodukte ausgegeben, als in der Niedrigpreisphase. Ich glaube nicht, dass dieser Betrag für einen Normalbürger ein Problem darstellt. Dass schreiende Aufrufe, dass Lebensmittel sich verteuern, wie sie unser DBV auch gerne macht, allerdings verunsichern, ist klar.
    Aber im Grunde greift, meiner Meinung nach, der Verbraucher genauso zu, wenn das Preisniveau insgesamt um ein paar Cent höher ist.

    Der Markt? Dass der sehr merkwürdig funktioniert, sieht man am Schweinebereich.

    Ich denke, es ist eine Mischung aus Markt und Macht. Und ein Schwung Psychologie ist auch noch dabei...

  5. #15
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    Hallo Doris.

    Der Markt hat nur einen äußerst geringen Einfluss auf unsere Preise. Wenn überhaupt. Der wird uns nur immer als Entschuldigung aufgetischt, wenn andere grad mal wieder abräumen und wir selber auf der Strecke bleiben.

    Welchen Einfluss haben wir Erzeuger auf unsere Milchauszahlungspreise?
    Welchen Einfluss hat der Verbraucher auf unsere Milchauszahlungspreise? Kürzlich zog der Verbrauch an, obwohl eigentlich eine relative Hochpreisphase war. Und als die Preise vor knapp 3 Jahren total im Keller waren? Nichts, kein Mehrverbrauch. Wenn der Markt funktionieren würde wie uns erzählt wird, dann müsste es genau anders herum sein.

    Was ist momentan bei den Schweinen los? Markt leer, trotzdem absolute Tiefpreise bei der Auszahlung an die Erzeuger. Wo ist da der Markt mit Angebot und Nachfrage?

    Beim Getreide auch, dasselbe: Sobald die dt mal 1-2 Euro teurer wird gehts los. Oha, Brot wird teurer. Welchen Anteil hat unser Getreideerlös am Brötchen? 1,5 Cent bestenfalls. Was macht da 1 Euro an der dt aus? So kleine Münzen gibt es nicht, dass man das auf den Brötchenpreis aufschlagen könnte. Und die Kundschaft kauft trotzdem.

    Die Preise werden vom Handel und von der Industrie gemacht! Nicht von uns und nicht vom Verbraucher. Mag sein, dass der günstig einkaufen möchte. Aber letztendlich hat er nur die Wahl zwischen dem, was angeboten wird, vom Handel. Deswegen heißt es ja auch: Angebot!

    Der Handel bietet einen möglichst niedrigen Preis an. Der Kunde entscheidet, ob er das günstigste nimmt oder etwas mehr bezahlt. Zahlen viele Kunden mehr, dann werden die Preise vom Handel nach oben korrigiert. Wird viel günstiges gekauft werden die Preise nach unten korrigiert. Aber es hängt immer vom Angebot des Handels ab.

    Theoretisch könnte der Handel die Preise auf einen Schlag verdoppeln. Sicher würde es kurz einen Aufschrei geben. Aber gekauft wird dann doch wieder.

    Das der Handel immer günstigere Angebote machen will liegt am Konkurrenzkampf zwischen den Einzelhandelsketten. Gerade die Discounter sind mit ihrem Wachstum hier in Deutschland komplett am Ende. Kein weiterer Markt würde zusätzliche Kundschaft an sich ziehen. Also kann der Discounter nur versuchen seine Konkurrenz auszustechen, in dem er günstiger anbietet.

    "anbietet": es hängt immer am Angebot. Die Nachfrage kann sich immer nur nach dem Angebot richten. Oder kennt jemand Leute, die öfter mal nachfragen, was nicht angeboten wird? Dann heißt es allenfalls: haben wir grad nicht, komm später wieder...

  6. #16
    Erfahrener Benutzer
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    Wer ist denn hier alles bei der Task Force? Und woran erkennt man das?

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