Cloppenburg

Düngeverordnung beeinflusst Fütterung in der Geflügelmast

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen beschäftige sich mit den Auswirkungen einer N- und P-reduzierten Fütterung in der Hähnchenmast. Erstes Resultat: Die Tiere wachsen auch dann gut, wenn diese Nährstoffe zugunsten von mehr Aminosäuren reduziert werden.

Um die Umweltauflagen der neuen Düngeverordnung einzuhalten, setzen Geflügelmäster vermehrt auf stickstoff- und phosphorreduziertes Futter. Dabei sei es eine Herausforderung für die Tierhalter, den Nährstoffgehalt in der Futterration abzusenken, ohne die biologischen Leistungen des Geflügels negativ zu beeinflussen, erklärte der Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Gerhard Schwetje, am vergangenen Mittwoch (22.5.) beim 7. Fachforum Geflügelmast der Kammer in Cloppenburg.

Das Versuchswesen beschäftige sich deshalb intensiv mit den Auswirkungen einer N- und P-reduzierten Fütterung in der Hähnchenmast. „Erste Ergebnisse zeigen, dass die Tiere auch dann gut wachsen, wenn diese Nährstoffe reduziert werden und das Futter stattdessen mehr ausgewählte Aminosäuren enthält“, berichtete Schwetje.

Neben der Anpassung der Geflügelhaltung an strengere Umweltauflagen gehörten auch Strategien für mehr Tierwohl und Tiergesundheit sowie die alternativen Haltungsformen zu den Themenschwerpunkten des Fachforums. So wurde diskutiert, welche Anforderungen und Erfahrungen es bei der Haltung von Puten mit ungekürzten Schnäbeln gibt. Dabei zeigte sich, dass bei Tieren mit intakten Schnäbeln verschiedene Beschäftigungsmaterialien, wie zum Beispiel Maissilage oder Strohpellets im Stall, die gegenseitigen Verletzungen eindämmen können.

Bei zwei Vorträgen zu alternativen Haltungsformen stand laut der Kammer ebenfalls das Tierwohl im Mittelpunkt, wobei Erzeuger über ihre Erfahrungen in der Haltung und Vermarktung berichteten. „Die Landwirtschaftskammer befasst sich eingehend mit dem Wandel in der Tierhaltung“, hob Schwetje hervor. Deswegen sei es wichtig, diesen Aspekt ins Programm des Fachforums aufzunehmen. Den Erzeugern solle gezeigt werden, welche neuen Lösungen sie in Erwägung ziehen könnten, wenn es darum gehe, in Einklang mit Umwelt- und Tierschutz Fleisch in hoher Qualität zu erzeugen, wie es den wachsenden Anforderungen der Gesellschaft entspreche.

So sieht die Einigung zur Düngeverordnung aus

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