Nochwas mein Futtermittelpreis ist seit der letzten Lieferung im März um etwa 4,80 Euro nach oben.
Wenn wir schon beim Spritpreis sind bisher war es so, daß er in einer gewissen Relation zum Milchpreis stand. Ende 2011 hat der Rohölpreis einen Sprung nach oben und die Milch nach unten gemacht. Gibt da so ne schöne Folie vom AMI.
Die KF Futterkosten sind ja auch schön angezogen also müßten wir mind. 4 cent mehr bei der Milch erlösen als 2009 - oder umgekehrt in 2009 lag unser schlechtester Auszahlungspreis bei 22 cent demnach wären wir bei 26 cent jetzt genau auch da.
Die Niederländer haben eine Berechnung angestellt mind 3 cent bis 2015 an Kosten einsparen und 7 cent in der reserve haben für Kostensteigerung und Milchpreissenkung ab 2015(so hab ich dasjedenfalls aus der Studie entnommen).
In NL will man 300 Mio.€ sparen in dem man den "roten Diesel" abschaffen will.![]()
Unser Kontrakt für die VM ist vom Winter auf den Herbst um 50 Euro gestiegen.
Da muss sich der Milchpreis noch ganz schön ins Zeug legen, um das auszubügeln.
Kirsten
rasta : ist aber immer noch billiger Raps/Soja teuer zu zu kaufen als Grundfutter (selbst Stroh kost ja auch 60 EUR der Bund) aus zig Kilometern heranzukarren
Friesenkuh: Die Holländer scheinen was nicht verstanden zu haben ; die kosten gehen ganz gewiss weiter hoch . 3 Cent Einsparung einzukalkulieren würde ich mich nicht trauen . Wenn Futter weshalb auch immer wieder günstiger wird ist das nen schöner Zusatzgewinn aber kalkulieren mit einer Entwicklung die so wahrscheinlich nicht eintrefffen wird ist einfach nur Gefährlich. Wer so kalkulieren muss sollte den Laden dicht machen oder den neuen Stall nicht bauen
Herr Heinrich: Das Futter liegt im Silo , es ist sogar jetzt nach dem 1 Schnitt schon genug für nächstes Jahr da , noch gibt es 30 Cent (im Frühjahr waren es sogar noch mehr) wer verzichtet da freiwillig auf Einnahmen wenn er weiss das der Milchpreis in den nächsten Monaten runter geht. Das ist doch einzelbetrieblich totale Fehlwirtschaft . Erst wenn nix mehr verdient wird wird auch der Kuh Bestand reduziert (wenn das denn möglich ist) Viel entlastung ist da nicht zu erwarten.
Man muß aber nicht alles nachplappern, was der BDM-Pressesprecher in der BDM- Hauspost so von sich gibt. Oder soll ich mal die vielen Fehlurteile des BDM-Vorsitzenden aus den letzten Jahren aufzählen, wo seine "Weissagungen" zur Milchpreisentwicklung gottlob nicht eingetroffen sind - um es mal sachlich auszudrücken!
Bei Arla und den Meiereien bin ich voll Ihrer Meinung. Das treibt mich auch um. Allerdings könnten wir in Deutschland das ganze noch beschleunigen, indem wir noch ein paarmal "mit Erfolg streiken": Weichklopfen aus Bauernhand, nenn ich das! Die anderen bedienen sich und wir haben nix mehr zu sagen. Weil ja dann das Milch Board auch nicht mehr da ist!
Herr Heinrich,
Sie wissen doch genau so gut wie ich, dass die Milchhändler Ende letzten Sommers die derzeitige Entwicklung schon voraus gesehen haben. Alles andere ist hier doch Pappalapapp und Ablenkung.
Es galt dann erst mal die Bauern zu beruhigen und dabei so zu tun, als ob man mit aller Kraft dem LEH und der Industrie die Stirn bieten wollte. Man tut was! Das wiederholt sich nun schon seit Jahren, wer ist denn da noch überrascht.
Und dann weiß ich gar nicht, was Sie mit Arla und den Meiereien umtreibt. Das ist MARKT. So wie Sie ihn wollen. So wie ihn die Schweineproduzenten bereits haben und von dem uns Milchviehhaltern mit nicht enden wollender Wiederholung gesagt wird, wie toll er für uns ist.
Konzentration der Verarbeitung dem Handel und der Industrie gegenüber - und trotzdem Schweinefleisch und Trinkmilch, die dem Verbraucher billig nachgeworfen werden. Was hat es gebracht - oder sind noch zu viele Schlachtunternehmen am Markt???
Wovon träumen Sie denn nachts?? Zum langfristigen Wohle der Produzenten? Derjenigen, die noch nach bleiben. So wie den knapp 4000 dänischen Kollegen?
Wer sich dazu bekennt, den Weltmarkt mit Massenprodukten erobern zu wollen, der bekennt sich zur Weltmarktkonkurrenz mit den entsprechenden Preisen. Und wer da rein will, der muss es nun mal billig tun. DAS IST DOCH NICHT SO SCHWER ZU VERSTEHEN?!?!?
Wissen Sie Herr Heinrich, ich habe mal eine Diskussion an einer Universität verfolgt. Dort wurde vor 1,5 Jahren ganz deutlich gesagt, dass die Integration im Schweinebereich nur deshalb noch nicht erfolgreich (so wie beim Geflügel) ist, weil da noch "zu viel Luft" sei. Damit waren die Erlöse gemeint. Und so lange ist der "Anreiz" zur Integration noch zu niedrig.
Und danach wurde darüber diskutiert, wie viel Potential bei der Integration im Milchbereich sei. Alles klar?
Hier geht es nicht um die Bauern. Das dürfte Ihnen Herr Heinrich allerdings auch egal sein, denn Sie sind ja keiner.
Nur - so dumm sind wir Bauern nicht. Immer mehr merken, welches Spiel gespielt wird. Wer die Regeln macht, damit die Gewinner bestimmt werden können.
Die einen resignieren ob dieser Erkenntnis und ihres Ohnmacht Gefühls, die anderen unternehmen etwas und entwickeln Konzepte, dieser Situation zu begegnen.
Da kann sich jeder selbst entscheiden, ob er zu den Unternehmern oder den Kopf-in-den-Sand-Steckern gehört.
Schöne Pfingsten, Kirsten
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