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Heute leben auf der Erde 6,5 Mrd. Menschen. Im Jahr 2050 werden es 9 Mrd. sein, die alle mehr Eiweiß aus Fleisch, Milch und Eiern fordern. Das Problem dabei: Durch die Fleischerzeugung geht viel Energie verloren, die bei pflanzlicher Kost direkt für die Ernährung verfügbar wäre, schreibt das Wochenblatt Westfalen-Lippe. Denn die Tiere benötigen einen Großteil der pflanzlichen Energie selbst und scheiden große Mengen wertvoller Nährstoffe ungenutzt aus. Gleichzeitig verliert man begrenzt zur Verfügung stehende Ackerflächen für den Anbau von Tierfutter. Würde der Eiweißverbrauch bis 2050 - wie von seriösen Wissenschaftlern geschätzt - von 30 auf 40 g pro Einwohner und Tag steigen, bräuchte man bei heutiger Intensität die doppelte Futtermenge. Das heißt wiederum, dass die gegenwärtig jedem Menschen durchschnittlich zur Verfügung stehende Ackerfläche um mehr als ein Drittel zurückginge.
Entscheidend ist auch, in welcher Form das tierische Eiweiß erzeugt wird. So benötigt man für 1 kg Eiweiß aus Milch deutlich weniger Fläche als für dieselbe Menge aus Fleisch. Potenzial liegt auch in der Fähigkeit von Wiederkäuern, für Menschen wertloses Grasland verwerten und in nutzbare Energie umwandeln zu können. Von diesen Grasflächen gibt es weltweit etwa 3,3 Mrd. ha – eine gewaltige Ressource, die für die menschliche Ernährung sonst nicht direkt genutzt werden kann.
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