[Direkt zum Text] [Direkt zur Navigation]

Solarförderung: 16 % Kürzung ab 1. Juni

Drucken E-Mail
09.02.2010
 

Solaranlage
Solaranlage

Die Union will die umstrittene Kürzung der Solarförderung einem Zeitungsbericht zufolge um zwei Monate hinausschieben. Die garantierten Abnahmepreise für Strom aus Sonne von Hausdächern sollten nach den Plänen des Vorstands der Unions-Bundestagsfraktion erst zum 1. Juni statt zum 1. April sinken, dann aber um 16 statt der geplanten 15 %, berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung" laut Reuters. Die Unionsfraktion wolle mit diesem Vorschlag in die Verhandlungen mit der FDP gehen, hieß es weiter unter Berufung auf führende Fraktionsmitglieder.
Bei der geplanten Kürzung der Förderung von Photovoltaik-Anlagen auf Ackerflächen zum 1. Juli soll es bei 25 % bleiben.

Die Kürzungspläne von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) hatten vor allem Proteste in den ostdeutschen Bundesländern und bei der CSU ausgelöst. Die Landesregierungen von Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt - wo sich die meisten deutschen Solarfirmen angesiedelt haben - befürchten wie auch die Solarindustrie drastische Einbrüche mit Stellenabbau und Pleiten als Folge.

Eine Sprecherin Röttgens hatte am Montag erklärt, die Bundesregierung wolle die Kürzungen noch im Februar verabschieden. Größere Änderungen werde es ungeachtet der scharfen Kritik von Solarindustrie, ostdeutschen Bundesländern und Umweltverbänden nicht mehr geben.

Die Solarförderung war in die Kritik geraten, da die Preise für die Module im vergangenen Jahr teils um 30 % gefallen waren. Dies erhöhte die Renditen für Eigenheimbesitzer, was wiederum den Boom weiter befeuerte.

 

Goldmann: "FDP hat Verschiebung durchgesetzt" 

goldmann_lacht.jpg"Die FDP hat die Verschiebung des Stichtags zur Absenkung der Solarförderung bei Freiflächen auf den 1. Juli durchgesetzt." Das erklärte der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses, Hans-Michael Goldmann, am Dienstag zufrieden in Berlin. Bei den Dachanlagen hat die Union jedoch auf dem Stichtag 1. Juni bestanden. "Doch dies gibt den Bestellern und Handwerkern immerhin eine bessere Gelegenheit als bislang von der Union geplant, die auf Grundlage der alten Förderung bestellten Anlagen auch noch zu installieren und in Betrieb zu nehmen."

Die Absenkung der Solarförderung auf Dächern um 16% sei Konsens, so Goldmann weiter. Über die Solaranlagen auf Freiflächen müsse die FDP aber noch mit der Union verhandeln. Die Liberalen wollen laut dem Ausschussvorsitzenden die Nutzung auch von landwirtschaftlichen Flächen, die für die landwirtschaftliche Produktion keine Rolle spielen, weiterhin ermöglichen, ohne dass es zu einem Wildwuchs von großflächigen Solaranlagen auf Ackerflächen kommt. "Deshalb ist eine Absenkung der Förderung auf den Freiflächen um 25% absolut notwendig."


 Leserkommentare  
 

Angezeigt werden 1 von 1 Kommentar(en)

09.02.2010 18:32

Kurzes Gedächtnis???
Wenn ich mich nicht ganz irre, hat die FDP doch für die Absenkung der Förderung gesorgt? Soll doch die Gewinnabschöpfung nicht aus der Hand seines Klientels, der Energiekonzerne, teilweise in die Hände privater Kleininvestoren wandern? 
Und jetzt läßt sie sich als Retter feiern, weil sie eine Verschiebung durchgesetzt hat? Sie meint wohl, die Bürger haben ein gaaaanz kurzes Gedächtnis....
Doris Peitinger

Angezeigt werden 1 von 1 Kommentar(en)

Hier können Sie Ihren Kommentar schreiben



mXcomment 1.0.6 © 2007-2010 - visualclinic.fr
License Creative Commons - Some rights reserved

top agrar-Börsentelegramm
Auslandstagebuch
top agrar-Redaktion
top agrar-Hilfe
top agrar-Shop
  Besuchen Sie auch...
traktorpower.gif
juniortreff.gif
topat_breit.gif
traktorpool
agripool.gif

Diese Seite speichern...
Hinzufügen zu: Mr. Wong Hinzufügen zu: Webnews Hinzufügen zu: Oneview Hinzufügen zu: Favoriten.de Hinzufügen zu: Linkarena Hinzufügen zu: Del.icoi.us

RSS-Feeds RSS-Feeds abonnieren