Hallo,
wir haben zwei Söhne und ein kleines Mädl 5 Jahre alt.
Die Jungs müssen abwechselnd helfen. Das wird oftmals wegen dem Nachmittagsunterrricht eingeteilt. Sie helfen wenn auch manchmal mosernd...
Aber beim Großkampftag / Silieren sind sie in ihrem Element. Wir hatten früher im Melkstand eine Schaukel hängen. War praktisch aber die Fliegen... im Winter die Kälte
sie blieben auch im Haus und ich lief oft zum nachsehen rüber.
Als mein Mann mit dem zurücktreiben beginnen wollte, hatte es unser Mädel schon mit erledigt. Da war sie ca. 3 Jahre alt und Papa hatte es übersehen...
Ach ja und wir hatten mal eine Kuh auf der Weide, die kam nur zum melken rein. Aber irgenwie dachte unsere Tochter sie muss das Tier holen und die Kuh ging brav mit. Durch die Milchkammer ins Bad. Ja die Kuh stand in der Menschen zugedachten Dusche. Vielleicht wird sie mal die Bäuerin?
Moin,
mein Leben hat sich in den letzten 2 Jahren komplett geändert.
Bis 2010 hatte ich ca 50 Kühe mit weibl. Nachzucht und 75 ha .
Nun haben wir ne GbR mit 250 Kühen und 220 ha und der weibl.
Nachzucht.
Mein Bruder erledigt die gesammte Außenwirtschaft (Grünland, Ackerland)
und die Werkstattarbeiten.
Das Milchvieh ist unter meinen Fittichen, jedem nach seinen Vorlieben
zugeteilt.
In den spitzen Zeiten helf ich in der Außenwirtschaft und bei Veränderungen im Stall ist mein Bruder imer zugegen - das ist ne traumhafte Lösung.
kribbelig wird es wenn mal die Spitzen sich zuspitzen, im Februar nen neuen Bullen eingestallt und der Dussel hat im März erst seinen Stuhlkreis aufgehoben und hat dann mit der Arbeit begonnen - im Dezember 38 abkalbungen davon 8 an dem Samstag vor Weihnachten !
Der Nachteil in der betriebl. Entwicklung ist, das die Milchproduktion 4,3 km von meinem Hof entfernt stattfindet , nun fahr ich Morgens zum Melken komm zum Frühstück zu meiner Frau arbeite dann wieder im Stall und bin zum Mittagessen zurück, anschließend bin ich dort bis zum Feierabend. Da hat meine Gegenwart in der Familie deutlich gelitten, der Vorteil ist das ich jedes 2. Wochenende frei habe , wir uns die Feiertage aufteilen, es ruhige Stunden zu Weihnachten gibt , und soetwas wie mit der Frau(ke) nen Tag shoppen auch möglich ist.
Die 2 Mädels (Foelke + Fenna) haben nun auch für sich erkannt das man auf dem Milchviehstandort mit den Klassenkameraden spielen kann, sie gehen in die erste und dritte Schulklasse und können immer mit mir rumramen wann Sie wollen.
Es gibt immer ein lachendes und ein weinendes Auge bei Betrachtungen auf die Vergangenheit .
Grundsätzlich ist aber festzustellen das ich nicht weiß ob ich noch heute den Betrieb führen würde wenn ich den Schritt zu dem dritten Hof nicht gemacht hätte .
Also für die Familie meines Bruders und für meine Familie hat sich eine gewaltige Wandlung vollzogen, wir werden weiterhin das Beste daraus machen .
Der Milchstandort ist 3,7 km von dem Betrieb meines Bruders entfernt. Die Rinder stehen auf dem Betrieb meines Bruders und wir werden wohl den Stallstandort bei meinem Hof für Verkaufstiere oder ähnliches nutzen.
Ich bin gespannt was die Zukunft bringt, bis dahin sind es die Kleinigkeiten die Wertvoll! bleiben, Kühe von der Weide treiben mit den Töchtern, Kälbertränken mit der Familie , pünklich Feierabend und die Kinder zu Bett bringen, da sein wenn die Wellen hoch schlagen und gesund und zufrieden bleiben!
Fürs nächste Jahr werden wir noch ein bißchen an der Arbeitskräftesituation verändern und uns weiterhin bemühen das Leben lebenswert zu erhalten ;-)
Also zu dem Thema "Betrieb und Familie" kann ich nur sagen
Kommt gut ins neue Jahr und ich wünsche vor allem viel Gesundheit für Euch und Eure Lieben !
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