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Die MVS Milchvermarktungs-GmbH darf mehrere Werbeaussagen für "Die faire Milch" künftig nicht mehr verwenden. Die Wettbewerbszentrale in Bad Homburg hatte mehrere Werbeaussagen moniert, berichtet die Lebensmittelzeitung.
Die MVS, über die der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V. (BDM) seine alternativen Milchprodukte vermarktet, hat daraufhin gegenüber der Wettbewerbszentrale in Bad Homburg eine Unterlassungserklärung für mehrere Werbeaussagen abgegeben. Die MVS verzichtet künftig darauf, für die faire Milch einen Gehalt "wertvoller Omega-3-Fettsäuren" oder sogar "einen wesentlich höheren Anteil" dieser ungesättigten Fettsäuren zu bewerben.
Das Versprechen, die Milch komme aus der Region muss die MVS ebenfalls als unzutreffend unterlassen. Ebenfalls verzichten muss die MVS bei ihrer Werbung auf den Slogan "zu 100 Prozent gentechnikfrei". Diese Aussage sei durch das Siegel "Ohne Gentechnik" nicht gedeckt.
Weiter will die Wettbewerbszentrale gegen die Bezeichnung "fair" vor dem Landesgericht München klagen. Die Bezeichnung sei strittig, ob Verbraucher durch den Begriff getäuscht werden, soll ein Musterprozess klären. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Falls würden sich wohl auch höhere Instanzen mit dem Begriff beschäftigen, so Christiane Köber, Rechtsanwältin der Wettbewerbszentrale gegenüber der LZ. "Fair" komme zwar bei den Verbrauchern gut an, der Begriff sei aber inhaltlich weitgehend unbestimmt und könne deshalb bei den Konsumenten auch unzutreffende Vorstellungen hervorrufen.
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