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Das Schweizer Milchmengenmodell, das durch die Branchenorganisation Milch (BO Milch) verwaltet wird, steht massiv unter Druck. Wegen einer verweigerten Milchpreiserhöhung hagelt es Kritik von Seiten der Bauernverbände und der Politik. Die SVP (Schweizer Volkspartei) fordert sogar, die Auflösung der BO Milch zu prüfen. Die Bauernverbände Bäuerliches Zentrum Schweiz, Uniterre und BIG-M sprechen von einer unerhörten Provokation.
Wie die Bauernzeitung berichtet, legte der Vorstand der BO Milch den Vertragsmengenindex für Molkereimilch auf der Sitzung am 28. Januar 2010 fest. Keine Einigung kam hingegen bei der erwarteten Erhöhung des Richtpreises für Molkereimilch zustande. Dies führte in der Landwirtschaft zu harscher Kritik an der BO Milch.
Eine Auflösung der BO Milch lehnt Peter Gfeller, Präsident der Dachorganisation der Schweizer Milchproduzenten (SMP), derzeit klar ab. Die BO Milch müsse jetzt zwingend auf die Anwendung der von ihr beschlossenen Instrumente verpflichtet werden, so Gfeller. Dennoch zeigte sich auch Gfeller enttäuscht über den Nullentscheid der BO Milch.
Die Ursache für die ausbleibende Milchpreiserhöhung sieht Gfeller in einem Missbrauch der Machtposition. Problematisch sei zudem, dass für Beschlüsse der BO Milch immer eine Dreiviertelmehrheit auf beiden Seiten notwendig sei. Gerade bei inhaltlich schwierigen Fragen sei dies nicht erreichbar.
5.2.2010 Milchpreisstreit in der Schweiz
1.2.2010 BO Milch senkt Vertragsmilchmenge ab
2.12.2009 BO Milch beschließt Mengenmodell
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