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Die Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission verleiht ihrer Forderung nach EU-weiten Vorschriften zum Bodenschutz mit einem neuen Bericht Nachdruck. Das Papier zum Thema "Wechselwirkungen zwischen Bodenschutz und Klimawandel" der Universität Wageningen weist unter anderem darauf hin, dass in den Böden rund doppelt so viel Kohlenstoff wie in der Atmosphäre und dreimal so viel wie in der Vegetation gebunden sei. Für europäische Böden wird mit Vorräten von rund 75 Mrd. t Kohlenstoff gerechnet. Eine mangelhafte Bodenbewirtschaftung könne ernsthafte Folgen haben. Würden beispielsweise die letzten Torfmoore des Kontinents nicht geschützt, setze das eine Kohlenstoffmenge frei, wie sie von 40 Mio. Autos erzeugt werde. Deshalb bestehe die Notwendigkeit, Kohlenstoff in den Böden zu binden. Das Verfahren sei kostengünstig und sofort einsetzbar, erfordere keine neuen oder noch unerprobten Technologien und biete ein Klimaschutzpotential, das mit jedem anderen Wirtschaftssektor vergleichbar sei. Dazu müsse die derzeitige Tendenz hin zu einer Verschlechterung der Böden durch die Verbesserung der Bewirtschaftungsverfahren umgekehrt werden.
Die Kommission hat 2006 mit Unterstützung des Europäischen Parlaments einen entsprechenden Legislativvorschlag vorgelegt; der Entwurf ist jedoch wegen des Widerstands von fünf Mitgliedstaaten - darunter Deutschland - zurzeit im Rat blockiert. Die Bundesregierung beharrt bislang darauf, dass der Bodenschutz auf nationaler Ebene geregelt werden sollte und europäische Vorschriften das Subsidiaritätsprinzip verletzten.
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