Man sieht hier puren Pragmatismus. Milcherzeuger aller Kolleur arbeiten zusammmen.
Warum?
Weil man zur Zusammenarbeit gezwungen ist, beginnend in den Meg´s. Das setzt sich logischerweise (und auch zwangsweise) bis in die Spitze fort. In der Praxis klappt die gemeinsame Arbeit. Wir müssen nur noch die Genos (die einzelnen Mitglieder) reinbekommen.............................
In der Tat ist es entwürdigend, auf das Ergebnis seiner qualitativ und quantitativ hochwertigen Arbeit und Leistung, ca 6 Wochen zu warten und darauf zu hoffen, der Auszahlungspreis möge dann doch bitte die Kosten decken.
Es ist eine logische Konsequenz aus diesem unsäglichen System, dass die Milcherzeuger ihr Produkt selber vermarkten und Wertschöpfung erzielen wollen.
Daran ist nichts Unrechtes zu finden, auch wenn es anderen Interessen und Denkweisen nicht entspricht.
Entwicklung erfordert nun mal, dass andere Wege beschritten werden müssen. Schon immer so gewesen.
Guten Morgen!
Da mag man bündeln so viel man will,
es wird letzlich nichts bringen.
Im Gegenteil,eine "kostendeckende?( 4-6 Cent) Verbesserung
des Milchpreises würde sofort zur Ausweitung der
Milchproduktion und zwangsläufig zum Preisverfall führen.
Die Bündelung kann nur erfolgreich sein in Verbindung
mit einer Mengenregelierung.
Diese Reglierung wird weder der BBV noch der BDM
noch die ABL noch alle zusammen jemals fertig bringen.
MfG
Klaus Wittke
Im Gegenteil,eine "kostendeckende?( 4-6 Cent) Verbesserung
des Milchpreises würde sofort zur Ausweitung der
Milchproduktion und zwangsläufig zum Preisverfall führen.
Die Bündelung kann nur erfolgreich sein in Verbindung
mit einer Mengenregelierung.
Mhm jetzt versteh ich sie nicht merh Herr Wittke, das würde ja bedeuten wenn die Quote fällt und jeder auf D....kom raus produziert fällt der Milchpreis.Ich dachte immer wir agieren am Markt und die Menge wird vom weltweit steigenden Verbrauch aufgesogen.??Alles klar??![]()
In der Tat! Und dann bleibt es ja nicht mal immer bei diesen 6 Wochen. Wo war das denn, grad vor ein paar Tagen, da las ich doch irgendwo, dass da gesagt wurde: "es tut uns leid, bitte habt Geduld, das Geld bekommt ihr nen Monat später, wir sind grad in einem Engpass", oder irgendwie so.
Kann passieren, darf aber nicht! Und schon gar nicht mit solch einer Selbstverständlichkeit! Aber die Bauern machens schon mit, die sind lieb und brav, die brauchen kein Geld zum leben...
Schon diese 6 Wochen haben sich sehr eingebürgert. Warum? Kann es sein, dass das die Zeitspanne ist, in der unsere Milch abgeholt, verarbeitet, verkauft und auch bezahlt wurde? Halten sich die Meiereien etwa komplett schadlos? In dem sie uns erst bezahlen, nachdem sie selber bezahlt wurden?
Dürfen wir Bauern das auch mal so machen?
Das möchte ich erleben, was los wäre, wenn ich dem Futtermittelhändler sage: "Liefer mir mal soundsoviel, dein Geld kriegst Du dafür dann, wenn meine Kühe das gefressen und zu Milch gewandelt haben und die Meierei mich für diese Milch bezahlt hat".
Entweder würden wir gar nicht erst beliefert werden oder die stehen gleich mit dem Gerichtsvollzieher bei uns auf den Höfen.
Aber normalerweise müsste man das mal so machen. Als ausgleichende Gerechtigkeit. Gleiches Recht für alle...
Volle Zustimmung!
Servus
Das ist für mich ein schlechtes marktwirtschaftliches Verständnis. Wenn der Druck von der bäuerlichen Seite nachlässt, zahlen die Molkereien weniger (die eigene Spanne kann ausgeweitet werden). Das ist pure Marktwirtschaft, in der wir unsere eigenen Interessen durchsetzen müssen. Die Anderen machens ja auch. Und uferlos wird die Milchproduktion nicht steigen. Also ist der Ansatz der Meg´s gar nicht so verkehrt. Ich seh diesen Effekt bei unserer privat organisierten Einkaufsgemeinschaft.
Mehr Menge -->niedrigere Preise
Beim Verkauf
Mehr Menge--> höherer Preis
Die anderen Stufen in der Wertschöpfungskette machens ja auch. Also warum sollen wir uns bewusst in eine nachteilige Position begeben?
Der 13. März 2012 ist ein historischer Tag für die deutschen Milchbauern.und konzentriert damit nahezu 1,7 Mrd. kg Milch von ca. 10.000 MilcherzeugernRasta grundsätzlich werden Bauern ohne Zusammenschlüsse nicht auskommen, aber nimm halt die Aussage und die Zahlen vom BBV:Wir müssen nur noch die Genos (die einzelnen Mitglieder) reinbekommen.............................
Was nutzt es "bundesweit" 10000 Betriebe mit durchschnittlich 20 Kühe zu organisieren mit einer Milchmenge, die den Quotenerhöhungen der letzten Jahre entspricht?
Und was bitte sollten Genossenschaftler, die überdurchschnittliches Milchgeld bekommen und im Schnitt ihrer Geno nehezu die 4fache Menge pro Betrieb erzeugen in einer solchen Erzeugergemeinschaft?
Ich glaub kaum, dass man viele Milcherzeuger dazu überreden kann, diese "neue" Einrichtung querzusubventionieren.
Darüber wird man wohl noch nachdenken müssen...
der historische Tag ist noch weit hin...
Geändert von Slowfoot (20.03.2012 um 14:43 Uhr)
Ein Genossenschafter bekommt vermutlich kein überdurchschnittliches Milchgeld. Dafür sorgt schon das DMK. Die ziehen den Milchpreis schon ordentlich runter. Was will ein einzelner Betrieb Preise verhandeln? Es macht einen Unterschied, ob ein einzelner Betrieb(auch wenn er überdurchschnittlich groß ist) mit vlt. 500000 Quote verhandelt, oder eine Meg. mit vlt. 20 Mio kg.
Die Genossenschaften sind bis jetzt den Beweis schuldig geblieben, den Bauern Vorteile zu bringen.
In einer Geno
ist Kapital in Form von Anteilen gebunden.
der Molkereiwechsel schwieriger
Rasta, gut zahlende Molkereien haben schon Lieferanten (meistens sogar genug!),
die am unteren Ende hätten gerne noch welche, wie willst du verhandeln?
Welche Argumente sollen den Milchverkauf der MeG zu überdurchschnittlichen Preisen beflügeln?
"Kommt her, Molkereien, bei uns habt ihr die Tanks bei zweitägiger Abholung in weniger als eine Minute leer?"
Etwa so?
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