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Die Interventionslager der EU für Milchprodukte bleiben vorerst prall gefüllt. In den öffentlichen Kühlhäusern der Gemeinschaft befanden sich am vergangenen Donnerstag noch immer rund 257 300 t Magermilchpulver und 76 300 t Butter - ebenso viel wie zwei Wochen davor.
Die privaten Butterbestände schrumpften im Saldo der Ein- und Auslagerungen allerdings um rund 1 600 t auf 22 600 t. In Deutschland befanden sich am Stichtag 9 900 t Butter in öffentlicher und 5 400 t in privater Lagerhaltung. Die Magermilchpulvervorräte beliefen sich hierzulande auf etwa 63 800 t.
Wie beim zuständigen Brüsseler Verwaltungsausschuss ferner bekannt wurde, haben die Butterpreise in der Gemeinschaft zuletzt wieder nachgegeben. Mit 288 Euro/100 kg wurde der Spitzendurchschnitt vom 17. Januar zwei Wochen später um 12 Euro unterschritten. Die Bundesrepublik lag damit genau in der Mitte: Der deutsche Durchschnittspreis sank um 8 Euro auf ebenfalls 288 Euro/100 kg. Exporterstattungen wurden von der Europäischen Kommission nach wie vor nicht gewährt: Anträge auf die Bezuschussung von Magermilch- und Butterausfuhren wurden abgelehnt.
Unterdessen veranstaltete der Verband der Europäischen Milchindustrie (EDA) am vergangenen Mittwoch ein Seminar zur Milchverarbeitungskette. Nach Angaben des Verbandes ertönte dabei der Ruf, den Milchmarkt künftig durch eine Kombination aus öffentlichen Marktmaßnahmen und privaten Risikoinstrumenten zu stützen. Dabei solle auch die EU weiter eine Rolle spielen.
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