Aarhus - Arla handhaaft in juni de melkprijs op het niveau van vorige maand. Het Scandinavische concern betaalt in juni €29,50 per 100 kilo na aftrek van de seizoenskorting à €3,14.
Als de seizoenskorting buiten beschouwing wordt gelaten, is de melkprijs deze maand €32,72 per 100 kilo tegen €33,12 euro in de voorafgaande maand.
De bedragen gaan uit van 4,2 procent vet en 3,4 procent eiwit en zijn exclusief de gebudgetteerde nabetaling van €3,52 per 100 kilo.
Man könnte auch meinen die wollen den 26 Juni abwarten , dann müssen die Mitglieder abstimmen über die Fusion.
Zahlt Arla überall gleich viel aus? Was hat es mit den 3,13 €/100 kg auf sich? Aus der Übersetzung werd ich auch nicht ganz schlau.
Die hier, http://www.topagrar.com/news/Rind-Ne...er-839936.html , zahlten im Mai 32 €/100kg Grundpreis bei 4,2F und 3,4E ohne Zuschläge, netto.
3,14 ist die Sommerkürzung, die gibts im Herbst wieder oben drauf.
Friesland / CAmpina macht das doch auch so und meistens noch ne Nachzahlung.
Sonst muß Rot-Bunt das mal genauer erklären.....
Sorry, da hab ich noch nichts von gehört. Mit welcher Begründung wird das gemacht? Das sollte man dann aber nicht voll auf die 29,5 Cent aufrechnen,und sagen eigentlich ist der Milchpreis bei 32,64, weil die 3,14 Cent gibts ja nur für ein halbes jahr, oder?
Ich kenn nur die jährlichen Nachzahlungen, wenn z.B. der durchschnittliche Auszahlungspreis unter dem Vergleichspreis liegt. Es gibt aber meistens immer ne Nachzahlung.
Zunächst mal muss man zwischen Unternehmen und Genossenschaft unterscheiden !
Das Unternehmen Arla wird wohl ähnlich wie bei F/C ausgelagert sein.
Also zahlt das Molkereiunternehmen einmal im Jahr ein Milchgeld an die Mitglieder der Genossenschaft. Das geschieht in der Regel nach Rechnungsschluss.
Für den Milcherzeuger erscheint dieses Milchgeld auf der Abrechnung: NACHZAHLUNG
Bei Campina gabs die Nachzahlung für das Wirtschaftsjahr 1. Januar 2011 bis 31 Dezember 2011 im April 2012
Alle Abschläge vorher belasten im Prinzip nur die Liquidität der Molkerei und gewähren im Gegenzug dem Milcherzeuger Liquidität.
Dieser Abschlag sind bei Arla die Ausgewiesenen 32,64 Cent und bei Campina der Garantiepreis (Juni 32 Cent bei 4,4 Fett, 3,47 Eiweiss) In den Campina Garantiepreis fliessen auch die Milchpreise von Milcobel , DOC,Cono und den deutschen Molkereien ein.
Jetzt kommt aber dazu das die Genossenschaft in ihrer Satzung das Milchgeld verändern kann. Das können Staffelzuschläge/Abzüge ,Saisonzuschläge/Abzüge sein.
Bei Campina wird für den Staffelzuschlag jeden Monat 0,82 Cent vom Garantiepreis einbehalten. Ausserdem gibts ein Stoppgeld von 80 Eur Monat (war vor 2 Jahren noch 30 Eur)
Für den Saisonzuschlag von 2,45 im August ,September , Oktober ,November werden von der Genossenschaft im Frühjahr 2,30 einbehalten März ,April,Mai,Juni
Das hängt mit 2 Dingen zusammen .
1- Die Anlieferungsspitze im Frühjahr soll abgemildert werden , die Milcherzeuger sollen Kalbungen über das ganze Jahr verteilen -> gleichmäßigere Werksauslastung
2 - Da das aber nicht geschieht btw. so oder so das ganze Jahr abkalbungen stattfinden und trotzdem die Anlieferung im Frühjahr am höchsten ist kann die Milch billiger erworben werden .
Dann werden die Käselager gefüllt und im Herbst wieder geräumt .
Die Molkerei erhält also quasi einen Saisonkredit von den Milcherzeugern. Ob der verzinst wird hängt vom Ablieferungsverhalten des einzelnen Milcherzeugers ab. Wer auf späte Abkalbung setzt kann im Herbst das als Saisonabzug gewährte Darlehen als Zuschlag zurückbekommen. Gleichzeitig ist natürlich das Preisrisiko beim Milcherzeuger der nicht weis ob die Milch im Herbst tatsächlich gut bezahlt wird. Die Molkerei kann am eingelagerten Käse aber auf jeden Fall verdienen und wird versuchen möglichst einen Großteil der Differenz Käsepreis-Milchpreis in die eigene Rücklage zu stecken.
Also zusammengefasst : Es muss immer zwischen Molkereikonzern und Molkereigenossenschaft unterschieden werden. Beide Milchpreisangaben können richtig sein. Der Milchezeuger bekommt nur das ausgezahlt was auf den Abschlagsabrechnungen und auf der Abrechnung am Ende des Jahres steht.
Aha, so läuft das also. Danke für die Erklärung
Bei Campina gabs die Nachzahlung für das Wirtschaftsjahr 1. Januar 2011 bis 31 Dezember 2011 im April 2012
Da hat man nach einem guten Jahr schlechte Karten, wenn man in Kündigung ist...
Kirsten
ne Kündigung ist nur 6 Monate aber jeweils nur zum Jahresende möglich. Also die Nachzahlung erhält man auf jeden Fall auch wenn man kündigt.
Geschäftsguthaben gibts ja auch keines mehr seit der Fusion sondern Obliagtionen (nachrangige variabelverzinsliche Unternehmensobligationen),die von anderen Mitgliedern der Genossenschaft bei Austritt erworben werden können. Da in Holland ja der Hof immer komplett verkauft wird sind da zurzeit auch reichlich Interressenten die diese Obligationen als Altersrente halten. Somit geht der Molkerei bei Austritt eines Milcherzeugers kein Eigenkapital mehr verloren.
Ich finde mit diesen Regeln ist ein Austritt jederzeit problemlos möglich.
Mai Milchgeld
Friesland Campina Köln
bei 4,0 ,3,4
28,5 Cent (-1,5 gegenüber April)
Meierei Barmstdt (s.-H.) 30,00ct bei 4,0/3,4 (-1ct zum Vormonat).
Und im Mitgliederschreiben die Ankündigung das zum nächsten Monat 2-3
ct gesenkt wird.
Ganz toll !
Bernd ich denke auch wir werden mit ein bischen Glück die 30 cent halten aber dann???
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