London

Entscheidung über Kredit für ukrainischen Geflügelfleischhersteller verschoben

Die Vergabe eines EU-Kredits an eine ukrainische Geflügelfirma ist noch nicht vom Tisch, wie eine Tierrechtsorganisation vorschnell feierte.

Die Entscheidung über die Vergabe eines Kredits in Höhe von etwa 100 Mio Euro für die ukrainische Agroholding Mironivsky Hliboproduct (MHP) durch die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) zur Förderung der Produktion von Geflügelfleisch ist lediglich verschoben worden.

Wie ein Sprecher der Bank gegenüber AGRA-EUROPE klarstellte, wird der EBWE-Verwaltungsrat in seiner Sitzung am 19. Juni die Genehmigung des vorgeschlagenen Darlehens „erörtern“. Nicht bestätigt wurde die Absage an die Vergabe des betreffenden Kredites.

Dagegen hatte zuvor die Organisation „Vier Pfoten“ in einer Presseerklärung berichtet, dass es „kein Geld von der EU für Billig-Geflügelfleisch aus der Ukraine“ geben werde. Aufgrund des öffentlichen Drucks sei der Kredit nicht gewährt worden, auch wenn eine schriftliche Bestätigung dafür noch ausstehe, so „Vier Pfoten“.

EU-Agrarkommissar Phil Hogan hatte jüngst mitgeteilt, dass die Ukraine nicht länger ohne Begrenzung Geflügelfleisch in die Europäische Union liefern könne. Der Ire hatte auf dem Agrarrat im April eingeräumt, dass hier beim vertieften und umfassenderen Freihandelsabkommen (DCFTA) mit der Ukraine ein „Schlupfloch“ im Vertragswerk bestanden habe. Mittlerweile hätten sich aber beide Seiten auf eine jährliche Freihandelsquote von bis zu 70 000 t Geflügelfleisch geeinigt. Klagen bezüglich des „Schlupflochs“ waren zuvor vor allem aus Polen gekommen.

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