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Pioneer stellt sich weiter stur

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30.07.2010
 

Mais umbrechen
Mais umbrechen

Das Pflanzenzuchtunternehmen Pioneer lehnt weiterhin eine vorbehaltlose und angemessene Entschädigung der durch die GVO-Spuren im Maissaatgut betroffenen Bauern ab. Das wurde im Ergebnis von bisher zwei Informationsveranstaltungen in Bayern deutlich. Informationsveranstaltungen in Baden-Württemberg und Niedersachsen werden in den nächsten Tagen folgen.
 
Wie der DBV berichtet, brachten die Landwirte zwar Verständnis dafür auf, dass die Vorgehensweise der Behörden in Niedersachsen im Hinblick auf Probenahme, zeitliche Verzögerung der Ergebnisbekanntgabe etc. durch Pioneer nicht hinnehmbar sei, andererseits könnten diese Streitfragen aber nicht auf ihrem Rücken ausgetragen werden. Der Bauernverband verlangt hierzu von der Politik grundsätzliche Entscheidungen, damit sich derartige Fälle in den nächsten Jahren nicht wiederholen können.
 
Einig waren sich alle Landwirte und Verbände, dass die von Pioneer angebotene Soforthilfe nicht akzeptiert werden kann. Grund hierfür sei die Tatsache, dass diese Soforthilfe abhängig vom Ausgang eines gerichtlichen Musterverfahrens an Pioneer zurückzuzahlen wäre. Außerdem sei die Höhe der Soforthilfe  unangemessen.

vgl.:
GVO-Tagebuch Teil 8: Ich verklage die Regierung   (27.7.2010)
Veröffentlichung der Genmaisflächen gefordert  (19.7.2010)
Pioneer lehnt vorbehaltlose Entschädigung ab  (14.7.2010)

 


 Leserkommentare  
 

Angezeigt werden 5 von 5 Kommentar(en)

01.08.2010 15:44

Verzicht auf Pioneersorten
Die einzige Sprache die von diesen Konzernen verstanden wird, ist der UmsatzrĂŒckgang. Solange noch die Möglichkeit besteht auf Sorten anderer ZĂŒchter zurĂŒckzugreifen sollte man dies auch tun. 
Pioneer vertreibt ja nicht nur Mais sondern auch Raps, wir werden bei der bevorstehenden Aussaat auf Rapssorten von Pionner ganz bewusst verzichten.
Bernhard Kremling

30.07.2010 13:42

Vorwurf: DBV spielt „doppeltes Spiel“
aus www.merkur-online.de : 
„Der Bauernverband spielt eine doppelbödige Rolle", behauptet Christoph Palme. Der Jurist engagiert sich bei der Aktion „GEN-Klage" und zweifelt daran, dass der BBV tatsĂ€chlich an einer rĂŒckhaltlosen AufklĂ€rung Interesse hat. Der Vorwurf: Sonnleitner sei gleichzeitig BauernprĂ€sident und Vorsitzender der FNL, der „Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft". Unter anderem sind hier auch Genmais-Hersteller vertreten: BASF, Bayer, Monsanto und DuPont, zu denen Pioneer Hi-Bred gehört. Ein lupenreiner Interessenkonflikt ist das fĂŒr Josef Feilmeier von der Internationalen Arbeitsgruppe Futtermittel. 
„Eine bodenlose UnverschĂ€mtheit", schimpft der stellvertretende BBV-GeneralsekretĂ€r Wimmer. „Wir waren es doch, die alle Betroffenen zusammengerufen haben. Wir sind es, die sich fĂŒr sie einsetzen." Und es sei Sonnleitner gewesen, der eine EntschĂ€digung von Pioneer gefordert habe. Ein Interessenkonflikt? „Völliger Unsinn!" 
 
Nun rĂ€cht sich die sonst immer so schwammige Haltung des BV, der sonst keine Gelegenheit ausgelassen hat, sich pro Gentechnik-Forschung im Freiland zu positionieren. Erst jĂŒngst wurde in der Schweiz erneut die Untauglichkeit von GVO Weizen bestĂ€tigt.  
 
Nun haben die Ă€lteren Herren an der Spitze des ehemaligen Einheitsverbandes einen handfesten Interessenkonflikt auszubaden.  
 
Vielleicht fungiert der BV hier auch als Feuerwehrtruppe seiner Sesselkumpanen in der FNL, um möglichst schnell Ruhe unter den Bauern und diesem Thema zu schaffen, damit nicht noch eine große Welle der Empörung unter der Bevölkerung ausgelöst wird? 
Ob Herr Folgart demnÀchst wieder nach USA reisen muss?
Helmut Ehrlicher

30.07.2010 12:53

genau so
Danke Herr Nagel 
Das gleiche wollt ich auch vorschlagen, denn nur so kann man einen Konzern runter holen. Aber da gibts halt wieder Unternehmer die kaufen trotzdem bei Pioneer.. Schade, denn nur so könnten wir unsere Marktmacht zeigen.
peter beiersdorfer

30.07.2010 09:31

Guter Plan fĂŒr GVO
keine nationalen sonderwege. laut DBV
Lando !

30.07.2010 08:25

Bokott!!!!!
Es ist doch ganz einfach, nĂ€chstes Jahr kauft kein Bauer mehr ein Produkt der Firma Pioneer. 
Dann wird es schnell ein einlenken der Firma Pioneer geben.
Hans Nagl

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