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Aktuelle Börse: Milchquoten teurer!

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03.11.2008
 

Milchquotenbörse

Bei der heutigen 26. Milchbörse hat der DBV einen gewogenen Durchschnittspreis für Deutschland von 39 Cent pro Kilogramm ermittelt. Im Vergleich zum letzten Handelstermin ist dieser um 6 Cent pro Kilogramm gestiegen. Damit ist der generell rückläufige Preistrend gebrochen. Für den Übertragungsbereich West wurde ein Handelspreis von 41 Cent pro Kilogramm ermittelt. Im Vergleich zum Julitermin ist dieser um 7 Cent pro Kilogramm gestiegen. Der Handelspreis für den Übertragungsbereich Ost lag bei 31 Cent pro Kilogramm. Käufer in diesem Übertragungsbereich mussten gegenüber dem Julitermin 5 Cent pro Kilogramm mehr zahlen.

Insgesamt wurden 144 Mio. kg Milchquote gehandelt und damit genauso viel wie bei der letzten Milchbörse. Die Gesamtnachfrage nach Milchquoten in Höhe von 361 Mio. kg überstieg das Angebot um das Zweieinhalbfache. Das Gesamtangebot betrug 144 Mio. kg.
Die Auswertung des Übertragungsbereiches West zeigte, dass insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen die Nachfrage beinahe das Dreifache über dem Angebot lag. Im Übertragungsbereich Ost wurde im Vergleich zur Julibörse mehr als das Doppelte gehandelt. In Brandenburg lag die nachgefragte Menge das Siebenfache über der angebotenen Menge.
Von den insgesamt 3.093 Anbietern konnten fast alle erfolgreich Quoten verkaufen. Die Erfolgsquote lag bei 99,8 %. Deutlich gestiegen ist die Anzahl der Gesamtnachfrager auf 10.405. Diese lag zuletzt bei der Novemberbörse im Jahr 2005 über 10.000. Lediglich 4.849 Nachfrager (47 %) konnten erfolgreich Milchquoten kaufen.
Die Auswertung der Milchquotenzugänge und -abgänge der einzelnen Übertragungsstellen des Übertragungsbereiches West zeigte, dass die meiste Quote in den Regionen geblieben ist. Eine im Vergleich zum letzten Handelstermin geringe Quotenwanderung fand in Richtung Niedersachsen (einschließlich Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen) mit rund 1,4 Mio. kg statt. Aber auch die Übertragungsstellen Bayern (1,3 Mio. kg), Baden-Württemberg (822 000 kg) und Nordrhein-Westfalen (688 000 kg) konnten Milchquoten gewinnen.
An Milchquoten verloren haben die Übertragungsstellen Hessen (- 3 Mio. kg) und Rheinland-Pfalz (- 1 Mio. kg). Im Übertragungsbereich Ost hat eine Quotenwanderung in Richtung Brandenburg (+ 2,6 Mio. kg) und Sachsen-Anhalt (+ 1,2 Mio. kg) stattgefunden.
Die steigenden Quotenpreise sind nach Auffassung des DBV vor allem auf die Diskussion der letzten Monate um eine national einseitige Beschränkung der Milchanlieferung zurückzuführen. Der DBV erwartet im Hinblick auf den bevorstehenden Health Check wieder deutlich sinkende Quotenpreise.

Alle Details jetzt hier in der Übersicht "Milchquotenbörse"

 

Milchquotenzu-oder Abgang

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