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 Wolfgang Tiefensee
Vor einer Abkehr von der Grünen Gentechnik in Deutschland hat der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder, Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, gewarnt. Zwar stehe außer Frage, dass dem Schutz von Mensch und Umwelt oberste Priorität eingeräumt werden müsse, sagte der Minister. Darüber hinaus dürfe man jedoch jetzt nicht Wege verbauen, aus denen in Zukunft neue Möglichkeiten für Wachstum und Beschäftigung resultieren könnten, betonte der SPD-Politiker. Vor allem in Ostdeutschland könne der Einsatz der Biotechnologie Impulse für die weitere wirtschaftliche Entwicklung geben. Umso wichtiger sei es, Optionen nicht vorzeitig aus der Hand zu geben. Tiefensee warnte zugleich vor Pauschalurteilen. Bei der Grünen Gentechnik dürfe es kein "Entweder-oder" geben. Notwendig seien vielmehr Einzelfallentscheidungen auf der Basis einer sorgfältigen Abwägung zwischen den Vorteilen gentechnisch veränderter Produkte und den Risiken in Anbau und Herstellung. Die mangelnde Akzeptanz der Grünen Gentechnik in der Öffentlichkeit führt der Minister nicht zuletzt auf Versäumnisse der Politik zurück. Hier müsse man künftig deutlich mehr als in der Vergangenheit tun, um Ängste und Vorbehalte zu überwinden und zu einer sachlichen Auseinandersetzung zu finden.
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