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Folgart: Europaweite Lösungen gefordert

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05.11.2008
 

Udo Folgart
Udo Folgart

Gerade jetzt, wo sich eine konjunkturelle Abschwächung abzeichnet, müssen wir die deutschen Milcherbauern vor einseitigen nationalen Belastungen schützen. Das hat gestern DBV-Milchpräsident Udo Folgart gesagt. Die massive Verunsicherung der Milchbauern in den vergangenen Monaten habe sich durch die jüngst wieder gestiegenen Preise für Milchquoten deutlich gezeigt. Folgart den Bundesrat daher auf, am kommenden Freitag keine nationalen Belastungen zu beschließen, sondern europäische Lösungen im Sinne der Milcherzeuger durchzusetzen. In der derzeitigen Marktsituation müsse eine automatische Quotenerhöhung im Rahmen des Health Check verhindert werden. Stattdessen könne die Diskussion um eine Quotenerhöhung nur in Abhängigkeit der Marktentwicklung erfolgen, wie es der DBV schon in seiner Bamberger Milchentschließung gefordert hat.
„Auch der Milchfonds ist zwingend notwendig, um die Milchproduktion auf alternativlosen Grünland­standorten nachhaltig zu unterstützen“, so Folgart weiter. Zudem würde der Milchfonds auch durch direkte Investitionsbeihilfen Impulse in die Landwirtschaft und den vor- und nachgelagerten Bereich auslösen. Darüber hinaus müsse der Bund den Absatz von Milch und Milchprodukten jetzt stärker fördern, um die konjunkturelle Absatzschwäche zu überwinden.
Damit die Molkereien auf dem hart umkämpften deutschen Markt dem Lebensmitteleinzelhandel auf Augenhöhe begegnen könnten, seien die lange geforderten Strukturveränderungen in der Molkereiwirtschaft endlich umzusetzen, forderte Folgart. Einem Umdenken in der Molkereiwirtschaft müssten umgehend Taten folgen. Folgart forderte Molkereien und Milchindustrieverband auf, die Markenpolitik für Milch und Molkereiprodukte innovativ zu verbessern.


 Leserkommentare  
 

Angezeigt werden 4 von 4 Kommentar(en)

05.11.2008 13:07

Milchquote
Wie so regen die sich beim DBV schon wieder über die Quote auf? 
Die Quote hat doch jeder Betrieb und so mit gilt,dass für die Meisten die Kosten abgeschrieben sind,d.h. einkalkuliert! 
Die Milchquote stört doch nur beim Wachsen ! 
Und Wachstum ist im Moment nicht erforderlich,denn wir haben genug Milch! 
Der DBV soll sich lieber um die Kraftfutterpreise kümmern! 
Ferner gilt es ,in Brüssel Dampf zu machen,damit die Quote,in Anbetracht des schrumpfenden Marktes um mindestens 10% gesenkt wird! 
MfG
Heinrich Nordenbrock

05.11.2008 10:31

Oh diese Doppelzüngigkeit
Nicht Milchpräsident ist der richtige Titel des Herrn Folgart. 
Milchbauernjudas würde da schon eher passen. 
Spricht von Verhinderung der EU-Quotenerhöhung, plädiert aber im gleichen Atemzug für Zuteilung der 2-prozentigen Quotenerhöhung, trotz Marktschieflage !!!! 
Will die Milchbauern vor nationalen Belastungen schützen und das auf Kosten eines nichtkostendeckenden Milchpreises. 
Mit wieviel Geld kann man soviel Blödsinn kaufen ?? 
 
An die Milchbauern kann ich angesichts diese täglichen Verrates nur folgenden Apell richten: 
Tretet endlich dem Milchboard bei, damit wir den falschen Lobbyisten mit aller Kraft entgegentreten können.
hans-werner wege

05.11.2008 10:18

Am Markt macht die Menge den Preis
Das Überangebot eines leicht verderblichen Produktes, wie Milch, hat immer sinkende Preise zur Folge. Das kann der Staat nicht richten. Das können nur die Unternehmer selbst. Daran ändert auch eine Quote nichts. So wie es jetzt läuft ist es am Besten die Quote läuft zum 31.3.2009 aus, und nicht erst 2015. Das würde uns viel Elend ersparen. Diskutieren wir wieder Fakten und keine Polemik.
Hans Martin Leukhardt

05.11.2008 10:13

Zerschlagen
Energieriesen und LEH -Riesen gehören zerschlagen, 
ansonsten geht die soziale Marktwirtschaft und die Produktvielfalt den Boden runter.
rudolf steiner

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