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Die Interessensgemeinschaft (IG) Milch droht den drei großen österreichischen Molkereien Bergland, Gmundner und Landfrisch, den Zugriff auf einen großen Teil der Milch zu entziehen.
Wie die Lebensmittelzeitung weiter berichtet, habe die IG Milch die Absichtserklärung für Bündelung von rund 400 Mio. kg Milch von Bauern erhalten, um so höhere Preise durchzusetzen.
Wie der IG Milch Obmann Ewald Günzweil in einem Interview mitteilte, seien zunächst die größten Molkereien angeschrieben worden. Ihnen wurde mitgeteilt welche Menge durch die IG Milch gebündelt werde, und dass sie in Preisverhandlungen treten wolle. Wie Günzweil weiter berichtete, hätten die meisten Molkereien gar nicht geantwortet oder Verhandlungen verneint.
Nun werde zunächst der heimische Handel gefragt, ob er die Produkte direkt von uns haben wolle, so Günzweil. Wenn nicht, werden wir es selber machen und eine Firma gründen. Die Logistik werden dann Landwirte übernehmen. Auf die Frage ob durch die Aktion nicht die Genossenschaftler ihr eigenes Unternehmen übergehen würden, erwiderte der IG-Milch Obmann, dass in den Genossenschaften die Basis ohnehin nicht mehr gehört werde. Die Marschrichtung gebe allein die Geschäftsführung vor. Die IG Milch werde für 40 Cent Durchschnittspreis eintreten.
Die Genossenschaften reagierten prompt. Herbert Altendorfer Geschäftsführer der Landfrisch Molkerei bezeichnete die IG Milch Pläne als widersinnig. Die Erzeugergemeinschaften hätten im Prinzip dieselben Eigenschaften wie die Genossenschaften. Anton Haimberger, Obmann der Berglandmilch, verwies darauf, dass die Milchpreise um 12 Cent (netto) gestiegen seien und die nächsten drei Monate 41,5 Cent (netto) ausgezahlt werde. Zudem müsse eine Molkerei darauf achten langfristig gut aufgestellt zu sein.
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