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2050 doppelt soviel Futter notwendig wie heute

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28.05.2009
 

Boxenlaufstall
Boxenlaufstall

Heute leben auf der Erde 6,5 Mrd. Menschen. Im Jahr 2050 werden es 9 Mrd. sein, die alle mehr Eiweiß aus Fleisch, Milch und Eiern fordern. Das Problem dabei: Durch die Fleischerzeugung geht viel Energie verloren, die bei pflanzlicher Kost direkt für die Ernährung verfügbar wäre, schreibt das Wochenblatt Westfalen-Lippe. Denn die Tiere benötigen einen Großteil der pflanzlichen Energie selbst und scheiden große Mengen wertvoller Nährstoffe ungenutzt aus. Gleichzeitig verliert man begrenzt zur Verfügung stehende Ackerflächen für den Anbau von Tierfutter. Würde der Eiweißverbrauch bis 2050 - wie von seriösen Wissenschaftlern geschätzt - von 30 auf 40 g pro Einwohner und Tag steigen, bräuchte man bei heutiger Intensität die doppelte Futtermenge. Das heißt wiederum, dass die gegenwärtig jedem Menschen durchschnittlich zur Verfügung stehende Ackerfläche um mehr als ein Drittel zurückginge.

Entscheidend ist auch, in welcher Form das tierische Eiweiß erzeugt wird. So benötigt man für 1 kg Eiweiß aus Milch deutlich weniger Fläche als für dieselbe Menge aus Fleisch. Potenzial liegt auch in der Fähigkeit von Wiederkäuern, für Menschen wertloses Grasland verwerten und in nutzbare Energie umwandeln zu können. Von diesen Grasflächen gibt es weltweit etwa 3,3 Mrd. ha – eine gewaltige Ressource, die für die menschliche Ernährung sonst nicht direkt genutzt werden kann.


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 Leserkommentare  
 

Angezeigt werden 1 von 1 Kommentar(en)

28.05.2009 07:23

was für ein globales Thema
Ich hoffe, dass bei den Analysen der zukunft auch folgendes berücksichtigt wird: 
- Die Leistung der Nutztiere steigt ebenso kontinuierlich an: Futter wird effizienter, d.h. weniger "Energieverlust"  
-Nutztiere (v.a. Rinder, aber z.T. auch Schweine etc. ) verwerten neben für Menschen nicht essbare Rohstoffe wie Dauergrünland-Aufwuchs, Reste aus der Lebensmittelindustrie wie Extraktionsschrote (Ölsaaten wie Soja, Raps, Baumwolle etc.) und Verarbeitungsprodukte (Zuckerrübenschnitzel, Biertreber, Schlempe, Trester aus Orangen-, Apfelsaft etc.) und Getreide-, Mais-, Reisstroh un 
- Die Dünger der Nutztiere dienen der Bodenfruchtbarkeit und der Energieerzeugung und vermindern somit den Energieaufwand der Menschheit 
 
Vielleicht sollte auch mal etwas anderes bei der Diskussion betrachtet werden:  
- Würde Indien bei der Rattenbekämpfung engagierter vorgehen (was aus kulturellen-religiösen Dingen unwahrscheinlich) würden nicht jährlich 10-20 % der Getriedeernte Indiens von Ratten etc. vernichtet. 
- Würden die Regierungen aller Länder die Lebensmittelindustrie zwingen die jährlich anfallenden ca. 10 % Lebensmittelabfälle (der Discounter etc.) zu verwerten (Tafelläden, Futter für Nutztiere hygienisiert) nicht vernichtet werden. 
 
- etc. pp 
 
Machen wir uns aber nichts vor: Es ist ja eh kein Problem der Lebensmittelerzeugung sondern der Verteilung und der Armut ebenso wie des Mangels an nationaler/regionaler Förderung/Beratung der (oftmals) Kleinbauern in den armen Ländern mit Hunger. Da sind insbesondere die Regierungen der Länder mit Hunger gefragt zu handeln. Dagegen arbeiten aber oft korrupte, kriminelle Verwaltung(z.B. Kim Il sung, Mugabe etc.). Zu oft gelangen Entwicklungshilfegelder in falsche Kanäle oder setzen falsche Anreize. Leider zerstört ebenso oft westliche Entwicklungshilfe häufig lokale/regionale Ansätze zu eigener Entwicklung/Eigenständigkeit u. langfristiger Lebensmittelsicherheit. Dazu zählen auch die Exportsubvention der reichen Nationen.
Jochen Schurg

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