Martin,
es ging mir nicht um die Abschmelzung, sondern um die kurzfristig anberaumte Kuh- und Grünlandprämie als Versuch, die Michbauern zu besänftigen.
Wo die Prämien letztendlich bleiben hängt schon stark von den herrschenden Knappheiten ab. Vermutlich sind sie in so manchen Mittelgebirgslagen zusätzliche Motivation, dort Flächen zu bewirtschaften. In Intensivregionen werden sie über kurz oder lang komplett an die Verpächter durchgereicht.
Auch der Herr Borchardt hatte letztens keine Antwort darauf, wie diese Subvention von Landeigentümern durch den europäischen Steuerzahler in Zukunft verhindert werden kann. Denn die Koppelung an Arbeitszeitbedarf scheint nicht in sein Bild zu passen.
Eine gute Nacht wünscht Kirsten
Gerd,
ich denke nicht, dass der Stand von heute für alle Ewigkeiten gilt. Aber wenn ich die Bedingungen sehe, unter denen die Kollegen in Norddeutschland derzeit versuchen zu wirtschaften, dann muß in verschiedene Richtungen gedacht werden. Und wenn ich die Biogasgier in vielen Regionen sehe, scheinen Milchpreise von 75 cent durchaus gerechtfertigt. Das Hauptproblem dürfte wohl sein, ein tragfähiges und halbwegs gerechtes Modell zu entwickeln.
Gruß
Martin
http://www.nxtbook.com/dawson/gp/mil...er_201203/#/46
auf Seite 45 und 46 findet Ihr die aktuellen Milchpreise.
Gruß
Martin
http://www.zeit.de/1967/16/milchschwemmeMilchschwemme
Ob der Verbraucher jetzt zwei Pfennige oder im nächsten Jahr gleich fünf Pfennig mehr für einen Liter Trinkmilch zu zahlen hat, ist ihm gewiß nicht gleichgültig. Noch mehr verstimmt ihn aber die Tatsache, daß der EWGMinisterrat ohne Rücksicht auf Angebot und Nachfrage die Milch erneut verteuert. Da Preiserhöhungen auf die Milchlieferungen anreizend wirken, dürfte die bestehende Milchmarktordnung nun noch schneller ad absurdum geführt werden. Die hohen Butterberge der Vorratsstellen beweisen, daß heute schon eine ansehnliche Überproduktion vorhanden ist. Die unverkäufliche Milch muß, in Butter umgewandelt, ja von den Vorratsstellen aufgenommen werden. Die Lagerhaltung bezahlt der Steuerzahler. Die Bauern wiegen sich in falscher Sicherheit, falls sie glauben, am Milchmarkt werde alles beim alten bleiben. Sie werden sich bald entscheiden müssen, ob sie die Milchablieferungen auf den tatsächlichen Bedarf reduzieren oder einen Preiszusammenbruch riskieren wollen ks.
Zurück in die Zukunft?
Tja,
der xf1 hat's seit 1967 noch nicht verstanden - die Milchablieferungen müssen auf den tatsächlichen Bedarf reduziert werden, um einen Preiszusammenbruch zu verhindern.
Wären mehr Milchbauern Zeit-Leser, dann wäre die Branche vielleicht schon früher fit für die Zukunft gewesen.
Kirsten
Lol, nach 45 Jahrenhat sich doch einiges verändert,Da Preiserhöhungen auf die Milchlieferungen anreizend wirken, dürfte die bestehende Milchmarktordnung nun noch schneller ad absurdum geführt werden
muss aber zugeben, ich les gerne mal ältere Artikel auch aus alten wochenblättern...
Geändert von Slowfoot (12.04.2012 um 12:47 Uhr)
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