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Das European Milk Board (EMB) warnte auf der Grünen Woche in Berlin vor den Auswirkungen der Health Check-Beschlüsse und vor der angestrebten Wiedereinführung von Exporterstattungen.
"Wir wissen um die Zerstörungskraft dieser Erstattungen in Entwicklungsländern", betonte EMB-Experte Ernst Halbmayr mit Blick auf die Verbilligung der EU-Waren in der Dritten Welt. Der Österreicher kündigte an, das EMB werde wegen der Exporterstattungen auch mit Verbraucherorganisationen Kontakt aufnehmen.
Sieta van Keimpema aus den Niederlanden sagte, Exporte hätten keinen Zweck, wenn das Geld fehle, die Produkte zu kaufen. Die EU-Agrarminister hätten Ende November eine Entscheidung im Sinne einiger exportinteressierter Molkereiunternehmen getroffen, die aber nicht im Sinne fairer Preise für Erzeuger und Verbraucher sei. Die Nachfrage habe abgenommen, die Quote sei zusätzlich ausgedehnt worden, der Markt sei nicht im Gleichgewicht. Milcherzeuger und Molkereien seien in einer sehr schlechten Verhandlungsposition. Die Milchpreise seien weit unter das kostendeckende Niveau gesunken.
EMB-Präsident Romuald Schaber forderte eine Orientierung an dem Ziel, die Bevölkerung mit lokal produzierten, hochwertigen Molkereiprodukten zu versorgen. Auf den ersten Blick seien niedrige Milchpreise vielleicht verlockend für die Konsumenten, doch sie seien schlecht für Verbraucher und Erzeuger gleichermaßen. Von einem fairen Erlös für die Milchbauern hänge die Versorgungssicherheit ab.
Laut Angaben von Jean-Louis Naveau aus Frankreich schließt sich dort eine wachsende Zahl von Erzeugern dem EMB an und verlangt kostendeckende Milchpreise sowie eine flexible Mengensteuerung.
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