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FDP rechnet mit Prämienkürzung

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08.02.2010
 

Hans-Michael Goldmann
Hans-Michael Goldmann

Die Liberalen stellen die Landwirte auf härtere Zeiten ein. Es sei damit zu rechnen, dass es im Ergebnis der anstehenden EU-Agrarreform zu spürbaren Mittelsenkungen komme, sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Ernährungsausschusses, Hans-Michael Goldmann, vergangene Woche gegenüber einer Regionalzeitung. Goldmann rechnet demzufolge damit, „dass die Erste Säule künftig möglicherweise zugunsten der Zweiten Säule ein Stück geschmälert wird“.

Der FDP-Politiker erwartet erheblichen Widerstand innerhalb der Landwirtschaft: „Das wird den Bauern nicht schmecken.“ Dies gelte sowohl für eine mögliche Kürzung des EU-Agrarbudgets als auch für etwaige Umverteilungen. Goldmann geht davon aus, dass sich Deutschland gegen weitgehende Kürzungen einsetzen werde. Allerdings sei noch „ein bisschen unklar, in welche Richtung die Bundesregierung marschiert“. Insgesamt gebe es viel zu verteidigen. Deutschland sei bezüglich der Agrarstruktur „ein hervorragendes Land mit einer riesigen Wertschöpfung“. Direktzahlungen sieht der Ausschussvorsitzende als unverzichtbar für eine flächendeckende Landwirtschaft an. Sie seien gerechtfertigt, weil der Landwirt dabei „Standards einhält, die über dem Niveau anderer Länder liegen und ja auch von uns mit Ansprüchen versehen sind“.


 Leserkommentare  
 

Angezeigt werden 5 von 5 Kommentar(en)

09.02.2010 18:52

Leistungsprinzip für Goldmann
Schauen wir mal, wie es Herrn Goldmann schmeckt, wenn man ihm sein Abgeordnetengehalt wegnimmt. Denn wenn das Leistungsprinzip, das er immer so hochhält, auch für Parteien und bestimmte Personen gilt, dann sehe ich hier ein immenses Einsparungspotential. 
 
Merkwürdig ist, wenn gerade einer, der sich gerne Unternehmer nennt, und immer erzählt, wie toll er am Weltmarkt, im Gegensatz zu allen anderen, bestehen kann, hier aufjault. Anscheinend will man den "freien" Markt wohl nur einzig und allein wegen der angeblich unendlichen Produktion, aber ein paar zehntausende von Eurönchen werden dann doch dringend benötigt? Und ganz typisch, dass hier wieder dem BDM die Schuld zugeschoben wird...
Doris Peitinger

08.02.2010 18:38

FDP-BdM?
Nachdem die FDP die Forderung der Hotelbranche nach niedrigerer Mehrwertsteuer gegen eine großzügige Parteispende umgesetzt hat, geht sie nun daran, die Forderung des BdM nach Abschaffung der Betriebsprämien voranzutreiben. Was das wohl gekostet hat? :eek
Dirk Eckern

08.02.2010 12:28

Der Weg zum Knockdown
Bauern bezahlten die Preissenkung  
Nun steigt Druck auf Subventionen 
 
LINZ/WIEN. „Für die Konsumenten mag der Rückgang der Lebensmittelpreise erfreulich sein, doch die Bauern haben einen hohen Preis dafür bezahlt“, sagt Agrar-Landesrat Josef Stockinger. 
 
Zu finden unter….. 
 
http://www.nachrichten.at/ nachrichten/wirtschaft/ art15,332248 
 
 
Tja Leute,  
so schnell wie Parteien heute die Gesinnung wechseln,die Zentralbanken ihre digital-virtuelle Geldmenge verändert kann kein Unternehmer mit der Produktionsrichtung und der meist einhergehenden langfristigen Investition mithalten! 
Die Farbe dient nur noch der Fassade oder würdet Ihr von den mehrheitlichen Akademiker und Juristen in den Parlamenten mehr erwarten um "Wir sind das Hartz4-Volk" mit Spotpreisen bei Laune....von der Straße zu halten!?!  
Wenn ich mich an die Konkurs...Pardon..." Grenzeröffnung" des damaligen DDR-Staates bzw. den Zuständen der LPG`s erinnere.Dann haben wir noch einiges an Land(Volks)wirtschaftliches Gut zu verbraten/einzudampfen! 
Bis es aber mit dem entgültigen Knockout soweit ist wird dem mit "Schallklappen" versehen im "Hamsterrad" befindliche Landwirt weiter der Slogan "wachsen od. weichen" suggeriert und zur Ablenkung unter der guten staatlichen Obhut geschickt über Buchführungs/Ringauswertungen usw."Resserven" aufgedeckt!  
Die letztlich lediglich einen postwendenden "Durchlaufposten" darstellen aber das Risiko mit der vollen Wucht beim Erzeuger bleibt! 
 
Genial was 8)
Günter Geltinger

08.02.2010 10:57

Eins nach dem anderen
Erst hat man den Milcherzeugern erklärt, warum für sie die Liberalisierung des Milchmarktes in der EU von so großem Vorteil sei. Für die "richtigen" Rahmenbedingungen wolle man sorgen, dann würde schon alles gut.  
 
Die bereits begonnenen Prämienkürzungen erwähnte man dabei lieber nicht. Zumal die Betriebsergebnisse im Schnitt über die letzten 5 Jahre in SH deutlich im Minusbereich (Prämien nicht eingerechnet) lagen. So viel zur Wettbewerbsfähigkeit der norddeutschen Milcherzeuger. 
 
Nun meint man, die Milcherzeuger hätten den Drops mit der Milchpolitik geschluckt und das nächste Feld könne abgearbeitet werden. 
 
Da wird so manchem, der rechnen kann, klar werden, was die Zukunft ihm bringt. Besonders dann, wenn er sich gleichzeitig die "Rahmenbedingungen" für die Biogasanlagen in Futterbauregionen anschaut. 
 
Nicht umsonst legen viele erfolgreiche Milcherzeuger mehr Vertrauen in den staatlich subventionierten Betriebszweig Biogas als in die Milchproduktion. Auch oder gerade in Gunstregionen. Oder wer rechnet schon mit Milchpreisen von 30-34 Cent für die Zukunft?
Kirsten Wosnitza

08.02.2010 09:39

Klientelpolitik
Anstatt sinnlos DBV- Mitgliedsbeiträge zu zahlen, sollten wir der Mövenpick-Partei lieber kräftig finanziell "unter die Arme" greifen! Nur so werden unsere Interessen gewahrt und unterstützt!
Volker Grabenhorst

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