Grüne Woche

Erste FairMast Hähnchen aus Brandenburg vorgestellt.

Die ersten FairMast Hähnchen aus Brandenburg kommen ab sofort bundesweit in den deutschen Lebensmittelhandel. FairMast garantiert den Tieren deutlich mehr Platz, ein längeres Leben und tiergerechtere Ställe, die mit Strohballen, Sitzstangen und Picksteinen ausgestattet sind.

In Brandenburg haben zahlreiche Landwirte mit der tierfreundlicheren FairMast Geflügelhaltung begonnen. Die ersten FairMast Hähnchen aus Brandenburg kommen ab sofort bundesweit in den deutschen Lebensmittelhandel.

Das von der Plukon Food Group gemeinsam mit Tierschutzpartnern entwickelte FairMast Konzept bietet den Tieren verbesserte Lebensbedingungen und den Verbrauchern die Möglichkeit, Hähnchenprodukte aus tierfreundlicherer Aufzucht von brandenburgischen Landwirten zu erheblich unter Biospreisniveau liegenden Preisen einzukaufen.

Beim Start auf der Grünen Woche dabei waren der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, und der brandenburgische Landwirtschaftsminister Vogelsänger. „Als eines der ersten Bundesländer hat Brandenburg gemeinsam mit vielen Akteuren aus der Landwirtschaft, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft einen Tierschutzplan für das Land erarbeitet, dessen Empfehlungen nun Handlungsleitfaden für mehr Tierwohl in unseren Ställen sind", freute sich der Minister. "Wir brauchen Partner aus der Landwirtschaft und der Wirtschaft wie die Plukon Vertriebs GmbH, die uns – auch mit eigenen Initiativen – bei der Umsetzung helfen. Vor diesem Hintergrund bin ich sehr dankbar, dass das Unternehmen mit FairMast auf eigene Kosten für seinen Standort in Storkow ein deutschlandweit vorbildliches Konzept einer tierfreundlichen Hähnchenaufzucht verwirklicht.“

Landwirte aus Brandenburg setzen auf FairMast

Insgesamt haben zunächst sechs Landwirtschaftsbetriebe in Brandenburg mit der tierfreundlicheren FairMast Hähnchen-Aufzucht begonnen. Um die Tiere nach Vorgaben des FairMast Konzeptes einstallen zu können, haben die beteiligten Landwirte umfangreiche Investitionen getätigt und Stallanlagen aufwendig modernisiert und erweitert. Die Landwirtschaftsbetriebe übernehmen gemeinsam mit einem weiteren Betrieb in Sachsen-Anhalt die Belieferung der deutschen Handelskunden mit FairMast Geflügelprodukten.

FairMast garantiert den Tieren deutlich mehr Platz, ein längeres Leben und tiergerechtere Ställe, die mit Strohballen, Sitzstangen und Picksteinen ausgestattet sind. Bei den Tieren handelt es sich um eine langsamer wachsende und dabei sehr widerstandsfähige Hähnchenrasse. Die Hähnchen leben mindestens 56 Tage und damit rund 60 Prozent länger als bei konventioneller Aufzucht. Diese lange Wachstumsperiode ist abgesehen von Biogeflügel bisher einmalig in Deutschland.

Pro Quadratmeter dürfen bei FairMast 25 kg Lebendgewicht am Ende der Mast nicht überschritten werden. Dadurch leben erheblich weniger Tiere im Stall als bei konventioneller Aufzucht. Es ist nicht vorgesehen, Tiere vorzeitig zu entnehmen, um das maximale Gewicht von 25 kg pro Quadratmeter gegen Ende der Mastzeit einzuhalten.

FairMast Produkte tragen das Label des Deutschen Tierschutzbundes

FairMast erfüllt die Vorgaben der Einstiegsstufe des Tierschutzlabels „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes. Das Konzept geht beim Platzangebot und der Lebensdauer sogar noch über die Anforderungen des Deutschen Tierschutzbundes hinaus. Alle Landwirtschaftsbetriebe, die FairMast Hähnchen in Deutschland aufziehen, sind seit Anfang dieses Jahres von unabhängigen Zertifizierungsstellen nach den Tierschutz-Kriterien der Einstiegsstufe zertifiziert.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Schmidbauer

Trotz allem

ich wünsche dem Programm Erfolg. Denn das würde zumindest zeigen, dass den Forderungen einiger Akteure auch Taten auf der Ladentheke folgen. Diese Programm zeigt doch: die Landwirtschaft ist bereit, neue Wege zu gehen, Forderungen umzusetzen! Wenn man die erzeugten Produkte ausreichend gut verkaufen kann, versucht man es dem Käufer anzubieten.

von Jürgen U. Elke Dippel GbR

Ich würde sagen ihr solltet lieber nach Verbrauchern suchen die für Hühnerfleisch den hohen Preis zahlen wollen und nicht nur in der Umfrage sonder an der Kasse und regelmäßig. Die Menschen können sich ihre mieten für die Wohnungen schon nicht mehr leisten , Nebenkosten sind explodiert Rentner müssen Flaschen sammeln Jobs für Mindestlohn Ihr solltet aus eurer Traumwelt aufwachen.

von Gerhard Steffek

Zum Tode verurteilt -

sind wir das eigentlich nicht alle? Gibt so einen schönen Spruch: "Du beginnst zu sterben, wenn du beginnst zu leben?" So ist es doch auch bei den Hähnchen. Ist es da dann eigentlich nicht egal, wann sie sterben? Gut, uns Menschen mag es nicht egal sein, obwohl für machen Menschen, dessen Leben nur noch ein vegetieren ist, der Tod auch eine Erlösung sein könnte. Hier hat sich ja auch ein gewaltiger Sinneswandel bei den Menschen ergeben. War es früher, Mittelalter, frühe Neuzeit, doch eher so das das Leben auf der Erde für den Menschen ein Leben im "Jammertal" war und das Leben im Himmel erstrebenswert ist, so will die Mehrzahl anscheinend nicht mehr von hier weg. Ist ja auch kein Wunder. Da sich mittlerweile viele eher als Atheist denn als Christ sehen, verzichten anscheinend die meisten auf die Gesellschaft von Gott. Jetzt ist der Mensch aber ein Wesen mit "Selbsterkenntnis, Selbstbewußtsein". "Vernunftbegabt" lasse ich lieber weg, bei manchen bin ich mir da nicht sicher (siehe Thomas Schröder vom TSB). Da sieht die Sache mit "Selbstbestimmung" schon anders aus, aber beim Hähnchen? Das diese keine "Selbsterkenntnis" haben, ist wissenschaftlich bewiesen. Erkennen sie doch nicht einmal ihr eigenes "Ich" im Spiegel. Erkennen sie dann die Tragweite ihres Todes? Wenn das dann auch nicht der Fall ist, wovon ich ausgehe, wo ist dann für das Hähnchen der Unterschied ob es jetzt nur 4 Wochen oder 8 Wochen lebt? Für das Hähnchen wird es da wahrscheinlich keinen geben. Tod ist Tod, da beißt die Maus keinen Faden ab. Der einzige der hier deswegen einen Terz macht ist dann doch nur der Mensch. In diesem Fall wie es scheint besonders Thomas Schröder und seine Konsorten. Nur befürchte ich das er, wie in so vielen anderen Fällen, bei den meisten Menschen nicht so gut ankommen wird. Denn bei Geld hört sich nunmal die Freundschaft auf. Mal sehen, wie vielen Menschen ein längeres Leben ihres Hähnchens, das sie zum Fressen gerne haben, wert ist. Ansonsten ist dieses Programm, genauso wie jedes dieser Hähnchen, nur eines - zum Tode verurteilt.

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