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Bei der heutigen 26. Milchbörse hat der DBV einen gewogenen Durchschnittspreis für Deutschland von
39 Cent pro Kilogramm ermittelt. Im Vergleich zum letzten Handelstermin ist dieser um
6 Cent pro Kilogramm gestiegen. Damit ist der generell rückläufige
Preistrend gebrochen. Für den Übertragungsbereich West wurde ein
Handelspreis von 41 Cent pro Kilogramm ermittelt. Im Vergleich zum
Julitermin ist dieser um 7 Cent pro Kilogramm gestiegen. Der Handelspreis
für den Übertragungsbereich Ost lag bei 31 Cent pro Kilogramm. Käufer in
diesem Übertragungsbereich mussten gegenüber dem Julitermin 5 Cent pro
Kilogramm mehr zahlen.
Insgesamt wurden 144 Mio. kg Milchquote
gehandelt und damit genauso viel wie bei der letzten Milchbörse. Die
Gesamtnachfrage nach Milchquoten in Höhe von 361 Mio. kg
überstieg das Angebot um das Zweieinhalbfache. Das Gesamtangebot betrug 144 Mio. kg.
Die Auswertung des Übertragungsbereiches West zeigte, dass insbesondere in
Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen die Nachfrage beinahe das
Dreifache über dem Angebot lag. Im Übertragungsbereich Ost wurde im
Vergleich zur Julibörse mehr als das Doppelte gehandelt. In Brandenburg lag
die nachgefragte Menge das Siebenfache über der angebotenen Menge.
Von den insgesamt 3.093 Anbietern konnten fast alle erfolgreich Quoten
verkaufen. Die Erfolgsquote lag bei 99,8 %. Deutlich gestiegen ist
die Anzahl der Gesamtnachfrager auf 10.405. Diese lag zuletzt bei der
Novemberbörse im Jahr 2005 über 10.000. Lediglich 4.849 Nachfrager (47 %) konnten erfolgreich Milchquoten kaufen.
Die Auswertung der Milchquotenzugänge und -abgänge der einzelnen
Übertragungsstellen des Übertragungsbereiches West zeigte, dass die meiste
Quote in den Regionen geblieben ist. Eine im Vergleich zum letzten
Handelstermin geringe Quotenwanderung fand in Richtung Niedersachsen
(einschließlich Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen) mit rund 1,4 Mio. kg statt. Aber auch die Übertragungsstellen Bayern (1,3 Mio. kg), Baden-Württemberg (822 000 kg) und
Nordrhein-Westfalen (688 000 kg) konnten Milchquoten gewinnen.
An Milchquoten verloren haben die Übertragungsstellen Hessen (- 3 Mio. kg) und Rheinland-Pfalz (- 1 Mio. kg). Im
Übertragungsbereich Ost hat eine Quotenwanderung in Richtung Brandenburg
(+ 2,6 Mio. kg) und Sachsen-Anhalt (+ 1,2 Mio. kg) stattgefunden.
Die steigenden Quotenpreise sind nach Auffassung des DBV vor allem auf die
Diskussion der letzten Monate um eine national einseitige Beschränkung der
Milchanlieferung zurückzuführen. Der DBV erwartet im Hinblick auf den
bevorstehenden Health Check wieder deutlich sinkende Quotenpreise.
Alle Details jetzt hier in der Übersicht "Milchquotenbörse"
Milchquotenzu-oder Abgang
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