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 Afrika
Nachdem sich Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) und Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) darauf
verständigt haben, gemeinsam in Brüssel für die Abschaffung der
Agrar-Exportsubventionen einzutreten, sind sie sich nun auch einig, dass ein Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit die
Entwicklung ländlicher Räume sein muss.
Erfreut darüber zeigten sich anschließend Politiker von Union und FDP. "Nur wenn die kleinbäuerliche Landwirtschaft in den Problemgebieten
dieser Welt in die Lage versetzt wird, eine Entwicklung vor Ort in Gang
zu setzen, kann die Welternährung sichergestellt werden", erklärte etwa der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses, Hans-Michael Goldmann (FDP). Es sei
das richtige Signal, dass Deutschland die ländliche Entwicklung jetzt mit 700 Mio. Euro fördern will, 200 Mio. Euro mehr als bisher.
Als Durchbruch wertet auch die CSU-Agrarexpertin Marlene Mortler die jüngsten Abstimmungen. „Fachpolitiker der Koalition räumen endlich mit dem Vorurteil auf, die europäische Landwirtschaft schade den Entwicklungsländern“, sagte sie am Donnerstag.
Die Entwicklungshilfe hat ihrer Meinung nach viel zu lange die Bedeutung der Förderung von Landwirtschaft unterschätzt und vernachlässigt. Endlich setze sie dort an, wo sie am effizientesten ist. So sei der Anteil der EU-Entwicklungshilfe für die Förderung der Landwirtschaft von 30 auf 6 % zurückgefahren worden. Die Geschichte habe aber gezeigt, dass die Landwirtschaft die Basis für den Fortschritt eines jeden Landes sei. „Entscheidend ist, in den Entwicklungsländern eine nachhaltige Landwirtschaft aufzubauen bzw. zu erhalten“, sagte Mortler.
vgl.:
EU-Agrarausschuss gibt Richtung für Reform vor (17.6.2010)
Aigner und Niebel vereinbaren Ende aller Exportsubventionen (10.6.2010)
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